Monthly Archive for "Mai 2005"



Action &Thriller Benjamin on 01 Mai 2005

Hostage – Entführt (Florent Emilio Siri, USA Deutschland 2005)

Nach “Anatomie einer Entführung” jetzt der zweite Entführungsfilm binnen 24 Stunden. AeE hatte wirklich das Zeug gut zu sein, er hätte so viel Ansätze für Tiefgang, aber es sind alles leider nur Ansätze geblieben.
Hostage versucht erst gar nicht großartig auf Psychologie oder besonderen Anspruch zu setzen. Man sieht Bruce Willis in dem Genre das ihn groß gemacht hat – Action.
Und das vom Feinsten. Generell stehe ich Actionfilmen direkt nach Komödien am skeptischsten gegenüber, aber dieser Film hat mich bestens unterhalten.

Am Anfang sieht man einen bärtigen und Haare tragenden Bruce Willis, der als Unterhändler bei Entführungen für eine Spezialeinheit der Polizei von Los Angeles arbeitet. Doch als ein Einsatz fehlschlägt und ein kleiner Junge in seinen Armen stirbt hängt er den Job an den Nagel. Er wechselt zu einer kleinere Polizeiwache im County Los Angeles und versieht dort als gewöhnlicher Streifenpolizist seinen Dienst.

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Dort haben sich gerade drei Jugendliche überlegt mal bei ein paar Reichen einzusteigen und ne schicke Karre zu stehlen. Doch als sie entdecken dass eine Tür ins Haus auf ist, gehen sie in selbiges, wo sie in eine Streßsituation geraten, als sie auf die dort wohnende Familie stoßen und sie erstmal bedrohen. Der kleine Sohn löst einen stillen Alarm aus, woraufhin eine Polizeikontrolle nach dem Rechten sieht. Der Vater versucht sie abzuwimmeln, aber die Situation gerät außer Kontrolle und die Polizistin wird erschossen und die Familie als Geiseln genommen.
Die Jugendlichen haben keine Ahnung, wen sie da in ihre Gewalt gebracht haben, denn der Vater ist der Buchmacher einiger sehr einflußreicher Krimineller und hat einen Datenträger welchen diese binnen neun Stunden zurück haben müssen.
So entführen sie Willis Familie und drohen damit sie umzubringen, wenn er ihnen den Datenträger nicht schnellstmöglich besorgt oder wenn er sich ihren Anweisungen widersetzen sollte. So kommt Willis in den Konflikt sich allen Regeln zu widersetzen um seine eigene Familie wiederzubekommen und gleichzeitig zu vermeiden, dass die Entführten getötet werden … und so beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und gegen die eigenen Kollegen.

Freunden von 24 wird der Plot sicherlich bekannt vorkommen, ich weiß nicht in wievielen anderen Filmen er schon zum Einsatz gekommen ist, aber ich habe die “Wir-haben-deine-Familie-also-tu-was-wir-sagen”-Geschichte mit einem Polizisten zum ersten mal bewußt wahrgenommen. Nur das Bruce Willis kein mit allen möglichen Sonderrechten ausgestatteter Supercop ist, dem die modernste Einrichtung zur Antiterrorbekämpfung sowie der amerikanische Präsident persönlich zur Seite steht, er ist absolut auf sich selbst gestellt..

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Der Film kommt nach ca. 5 Minuten schon voll in Fahrt und behält sein hohes Tempo die gesamte Spielzeit über bei, ohne einen dabei zu überfordern. Es gibt viele spannende und überraschende Momente, auch die Schockmomente zünden. Stellenweise ist es etwas zu viel des ganzen, etwa am Schluß als Marshall halb tot mit den Molotovcocktails durchs brennende Haus rennt, oder die Musik zum Ende hin, aber der Film unterhält so wunderbar, da seien diese kleinen Schwächen verziehen. Zum Thema Anspruch: Wer in einen Bruce Willis Film geht und Anspruch erwartet, der hat irgendwas falsch gemacht.
Dieser Film ist einfach Actionkino vom feinsten und zeigt, das Bruce noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Die Klischees fangen zwar schon in der Eröffnungssequenz an, aber auch das stört nicht, es passt im Endeffekt einfach alles zusammen. Hat mir um Welten besser gefallen als Anatomie einer Entführung.

Fazit: 1A Action Kino mit Bruce Willis, dieser Film weiß perfekt zu unterhalten und man ist quasi die ganze Zeit auf seinen Sitz gefesselt. Action, Überraschung, Spannung, alles drin.

