Monthly Archive for "Februar 2005"



Drama Benjamin on 22 Feb 2005

Grüne Tomaten (Jon Avnet, USA 1991)

Grüne Tomaten ist sicherlich ein guter Film. Sicher ein großer Film. Vor allem aber ist er ein Film der durch wiederholtes sehen sicherlich noch dazugewinnt. Ich habe ihn vorgestern zum ersten Mal gesehen und fand ich gut. Es ist sicher nicht der beste Film aller Zeiten, wie man immer wieder hört, aber es ist ein guter Film. Und ich bin mir sicher, dass er mir besser gefallen wird, je öfter ich ihn sehe. Denn diesen Film kann man im Gegensatz zu Dancer In The Dark auch häufiger sehen.

Worum geht es in dem Film? In erster Linie um Freundschaft. Die übergewichtige Hausfrau Evelyn besucht zusammen mit ihrem Mann seine Tante im Altenheim. Die Tante kann Evelyn nicht ausstehen, also wartet sie außerhalb des Zimmers, währrend ihr Mann seine Tante besucht. Dort läuft ihr die 82jährige Ninny über den Weg, die geistig noch topfit ist und auch körperlich noch einen ganz guten Eindruck macht, auch wenn man ihr das Alter deutlich ansieht. Ninny erzählt Evelyn die Geschichte über die Freundschaft von Idgie und Ruth in den 30er Jahren.
Diese Freundschaft ist durch viele Schicksalschläge geprägt, in jungen Jahren stirbt ein Geliebter, Ruth wird von ihrem Mann geschlagen und er will ihr ihr Kind wegnehmen, Idgie und Ruth bekommen Probleme mit dem Ku-Klux-Clan, da sie in ihrem Restaurant, in dem es gebratene grüne Tomaten gibt, auch Schwarze bedienen, doch immer halten sie zusammen und ihre Freundschaft hilft ihnen durch jede Lebenslage.

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Motiviert durch die Geschichte beginnt Evelyn selbst wieder neuen Mut zu fassen. Sie besucht Kurse um ihre Ehe zu beleben, denn ihr Mann kommt von der Arbeit heim, nimmt sich sein Essen und hockt sich vor den Fernseher um Baseball, Eishockey, Football, Baskettball, etc. etc. zu kucken, beide sind übergewichtig und ihre Ehe ist eigentlich nur ein Nebenher statt ein Miteinander. Evelyn beginnt Sport zu treiben, Abzunehmen und sich beruflich neu zu orientieren.
Dies sind die zwei grundsätzlichen Geschichten um die es geht, wobei die Geschichte von Idgie und Ruth eindeutig den Hauptteil des Filmes einnimmt und immer wieder in Episoden erzählt wird, wenn Evelyn Ninny besucht.
Die Geschichte von Idgie und Ruth ist sehr bewegend, eine Geschichte über Liebe, Tod, Freundschaft, Rassismus, sogar einen Mord, in deren Zentrum das kleines Cafe von Idgie und Ruth in Alabahma steht.

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Ich möchte oder kann gar nicht so wirklich viel zu diesem Film sagen. Ich denke um wirklich etwas zu diesem Film sagen zu können, muss ich ihn nocheinmal sehen.
Das schöne an diesem Film ist aber, dass man ihn auch noch ein zweites Mal sehen möchte. Allein Jessica Tandy ist ein erneutes sehen schon wert, aber alle anderen Schauspieler legen eine erstklassige Leistung ab und bringen ihre Charaktere glaubhaft zur Geltung und man ist sofort gefangen in der Welt von Idgie und Ruth und man möchte manchmal aufspringen und einschreiten, man fiebert mit und freut sich mit den beiden. Aber auch Kathy Bates spielt absolut toll und obwohl sie überhaupt nicht dem gängigen Hollywoodideal, welches Masterson und Parker sehr wohl darstellen, entspricht, entwickelt man sehr rasch Sympathien für sie.
Man rätselt auch den ganzen Film ob Ninny eine von beiden, Ruth oder Idgie, selbst ist, oder ob die Geschichte nur ausgedacht ist (zumindest haben alle gerätselt mit denen ich gekuckt habe, mir war das eigentlich nach 10 Minuten relativ klar), aber die Frage an sich ist offen.
Währrend des Film kommen einem manchmal ziemlich verrückte Ideen, diese Ideen sollte man für’s Ende des Films mal im Hinterkopf behalten, meine haben sich alle als wahr herausgestellt.
Und nicht vergessen : Es kommt nur auf die Sauce an ;-)

Fazit: Alles in allem ein Film den man gesehen haben sollte.
Sofort lieben muss man ihn sicher nicht.
Aber ich freue mich schon, wenn mir das nächste Mal gebratene grüne Tomaten serviert werden :-)

Persönliche Wertung: 7.5 / 10

Drama &Geheimtipp &Johnny Depp &Kate Winslet &TopFilm Benjamin on 18 Feb 2005

Wenn Träume fliegen lernen (Marc Forster, USA 2004)

Soweit ich mich zurückerinnern kann, ist dies der erste Film den ich in einem Multiplexkino gesehen habe, bei dem währrend des Abspanns von 100 Leuten 98 auf ihren Plätzen geblieben sind und nicht gleich aus dem Kino stürmten, wie es eigentlich sonst auch bei guten Filmen Gang und Gebe ist. Allein das sagt schon einiges über die Wirkung des Films aus, der sich scheinbar niemand entziehen kann.