Meine Persönliche Wertung 7.5 / 10

Komödie Benjamin on 28 Apr 2005

Kitchen Stories (Bent Hamer, Norwegen Schweden 2003)

“Nach Elling die neue Komödie aus Norwegen”, so auf dem Cover zu legen. Von “Elling” war ich ja seinerzeit schwer begeistert, “Elling, nicht ohne meine Mutter” konnte mich nicht ansatzweise ähnlich überzeugen. Was erwartet mich nun bei “Kitchen Stories”?

In den 50er Jahren wurde von Verhaltensforschern die Gewohnheiten norwegischer Hausfrauen in der Küche erforscht, um die ideale norwegische Standardküche zu entwickeln. In “Kitchen Stories” schließt sich eine Folgeuntersuchung an, in der das Verhalten alleinstehender norwegischer Singles zu analysieren, um die norwegische Standardküche weiter zu perfektionieren.
Dazu werden Beobachter ausgeschickt, die in einem Wohnwagen vor dem Haus des Versuchsobjekts wohnen, jederzeit Zugang zum Haus haben und in diesem von einem Hochsitz in der Küche jede Bewegung genau protokollieren. Dabei ist natürlich strengste Neutralität zu bewahren und es ist nicht erwünscht, dass die Wissenschaftler mit den Analysepersonen reden oder gar nähe Kontakte aufbauen.

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Isak ist ein sehr widerspenstiges Versuchskaninchen. Zunächst lässt er seinen Beobachet Folke gar nicht in sein Haus, obwohl er sich für den Versuch freiwillig gemeldet hat, und dann kocht er nicht mehr in der Küche, sondern im Schlazimmer, wovon Folke natürlich nichts mitbekommt. Dann bohrt er noch ein Loch über Folkes Platz in die Decke, um seinerzeit Folke beobachten zu können. Doch nach und nach kommen sich Folke und Isak näher, zwei an sich recht unterschiedliche Charaktere; und beginnen eine Freundschaft aufzubauen. Als sein Chef davon mitbekommt, ist Ärger vorprogrammiert.

Dieser Film ist sehr, sehr ruhig. Es kommt zu keinem Zeitpunkt Dramatik oder gar Spannung auf und trotzdem zieht der Film einen in seinen Bann. Der Humor ist teilweise etwas schräg, manchmal skuril, aber eben auch sehr ruhig. Man wird selbst zum Beobachter der Entstehung einer Freundschaft und stellt recht schnell fest, dass man das menschliche Leben nicht in irgendwelche Standards oder Normen pressen kann.

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Leider hatte der Film nicht die gesamte Zeit über meine volle Aufmerksamkeit, so dass ich ihn zur abschließenden Meinungsbildung wohl noch einmal sehen kann, wobei das an und für sich ja ein Prozess ist, der nie so ganz abgeschlossen ist. Wer Programmkino mag und mittlerweile ein Film von skandinavischen Filmperlen geworden ist, wie es bei mir der Fall ist, dem sei der Film wärmstens ans Herz gelegt.

Man darf gespannt sein, was als nächstes aus Skandinavien auf uns zukommt

Eine Wertung kann ich gar nicht wirklich abgeben, dafür muss ich ihn wie gesagt nochmal komplett sehen, aber eigentlich möchte ich ihn gar nicht bewerten … wenn, dann würde ich ihm momentan denke ich am ehesten eine 7 / 10 geben.

Horror &Thriller Benjamin on 28 Apr 2005

Hide and Seek (John Polson, USA 2005)

Eines Nachts um 2:06am wacht Dr. Richard Goodman (Robert DeNiro) auf und findet seine Frau mit zerstochenen Pulsadern in der Badewanne, sie hat sich das Leben genommen. Seine Tochter Emily (Dakota Fanning) wird damit nicht fertig, sie kommt zunächst in eine Klinik, doch dann entscheidet Richard, selbst Psychologe, dass er ihr selbst am Besten helfen kann und zieht mit ihr aus der Stadt aufs Land, um für sie eine neue Umgebung zu schaffen und sie mit dem alten abschließen zu lassen. Die Gegend ist im Winter nicht wirklich dicht besiedelt, doch findet Richard schnell eine Spielgefährtin für Emily und lernt dabei gleich ihr Tante etwas kennen.
Doch Emily verscheucht ihre neue Spielgefährtin ziemlich schnell wieder, sie hat sich einen imaginären Freund geschaffen, Charlie. Charlies Lieblingsspiel ist “Daddy ärgern” und so findet Richard z.B. Nachts das Badezimmer voller Kerzen in der gleichen Art und Weise wie beim Freitod seiner Frau und mit blutroter Schrift “sie was du getan hast”. Richard denkt, dass Emily ihn für den Tod seiner Frau verantwortlich macht und Charlie benutzt um ihm dies deutlich zu machen. Dieses Spiel geht wirklich an Richards Grenzen und Charlie scheint wirklicher zu sein, als allen lieb ist.
Nachdem es dann zu mysteriösen Todesfällen kommt, findet Richard heraus wer Charlie wirklich ist …