Johnny Depp spielt den Autor Sir James Matthew Barrie, welcher Theaterstücke schreibt. Sein aktuelles Stück hat gerade Premiere und es ist gelinde gesagt ein Reinfall, also macht er sich tags darauf wie immer auf Ideensuche für ein neues Stück. Er arbeitet immer im Park wo er Bekanntschaft mit der Familie Davies macht. Sylvia Davies (Kate Winslet) zieht ihre vier Söhne nach dem Tod ihres Mannes alleine auf.
Die Jungs sind zwischen 5 und 15 und lernen den ideenreichen James bald lieben, der sich in ihre Welt begibt, mit ihnen spielt, sie in seine Phantasiewelt mitnimmt und sich von ihnen ihre eigene zeigen lässt.
Doch der zweitälteste, Peter weigert sich mit in diese Phantasiewelt zu kommen. Er verkraftet den Tod seines Vaters nicht. Er ist verschlossen und denkt Erwachsene würden nicht so sehr trauen wenn sie jemanden verlieren und dass es für sie nicht so schmerzhaft sei, eben weil sie erwachsen sind. Daher möchte er so schnell wie möglich erwachsen sein und verschließt sich den Träumereien und Vorstellungen die die Kindheit ausmachen.

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Durch ihn und die ganze Familie inspiriert erfindet James Barrie Peter Pan, den Jungen, der nie erwachsen werden will, auch gewissermaßen als eine Therapie für Peter. James verbringt sehr viel Zeit mit der Familie Davies ohne dass er und Sylvia sich äußerlich näher kommen. Seine eigene Ehe ist schon länger erfroren, man schläft in getrennten Schlafzimmern, beide sind mit falschen Erwartungen in die Ehe gegangen. So wird James immer mehr ein Teil der Familie Davies und für die Kinder neben ihrer Mutter zu wichtigsten Bezugsperson. Doch währrend eines gemeinsamen Ausflugs aufs Land auf dem Peter allmählich beginnt seiner Phantasie freien Lauf zu lassen und selbst ein Stück aus einem Akt schreibt, bekommt Sylvia einen Hust- und Schwächeanfall. Wie sich herausstellt ist sie schwerkrank ….

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Wer die Tendenz hat, bei emotionalen Filmen ab und zu eine Träne zu vergießen, sollte bei diesem Film definitiv Taschentücher mitnehmen, gerade das Ende ist sehr emotional und so schön der ganze Film vorher ist, so traurig ist er auch. Der Film hat Gott sei dank kein typisches Hollywood Happy-End, sondern ein sehr gutes, dem Film angemessenes Ende, dass die Wirkung des Films noch einmal intensiviert.

Der deutsche Titel ist meiner Ansicht nach vollkommen daneben, wenn gleich das Original auch schwer zu übersetzen ist, aber Finding Neverland ist im Prinzip die Grundaussage des Films. James Barrie sucht und findet sein Nimmerland, Sylvia ihres, Peter seins und sogar die böse Schwiegermutter findet ihr Herz.
Währrend des Films habe ich richtig Lust bekommen, demnächst mal wieder Hook zu sehen, den ich auch schon ein paar Jahre nicht mehr gesehen habe, und in dem wie auch in Finding Neverland Dustin Hoffman mitspielt.

Gesehen habe ich bis jetzt vier von fünf Oscar-Best-Picture-Filmen, in den Genuß von Million Dollar Baby werde ich wohl nicht mehr kommen vor dem 28. Jamie Foxx verdient wie mehrfach erwähnt den Oscar für seine Darstellung von Ray Charles, Martin Scorsese hat mit Aviator ebenfalls ganz großes Kino hingelegt und kann von mir aus den Regieoscar für seinen Hochglanzfilm bekommen, aber, auch wenn er ihn vermutlich bekommen wird, den Oscar für den besten Film hat er definitiv aus meiner Sicht nicht verdient, denn dieser Oscar muss an Finding Neverland gehen.

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Verglichen mit Aviator und Ray eher unscheinbar, was auch für Sideways gilt (die Nominierung habe ich bis heute nicht verstanden), aber dafür in seiner Wirkung und vor allem in seiner Aussage, die Botschaft die dem Zuschauer ganz unaufdringlich vermittelt wird, wesentlich intensiver als die beiden anderen zusammen. Gerade bei der Geschichte um die Entstehung des Stücks Peter Pan bietet es sich an, den Fehler zu machen und zu viel Kitsch einzusetzen, doch stattdessen bedient er sich simpelster Methoden und vermittelt die Geschichte mit viel Feingefühl. Diese Vorgehensweise lässt den Film manchmal ein wenig zu ruhig wirken, aber dieses Gefühl kann sich im Endeffekt nicht wirklich durchsetzen. Man geht mit dem Gefühl aus dem Kino einen wundervollen, traurigen Film gesehen zu haben und macht sich über die Geschichte des kleinen Peters noch lange Gedanken und beginnt auch ein wenig über sich selbst zu reflektieren. Das ist für mich großes Kino. Größer als Aviator, obwohl dieser auf mich von der Aufmachung her größer wirkt, aber Glanz und Glamour ist halt nicht alles was zählt. Daher auch die höhere Wertung.
Abschließend muss ich vollkommen aus dem Kontext auf die Leistung der Kinder hinweisen. Sie sind absolut brillant auch ohne jeglichen Niedlichkeitsfaktor, allen voran Freddie Highmore als Peter Davies.