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Der Film läuft glaube ich unter der Kategorie “Horror”, aber es ist eher Psycho. Der Film ist zu keiner Zeit eklig oder splattermäßig, sondern setzt auf sehr gut eingesetzte Schockmomente, die oftmals auch wirklich gut zu Geltung kommen und ihre Wirkung entfalten können, ich selbst habe mich einmal erschrocken, was schon recht viel ist. Den Mädels, die vor uns saßen ging es da wesentlich schlimmer :-)
Robert DeNiro und Dakota Fanning wissen in ihren Rollen voll und ganz zu überzeugen, wobei DeNiro mal wieder den etwas zurückgezogenen, kühlen Typen gibt, in den ich ihn in letzter Zeit in vielen Rollen gesehen habe. Die Story ist natürlich relativ banal, weiß aber Spannung zu erzeugen, das Ende ist dann zwar etas überraschend, aber wenn man andere Filme mit so einem Ende gesehen hat, rechnet man vielleicht schon damit. Der Film wird sicher nie zu meinen Lieblingsfilmen zählen, dazu ist er einfach im Endeffekt gesehen viel zu belanglos, um ihn sich aber im Kino oder auf einem gemütlichen Videoabend anzusehen, ist er eigentlich ideal, da er nicht unbedingt viel Anspruch hat, aber durchaus zu unterhalten weiß, etwas was von einem Film auf Videoabenden ja oft gefordert wird. Auch ein Film der sich zum einmaligen sehen hervorragend eignet, den man aber nicht unbedingt ein zweites Mal gesehen haben muss. Da dies aber meine erste Sichtung war gibt es eine

Persönliche Wertung: 7 / 10

Afrika &Drama Benjamin on 25 Apr 2005

Hotel Ruanda (Terry George, Großbritannien, Italien, Südafrika 2004)

Lange wollte ich diesen Film sehen, viel gutes hatte ich von ihm gehört. Dazu noch die Oscarnominierung für Don Cheadle.
Man schreibt das Jahr 1994. Extremisten vom Stamm der Hutu ermorden den Präsidenten Ruandas und ermorden bestialisch jeden Tutsi der ihnen in den Weg kommt. Paul Rusesabagina (Don Cheadle) ist Manager eines sehr angesehen belgischen Hotels in der Hauptstadt Kigari. Als es zum Aufstand der Hutu kommt kann er nur mit Mühe und viel Geld seine Nachbarn und seine Frau, die Tutsi sind freikaufen und mit ihnen in sein Hotel flüchten, dass momentan noch viele weiße Touristen beherbergt und von UN-Blauhelmen beschützt wird. Sein Hotel wird nach und nach zur Zufluchtstätte für immer mehr verfolgte Tutsi. Doch dann kommt die erschreckende Nachricht: Die Blauhelme evakuieren alle Weißen aus dem Land, die Einwohner werden im Stich gelassen und die Blauhelme dürfen nur schießen, wenn sie selbst angegriffen werden.

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Man kann eigentlich über den Inhalt des Films gar nicht so viel schreiben. Er ist einfach erschütternd. Zunächst Leben Hutu und Tutsi ganz normal nebenbeiander, gewiss brodelt es zwar ziemlich stark zwischen beiden, aber von einem Genozid ist noch nicht viel zu spühren. Doch als der Aufstand der Hutu dann losbricht ist man zunächst einmal absolut erdrückt. Die Situation ist vergleichbar damit dass man in Deutschland lebt und auf einmal alle Protestanten Angst um ihr Leben haben müssten, weil die Katholiken beschlossen haben, alle Protestanten zu ermorden. Wobei es im Grunde noch viel schlimmer ist, denn für des genannte Beispiel gäbe es wenigsten einen Hintergrund, den Glaubenskonflikt, doch der Unterschied zwischen Hutu und Tutsi besteht, zumindest dem Film nach, außschließlich auf einem Aufdruck im Pass. Im Film kommt die Frage einmal auf, worin denn der Unterschied zwischen Tutsi und Hutu bestehen würd, und wie gesagt, es gibt keinen. Die Einteilung beruht auf bloßer Willkür der belgischen Kolonialzeit. Wobei ich nochmal nachschlagen muss, ob dem wirklich so ist, denn das ist absolut krass.