Und vielleicht findet ja nach diesem Film jeder von uns sein eigenes Nimmerland wieder…

Persönliche Wertung: 10 / 10

Drama Benjamin on 10 Feb 2005

Philadelphia (Jonathan Demme, USA 1993)

Eine Geschichte über Aids, Homophobie und Homosexualität. Als der Anwalt Andrew Beckett von seiner Firma gefeuert wird, hält er seine Homosexualität für den einzigen Grund für diese Kündigung und er verklagt seine Firma.
Doch niemand will den Aidskranken Andy verteidigen, bis sich schließlich der homophobe Joe Miller der Sache annimmt.
Währrend Joe seine Vorbehalte Schwulen gegenüber währrend des Verfahrens nach und nach ablegt verfällt Andy zusehends.

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Ein starker Darstellerfilm der voll und ganz zu überzeugen weiß. Hanks und Washington spielen absolut oscarreif und die Geschichte weiß zu bewegen. Der Film baut eine Atmosphäre auf die einen fesselt und bietet ein sehr starkes Ende. Kurz nach der ersten Sichtung eines Film sind meine Eindrücke immer sehr ungeordnet, daher denke ich, nach dem nächsten Betrachten des Films etwas mehr schreiben zu können, aber es bleibt der Eindruck einer bewegenden Geschichte die wundervoll erzählt wird.

Fazit: Wunderbarer Darstellerfilm, den man gesehen haben sollte und der trotz aller Tragik ein gutes Gefühl hinterlässt.

Persönliche Wertung: 8 / 10

Gericht Benjamin on 09 Feb 2005

Der Mann der Gott verklagte (Mark Joffe, Australien 2001)

Das Fischerboot des Fischers Steve Myers wird von einem Blitz getroffen und zerstört. Da es sich um höhere Gewalt, also Gottes Werk handelt, weigert sich die Versicherung zu zahlen.
Also beschließt der ehemalige Anwalt Myers Gott bzw. die Weltreligionen zu verklagen, da sie als Gottes Repräsentanten die Verantwortung tragen.
Um nicht zahlen zu müssen, muss die Kirche beweisen, dass Gott nicht existiert.

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Die Story hat mich interessiert und ich war auf ihre Umsetzung gespannt. Als teuflisch lustige himmlische Komödie angepriesen war schon vor Filmbeginn klar, dass der Film sicher nicht übermäßig lustig sein wird, was er auch nicht wirklich ist.
Leider dauert es sich ziemlich lange bis es zum Gerichtsverfahren kommt, die Geschehnisse vorher sind zwar eigentlich relativ trivial, können aber trotzdem interessieren und unterhalten und man ist immer gespannt wie es wohl weitergeht.
Die Gerichtsverhanldung selbst ist dann durchaus interessant gestaltet und das Ende ist in Ordnung. Wer die Idee hinter dem Film interesant findet, sollte ihn sich ansehen.

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Fazit: Durchaus interessanter Kirchen-Gerichts-Film der zu unterhalten weiß und den man sich ruhigen Gewissens ansehen kann.
Persönliche Wertung: 5 / 10

Action &Apokalypse &ScienceFiction Benjamin on 07 Feb 2005

Mad Max (George Miller, Australien 1979)

angweilig. ich bin ein effektverwöhntes kind der 90er jahre. vielleicht liegt es daran dass mich mad max rein gar nicht anspricht. man merkt dem film in jeder einstellung an, dass er ein low-budget streifen ist.
eigentlich sieht man nur ständig autos und motorräder auf irgendwelchen straßen im grünen rumfahren.
die ereignisse, die max mad werden lassen geschehen erst relativ zum ende des films und bis dahin geschieht nicht viel.
im prinzip wird hier nur ein charakter aufgebaut. daher hoffe ich mal dass die nächsten teile mehr bringen. Mehr Handlung, mehr Action und vor allem mehr postapokalyptische atmosphäre … denn die hab ich nun weiß Gott nirgends gesehen, einfach ein film im hinterland australiens, aber Apokalypse? Nirgends zu sehen.
Dieser streifen enttäuscht schlussendlich auf ganzer Linie. Dialoge sind in diesem Film wohl auch etwas, was das Budget gesprengt hätte. Den zweiten Teil werde ich mir trotzdem in der Hoffnung auf Besserung auch noch ansehen.

Fazit: Liebloser Actionstreifen mit jungem Mel Gibson den man nicht gesehen haben muss.

Persönliche Wertung: 2/10

Komödie &Romanze Benjamin on 07 Feb 2005

50 erste Dates (Peter Segal, USA 2004)

Before Sunrise war ein Liebesfilm. Einer der funktionert, packt und einen auf einer sehr persönlichen Ebene anspricht. Die Figuren sind absolute Identifikationsfiguren.
Sowas ist bei einer typischen inszenierten Hollywood Romantik-Komödie natürlich selten der Fall. Meistens ist mindestens einer der Hauptcharaktere auf eine gewisse Art und Weise ziemlich abgedreht (wie z.B. Ben Stiller in fast jedem seiner Filme) und alles wirkt irgendwie aufgesetzt. Meistens funktioniert die Liebesgeschichte nicht wirklich, bzw sie lässt einen kalt und berührt einen nicht wirklich und die Autfteilung ist meistens viele Witze in der ersten Hälfte und das bisschen was an Story da ist in der zweiten Hälfte, wo dann dafür die Witze abflachen und die “finalen” Jokes meistens nur unlustig sind.

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So ist auch mein Bild von der typischen Hollywoodkomödie weswegen ich diesen Filmen immer sehr skeptisch gegenüberstehe und sie von fast allen Filmgenres zu denen gehört, zu dessen DVDs ich in der Videothek als letztes greife.
So hatte ich auch 50 erste Dates ewig bei mir im Regal stehen, und dieser Film ist auch noch mit Adam Sandler, den ich absolut unlustig finde und den ich einfach nicht mag. Was allerdings vermutlich zu 85% an seiner deutschen Synchronstimme liegt, bei der man immer das Gefühl hat, dass er gleich einschlafen würde. Im Orginal ist jeder seiner Filme um Längen besser, also mein Tipp für alle, unbedingt auf englisch kucken, zur Not mit ebenfalls englischen Untertitel, da braucht man zwar 5 Minuten Eingewöhnungszeit, aber danach ist man einfach dankbar für die orginalen Stimmen, Witze und Dialoge.

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So kam es dann eines Nachts dass ich irgendeinen Film zum Einschlafen kucken wollte und meine Wahl auf 50 erste Dates fiel.
Tja und was soll ich sagen, nach den knapp über 90 Minuten war ich nicht ein Stück mehr müde, sondern hellwach und selig, diesen wirklich wunderschönen Film gesehen zu haben.

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In dem Film stimmt irgendwie alles. Sandler und Barrymore spielen wunderbar zusammen, und zwar kann niemand auf der Welt aus Sandler einen guten Schauspieler machen, aber in diesem Film spielt er am oberen Ende seines Könnes.
Wunderbar mit den schönen Landschaften Hawaiis in Szene gesetzt stimmt auch die Optik dieses Films, sowohl die menschlichen als auch die tierischen Nebendarsteller, die in erster Linie für die Witze zuständig sind, kommen an und sind dann auch wirklich lustig.
Und vor allem die Liebesgeschichte funktioniert. Zwar kann man sich nicht wirklich vorstellen, wie eine Beziehung in dieser Konstellation in der Realität funktionieren würde, aber man fängt schon an Nachzudenken. ob man dass auch für seinen Partner tun würde, oder wenn man keinen hat, ob man dies für eine Person, die man liebt tun würde, mit allen Schwierigkeiten die es mitsichbringt. Und wer darauf für sich selbst mit Ja antworten kann, der muss wahrlich aufrichtig lieben.

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Sean Astin spielt hier übrigens einen muskelbepackten Dummkopf, der so absolut ziemlich das Gegenteil von Sam aus HdR ist, und ich muss zugeben ich habe ihn auch beim heutigen zweiten sehen als Sean Astin erkannt, als mir jemand sagte, dass er es ist. Auf jeden Fall ein sehr sehenswerter Film und jeder kann sich nur wünschen dass er ebenfalls Menschen um sich hat, die wenn einen Lucys Schicksal ereilen würde, dass gleiche für einen tun würde, wie es ihre Familie und Henry Roth tun.

Alles in allem gibt es für diese unterhaltsame, funktionierende, romantische Komödie eine

Persönliche Wertung von 8.5 / 10

Feel Good &Geheimtipp &Romanze &TopFilm Benjamin on 04 Feb 2005

Before Sunrise (Richard Linklater, USA Östereich Schweiz 1995)

Ich liebe diesen Film. Ich habe ihn gerade zum ersten Mal gesehen und es ist wohl einer der schönsten Liebesfilme, die ich bisher gesehen habe, wenn nicht gar der schönste.
Er ist so herrlich unverkrampft, unverbindlich. Romantik pur ohne jegliche Art von Kitsch. Keine Liebesgeschichte in einer Komödie verpackt sondern einfach eine ehrliche Liebesgeschichte. Hat wohl damit High Fidelity vom bisherigen Spitzenplatz verdrängt

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Er, der Amerikaner, auf dem Weg nach Wien um seinen Flug nach Hause nach Amerika am nächsten Morgen um 9:30 zu bekommen und sie, die Franzsösin, auf dem Weg heim nach Paris. Im Zug kommen sie ins Gespräch und verstehen sich auf Anhieb, beide und auch der Zuschauer spühren, dass da eine Verbindung ist. Das Gefühl das man hat, wenn man jemand völlig fremdes kennenlernt und sofort feststellt dass man mit ihm auf einer Wellenlänge ist. Doch dann kommen sie in Wien an und er muss aussteigen, ihre Wege trennen sich. Doch er überredet sie, ebenfalls auszusteigen, eine “Zeitreise aus der Zukunft” zu unternehmen, und den restlichen Tag und die Nacht bis zum nächsten morgen mit ihm zu verbringen, bis er zum Flughafen muss und dann weiter nach Paris zu fahren. Sie lässt sich drauf ein und so erkunden die beiden Wien bei Tag und bei Nacht und kommen sich dabei näher.

Und dieses sich näher kommen ist einfach herrlich umgesetzt.
Anfänglich ganz schüchtern versucht man sich über Q & A etwa kennenzulernen, im Plattenladen in der Hörkabine steht man nebeneinander hört der Musik zu und kuckt sich immer wieder an und verlegen wieder weg, der erste Kuss in der Gondel vom Riesenrad und das einfache, unverbindliche dahinschlendern durch Wien, an der Donau, durch den Park, über einen Friedhof, durch einen Club und sich dabei auf einer Ebene unterhalten, die man nur mit sehr wenigen Menschen im Leben hat.

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Ein großartiger Film. In ihm gibt es so gut wie keine Musik, nur die Hintergrundgeräusche Wiens, die Hintergrundmusik in einem Club, die Ruhe des Parks, der Verkehrslärm Wiens bei Nacht. Der Film lebt vor allem durch die wunderbar ehrlichen Dialoge und durch das herrliche Spiel der beiden Hauptakteure miteinander. Auch wenn die anfängliche Schüchernheit bald von einem ersten Kuss durchbrochen wird, dem auch immer mal wieder ein Kuss folgt, so sind es doch immer wieder schüchterne, zurückhaltende Gesten, wie etwa zärtlich das Haar des anderen berühren, ein sanftes an die Taillie fassen, mit denen sie beide zeigen, dass da doch mehr ist, als sie sich als rationale Erwachsene eingestehen wollen. Sowas ist für mich Romantik.
Und das macht den Film für mich aus. und deswegen kann ich ihm jeden nur ans Herz legen.

Persönliche Wertung: 10/10

Biopic &TopFilm Benjamin on 04 Feb 2005

Aviator (Martin Scorsese USA 2004)

So heute habe ich das vermeintliche Meisterwerk Scorseses endlich sehen können.
Zunächst durch Trailer auf den Film aufmerksam geworden, hat er mich nicht die Bohne interessiert. Dann kamen die Golden Globes und die Oscarnominierungen und es war klar, ok einen Film der für 11 Oscars nominiert ist sollte man zumindest mal gesehen haben, gerade wenn man eh jede Oscarverleihung kuckt und von daher auch ganz gerne weiß worum es geht. Deswegen finde ich es auch sehr schade, dass Million Dollar Baby wohl nicht vor Ende Februar starten wird, man bedenke nur mal, dass House of Sand and Fog jetzt erst bei uns anläuft … irgendwas läuft da falsch.

Aber zu Aviator: Ich muss sagen: Großartig. Ganz großes Kino. Perfekt inszeniert, an dem Film stimmt fast alles. Die Geschichte ist interessant, der Hauptcharakter auf seine Art faszinierend, die Ausstattung, der Score, die Kameraeinstellungen, die FX, die angenehm im Hintergrund bleiben.

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Leonardo DiCaprio liefert hier seine vermutlich beste Leistung seit What eating, Gilbert Grape ab, schade dass er dies in dem Jahr tut, in dem er gegen einen Jamie Foxx als Ray keine Chance auf einen Oscar hat. Aber mal ehrlich, DiCaprio ist sicher ein guter Schauspieler, allerdings konnte ich mich nie wirklich mit ihm anfreunden. Ich habe ihm nie eine erwachsenen, reifen Darsteller abgenommen, er sieht einfach trotz seiner 31 Jahre noch viel zu jugendlich aus. Das macht es einem zu Anfang auch etwas schwer ihm das Alter abzunehmen, doch später mit Schnäuzer bzw. Vollbart gelingt dass schon wesentlich besser. Er spielt wirklich so gut, dass man ihm die Rolle des Hughes voll und ganz abnimmt. Doch der Grund warum er gegen Foxx eigentlich verlieren muss, ist dass man trotz allem immer noch den Schauspieler DiCaprio vor sich sieht, währrend man bei Ray denkt Ray Charles vor sich zu haben und denkt nicht eine Sekunde hier nur einen Schauspieler zu sehen.

Aber DiCaprio vermag es sehr gekonnt und ich möchte fast schon sagen auf Weltklasseniveau den Regiesseur und Unternehmer Howard Hughes, eine Person für die Geld keine Rolle zu spielen scheint, erfüllt von Visionen und geplagt von Ticks und Zwängen darzustellen und glaubhaft rüberzubringen.

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Auch sonst wird von schauspielerischer Seite viel geboten, die Nebenrollen strotzen nur so vor Stars. Sei es Alec Baldwin als Präsident von PanAm, Willem Dafoe als Reporter, Jude Law als … ich weiß gar nicht mehr als was. Cate Blanchet als Kathrine Hepburn hat mir nicht so wirklich zugesagt. Das liegt allerdings in erster Linie darin dass ich Kathrine Hepburn den ganzen Film über mit Audrey Hepburn verwechselt habe, wie mir jetzt gerade bewußt wird. Ja bei den Klassikern habe ich noch akuten Nachholbedarf … hm, na ja auch wenn sie mich nicht so wirklich angesprochen hat, ihre Leistung steht außer Frage. Kate Beckinsale als Ava Gardner kann wie immer absolut bezaubern und geht voll in ihrer Rolle auf, ebenso John C. Reilly.

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Auch vom Optischen her wird einiges geboten, die Flugzeugszenen und besonders der Absturz der X-11 sind wirklich brillant, generell findet man bei den Flugzeugszenen viele schöne Kameraeinstellungen, zu erwähnen wäre hier auch noch der Zoom aus dem Cockpit von DiCaprios Gesicht heraus auf die gewaltige Hercules.

Trotz seiner fast drei Stunden Länge langweilt der Film zu keiner Zeit, lediglich gegen Ende hat er einige Länge. Allerdings ist der Einstieg auch etwas problematisch, man wird sofort Mitten ins geschehen geworfen und hat zunächst überhaupt keine Ahnung wen man da vor sich hat, wenn man noch nie was von Howard Hughes gehört hat, was bis Aviator vielen Deutschen so gegangen sein dürfte, man erwartet zunächst ein paar Rückblenden, doch diese bleiben aus. Aber dadurch dass man mitten rein geworfen wird kommt der Film auch anders als der gestern gesehene Sideways sehr schnell in Fahrt und man merkt eigentlich gar nicht, wie die Zeit vergeht. Auch das Ende hat mir persönlich gefallen, für mich kein typisches Hollywoodkitschende, sondern ein Ende, welches dem Film angemessen ist.

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Interessant sind auch die kleinen Details in dem Film. So bekommt Hughes im Restaurant blaue Bohnen serviert und landet mit seinem Flugzeug statt in einen grünen Kohlfeld in einem blauem. Aviator ist nicht nur ein Film über Howard Hughes sondern auch ein Film über die frühen Tage Hollywoods und die Entwicklung und anfänglichen Probleme. Diese Farbverfälschungen sollen eine Anspielung und die technischen Probleme und Entwicklungen dieser Jugendtage sein, ich bin mal gespannt ob ich bei nochmaligem kucken noch andere solcher Details finde.
Weiterhin interessant ist, dass es eignetlich so gut wie keine Szene ohne DiCaprio gibt. Er ist immer präsent und trägt den gesamten Film. Ich kann mich eignetlich nur an eine Szene erinnern wo er Hepburn im Studio absetzt und die daraufffolgende Szene spielt ohne ihn.

Alles in allem ein wirklich großartiger, guter Film. Gute Filme sind heutzutage aber nicht unbedingt eine Seltenheiten. Persönlich fehlt mir noch das letzte Etwas. Das Etwas das Filme wie Fight Club, Gladiator, Herr der Ringe oder Der Pianist bei mir hatten. Daher bekommt der Film von mir eine

Persönliche Wertung 9.5 / 10

Roadtrip Benjamin on 03 Feb 2005

Sideways (Alexander Payne, USA, 2004)

Von den Kritikern hochgelobt kann ich dem Film nur wenig abgewinnen. Die lustigste Komödie Hollywoods der letzten Jahre? Definitiv nein. Ein amuröses Potrait eines Enddreißigers der sich fragt was für eine Bedeutung sein Leben eigentlich hat? Bzw. ein lustiger Roadtrip zweier Freunde vor der Hochzeits des einen? Schon eher.
Der Film hat zwar einige lustige Stellen, etwa als Miles ,der Weinfan, mitten in der Weinprobe feststellt, dass Jack Kaugummi kaut, oder als die Jack Miles Auto gegen einen Baum setzen will um seine Gesichtsverletzung erklären zu können und dazu das Gaspedal mit einem Stein beschwert und das Auto an seinem Ziel vorbeifährt und sich selbstständig macht, aber die lustigen Momente halten sich doch in Grenzen.

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Überrascht war ich doch, dass es auch in Amerika eine ziemlich ausgeprägte Weinkultur gibt, mag wohl daran liegen, dass man hierzulande so selten amerikanische Weine sieht, und man lernt ein klein wenig über Wein.

Der Film braucht eine gute Viertelstunde um in Fahrt zu kommen und dann passiert zwar etwas, das Tempo ist aber eher gemächlich, stellenweise zu gemächlich, aber alles in allem angemessen.
Der Roadtrip ist kein wirklicher Roadtrip, die Liebesgeschichte berührt einen auch nicht so wirklich, lediglich Miles bietet in seiner erschreckenden Normalität Raum für Identifikation.
Ich denke Personen, die altersmäßig dichter an den Akteuren dran sind, werden dem Film mehr abgewinnen können.
Für mich war es nette Unterhaltung, dank CinemaxX Card konnte ich den Film umsonst sehen, aber alles andere als ein Highlight.
Ob ich ihn mir auf DVD anschaffe ist fraglich, vielleicht gewinnt der Film in der Orginalfassung etwas, wobei die Synchro alles in allem in Ordnung war, aber ich bin halt O-Tonfan.

Nachtrag: Also wo ich mir so andere Meinungen des Films durchlese, gewinne ich dem Film auch immer mehr positive Aspekte ab und er ist sicher auch gut, und der Regisseur versteht sicher sein Handwerk, aber es gibt viele Filme, die durchs hinterher drüber reden besser erscheinen als man sie eigentlich beim Betrachten empfunden hat. Und Sideways gehört bei mir zu dieser Kategorie, während des Kuckens ist einfach der Funke nicht übergesprungen.

Persönliche Wertung : 5 /10

Dokumentation Benjamin on 02 Feb 2005

Die Geschichte vom weinenden Kamel (Byambasuren Davaa, Luigi Falorni Deutschland | Mongolei 2003)

unächst ist zu sagen, dass man die Geschichte vom weinenden Kamel im Orginal mit Untertiteln kucken sollte. Die deutsche Synchro ist schlimmer als in jedem nachsynchronisierten amerikanischen Werbespot und erinnert zeitweise an Lord of the Weed. Und viel geredet wird in dem Film eh nicht.

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Der deutsche Anwärter auf den Doku-Oscar 2005.
Sicher in sehr interessanter Film. Allerdings kann ich den Hype der um ihn gemacht wird nicht ganz nachvollziehen. Er ist sicher nicht schlecht, auch wenn er auf Dinge wie Drehbuch, Handlung, Musik verzichtet und die Geschichte auch in 15 Minuten hätte erzählt werden können. Die zentrale Frage des Films ist eigentlich, ob man gut übers Frühjahr kommt.
Die Problematik des Film, dass von der Mutter verstoßene Kameljunge, spiegelt gewisse Strukturen in menschlichen Familien wieder.
Das Kameljunge versucht verzweifelt an die Zitzen der Mutter zu kommen, doch diese wendet sich immer wieder von ihm ab.
Auch die sanfte Gewalt durch die Mongolenfamilie hilft nicht wirklich weiter. Das Kameljunge beginnt zu weinen um seinen Gefühlen ausdruck zu verleihen, doch die Mutter lässt dies weiterhin kalt
Man besinnt sich auf ein altes Mongolenritual für das ein Musiker aus der Stadt gebraucht wird. Also werden die zwei Söhne der Familie, die höchsten 9 und 13 Jahre alt sind in die Stadt geschickt, um den Musiker zu holen.
Hierzulande kann man sich kaum vorstellen zwei Kinder in so jungem Alter einfach so in die Wildnis reisen zu lassen, drei Nächte im freien zu verbringen, aber in der Mongolei scheint dies etwas ganz normales und eher eine Art Ausflug zu sein.

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Es ist lustig zu sehen, wie sehr sich die Kinder im Grunde doch überall in der Welt gleichen. Der jüngste sieht zum ersten Mal in seinem Leben einen Fernseher, und ist sofort von dem Wunsch besessen auch einen zu besitzen.
Der Film lässt sich sehr viel Zeit seine Geschichte zu erzählen. Alles ist sehr ruhig, geht sehr langsam von statten, so als ob die Zeit keine Rolle spielen würde. Ganz so wie es bei den Mongolen der Fall ist. Man fragt sich ob der Film ursprünglich eine Doku über eine Mongolenfamilie werden sollte und sich die Geschichte um das weinenden Kamel zufällig ergeben hat, oder ob das ganze von Anfang an so konzipiert war. Letzteres ist aber sehr unwahrscheinlich, da man so eine Begebenheit schlecht planen kann und dann auch alles hätte inszeniert werden müssen und damit wäre es keine Doku mehr.
Obwohl einige Szenen des Films tatsächlich nachgestellt wurden, wenn aus technischen Gründen eine direkte Aufzeichnung nicht möglich war, was aber natürlich nur bei den Familienszenen der Fall war, Kamele sind in dieser Hinsicht wenig kooperativ.
Trotz der Ruhe des Films wird er eigentlich zu keiner Zeit langweilig. Es macht Spass dem Ausflug der Kinder beizuwohnen und mitzuerleben, wie sie die große Stadt entdecken, die im Grunde auch nur eine Akkumulation von Zelten und einigen Hütten ist und zu verfolgen wie sich die Geschichte vom weinenden Kamel entwickelt, wie versucht wird, die beiden zusammenzuführen und ob die Zusammenführung schließlich gelingt.
Der Text des Liedes dass dazu gesungen wird, besteht übrigens nur aus den vier mongolischen Buchstaben für das Wort Kamel. Die Melodie ist nicht festgelegt und hängt von der Persönlichkeit des jeweiligen Kamels ab. Der Sänger muss sich in das Tier einfühlen und die “richtigen” Töne finden.

Ein netter kleiner Film über die Liebe und die Geborgenheit der Familie den man gesehen haben sollte.

Persönliche Wertung 7 / 10

Drama Benjamin on 02 Feb 2005

König der Fischer (Terry Gilliam, USA 1991)

Vor ein paar Tagen erst Ray gesehen und nun fängt König der Fischer mit Hit the road, jack an.
Tja was gibt es über diesen Film zu sagen … für mich haben die Schauspieler den Film interessant gemacht, allerdings haben beide, sowohl Jeff Bridges als auch Robin Williams schon bedeutend besser Leistungen hingelegt.
Ein netter kleiner Film, der irgendwie nichts besonderes ist. Die Kamereinstellungen sind sehr ungeschickt gewählt, die ständigen Nahaufnahmen von unten irritieren ziemlich …

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Wer schon immer mal Robbie Williams nackt im Park rumhüpfen sehen wollte, sollte mal einen Blick riskieren.
Man könnte meinen er sei als eine Art Märchen für Erwachsene gedacht, aber dieser Funktion kommen Amelie und Big Fish wesentlich besser nach.
Persönliche Wertung 4 / 10

Polizei &Thriller Benjamin on 02 Feb 2005

Mindhunters (Renny Harlan, USA 2004)

Sieben angehende Profiler werden von ihrem Ausbilder auf eine verlassene Insel geschickt um in einem simulierten Fall sozusagen als Abschlußprüfung ihr können unter beweis zu stellen.
Ganz allein auf der Insel gehen sie den ersten gelegten Hinweisen nach, bis der erste von ihnen stirbt und aus der Übung bitterer ernst wird.
Ist der Killer einer von ihnen? Ist es der Ausbilder? Oder eine mysteriöse dritte Person?
Diese Frage sorgt bis zum Ende für Spannung in diesem gut gemachten Serienkillerkrimi, der zwar kein Geniestreich wie Se7en ist, aber gut gemachte Unterhaltung bietet und mit Sicherheit ein Anrecht hat, gesehen zu werden, sofern man Fan des Genres ist. Die gelegten Fallen erweisen sich manchmal als recht kreativ und überaschend, manchmal wie im Falle der Zigarettenfalle leider als zu offensichtlich.

Die Insel als Handlungsort ist geschickt gewählt, so bleibt wedern den Protagonisten noch dem Zuschauer ein wirklicher Ausweg, man fühlt sich gefangen in der Isolation, die Spannung wird geschickt verdichtet.

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Der Score ist passend, bleibt aber nicht wirklich hängen, die ein oder andere Kameraeinstellung könnte direkt aus einem David Fincher Film stammen und die Schauspieler liefern solide Arbeit, aber dieser Film ist auch kein Schauspielerfilm.

Schade nur, dass in einem Film in dem eine Gruppe junger Profiler die Hauptrolle spielt, gar nicht so wirklich um Profiling geht. Natürlich am Ende wird vieles damit erklärt, aber die Suche nach dem wahren Killer spielt sich leider fast gänzlich ohne Profiling ab und geschieht wie so oft dadurch dass der Killer sich selbst stellt und erklärt wie er seine genialen Taten geplant und ausgeführt hat. Das ist leider ein Schwachpunkt des Filmes, der mich aber ansonsten doch überzeugt hat, zumal ich sehr, sehr wenig von dem Film erwartet habe, aber er ist es sicher Wert auf einem Videoabend oder auch so als Leih-DVD mal gesehen zu werden. Ein Pflichtkauf ist er sicher nicht, aber doch sehenswert.

Persönliche Wertung: 6 / 10 Beim ersten mal sehen sicherlich etwas mehr, vielleicht eine 7.5, allerdings ist es absolut unnötig den Film noch ein zweites Mal innerhalb eines Zeitraumes von 10 Jahren zu sehen.

Biopic admin on 01 Feb 2005

Ray (Taylor Hackford | USA | 2004)

Vor drei Tagen mit meiner Freundin im Kino gesehen. Ich wusste vorher überhaupt nichts über die Person Ray Charles, klar ab und zu mal ein paar Fernsehbilder gesehen, aber ich hätte ihm spontan kein Lied zuordnen können, habe aber bereits vorher viel über Jamie Foxx Leistung und über den Film an sich gehört, bin aber zuletzt von Hautnah enttäuscht worden und habe daher versucht mit gar keiner erwartungshaltung an den Film heranzugehen und ihn vollkommen unbefangen auf mich zukommen zu lassen.

Und was da kam. Gäbe es die eine entsprechende Traumszene nicht, so hätte man wirklich glauben können, dass man den echten Ray Charles vor sich sieht und er nicht “nur” von Foxx dargestellt wird. Was Jamie Foxx da an Schauspielkunst hingelegt hat ist wirklich oscarverdächtig, er sieht nahezu genauso aus wie Ray Charles, er verwendet exakt die Gesten die man von Ray Charles kennt, und ich wünschte mir den Film im O-Ton gesehen zu haben, da er auch sprachlich sehr nahe ans Orginal kommen soll, was natürlich nicht in die Übersetzung zu retten ist..
Der Film an sich bezieht sich vor allem auf die ersten 10 – 15 Jahre von Ray Charles Karriere und von seiner Kindheit, dem Verlust seines Bruders und seiner Erblindung und wie er damit umgeht. Auch die Schattenseiten werden nicht außen vorgelassen, sowohl seine Drogenprobleme werde schonungslos dargestellt, als auch seine beziehungsmäßigen Fehltritte.
Sehr interessant ist auch, dass man von einigen Songs die Entstehungsgeschichte mitbekommt, zumal man ja das wissen hat, dass alles auf wahren Begebenheiten beruht.
Man sieht in diesem Film einen Ausschnitt aus dem Leben eines außergewöhnlichen Mannes, der außergewöhnlich von Jamie Foxx dargestellt wird.
Ein Film, der nahezu keine Schwachpunkte hat.
Viele haben das Ende kritisiert, dass zu aprupt und zu hollywoodtypisch auf happy-end gemacht ist. Ich finde, dass Ende kommt genau zu dem Zeitpunkt wo man die Gefahr sieht dass wenn der Film so weitermacht wie bisher, dass er etwas langweilig werden könnte.
Und wenn einen das alles noch nicht überzeugt hat, den Film zu sehen, so sollte man allein wegen der Musik in den Film gehen. Sie nimmt einen einfach mit und unterstützt den Anspruch Ray Charles’ einer der besten Jazz-Musiker zu sein bzw. gewesen zu sein, Ray Charles verstarb ja leider 2004. Jamie Foxx hat übrigens sämtliche Pianostücke im Film selbst und ohne Playback gespielt, was nicht wundern mag, zumal er ja nicht nur Schauspieler, sondern auch Musiker und Komier ist, der eine eigene Fernehsendung hatte und als Stand-Up Comedian angefangen hat, aber auch für einen Musiker ist es eine Leistung die Stücke blind zu spielen.
Alles in allem ein mehr als sehenswerter Film und ich muss dringend Aviator sehen, da ja überall behauptet wird, dass DiCaprio den Actor-Oscar sicher in der Tasche hat, aber ich kann mir nicht vorstellen dass seine Leistung besser ist als Foxx’ Leistung.
Abschließend meine persönliche Wertung des Film: 10 / 10

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