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Als wir aus dem Kino gegangen sind war es komisch, dass nicht überall Leichen rumlagen. Paul Rusesabagina ist eine ruandischer Schindler. Und eben wie diese Geschichte beruht auch die Geschichte um Hotel Ruanda auf einer wahren Begebenheit. Und das ist es was die Geschichte noch zusätzlich erschütternd macht. Auch schafft es der Film die Distanz abzubauen die man normalerweise zu Geschichten aus Amerika hat. Tote in Somalia, im Sudan, das ist bedauerlich aber doch meistens einfach zu weit weg um uns wirklich zu bewegen. Doch dieser Film versetzt einen ohne großes Pathos mitetn rein. Das liegt vermutlich daran, dass als der Film losgeht die Verhältnisse noch realtiv normal sind, zwar afrikanisch, aber allein der anzugtragende Manager schafft gleich eine Bindung.

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Ein sehr bewegender Film, ein sehr guter Film. Ein Film der es schafft reales Grauen und absoluten Wahnsinn zu zeigen ohne selbst grausig oder übermäßig brutal zu sein. Absolut Empfehlenswert

Persönliche Wertung: 9 / 10

Action &Polizei Benjamin on 07 Apr 2005

Lethal Weapon (Richard Donner, USA 1987)

Ich habe den Film heute zum ersten Mal gesehen. Gehört wohl auch zu den Filmen die man gesehen haben muss, weil ihn jeder gesehen hat und auch jeder mal drüber spricht. Vollkommen zurecht wie ich finde.

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Ein absolut klasse Cop-Action-Film. Riggs (Mel Gibson) ist ein Cop, dem im Grunde alles egal ist, weswegen man manchmal denkt er sei wahnsinnig bzw. hänge nicht so am Leben. Er hat den Tod seiner Frau vor elf Jahren bis heute nicht verwunden. Deswegen ist es für ihn auch kein Problem sich einem Scharfschützen, der wahllos auf Kinder schießt Aug in Aug direkt gegenüber zu stellen und ihn zu erschießen. Ein Leben hat für ihn auch nicht viel wert. Zumindest nicht das eines Bad Boys. Murthaugh (Danny Glover) hat Geburtstag. Er ist das klassische Familienvater, mit Frau und Kind, und der Vernünftige von den Beiden. Da die beiden so gegensätzlich sind kommt es natürlich immer wieder zu lustigen Streitgesprächen. Anfänglich ist der Auftrag die Aufklärung des Selbstmordes eines Callgirls, doch währrend der Ermittlungen kommen sie auf die Spur einer Truppe ehemaliger CIA-Söldner, die Heroinhandel in ganz großem Stil betreiben. Da diese es gar nicht mögen, wenn man sich in ihre Geschäfte einmischt, versuchen sie die beiden Cops los zu werden, und bedrohen letztendlich gar Murthaughs Familie…

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Das einzige was mir so gar nicht an diesem Film gefallen hat, war der finale Showdown. Dieser 1on1-Faustkampf muss irgendwie so rein gar nicht sein, und ist wirklich fernab der Realität. Und sowas stört mich ganz besonders. Aber nun gut, vor diesem letzten Showdown gibt es auch einen richtigen Showdown und der ist mehr als gelungen, wie eigentlich der ganze Film, der einfach nur bestens zu unterhalten weiß. Ach ja und das Verhör des Kindes durch Murthaug ist auch etwas daneben … aber ansonsten funktioniert der Film einfach vorne und hinten.
Die Figuren, allen voran Riggs haben für so einen Film eine erstaunliche tiefe. Zwar erleben sie währrend des Filmes keine Veränderung, aber haben doch eine Geschichte die sie menschlich werden lässt. Natürlich beschränkt sich das auf die zwei God Guys
Eine großartige Kritik gibts hier nicht, ich hab den Film über zwei Abende verteilt gesehen und war beide Male ziemlich Müde.
Nach der nächsten kompletten Sichtung im Wachen zustand vielleicht mehr, aber erstmal gibt es jede Menge anderer Filme, die gesehen werden müssen =)

Persönliche Wertung: 7.5 / 10

Action &ScienceFiction Benjamin on 04 Apr 2005

Predator (John McTiernan, USA 1987)

Nachdem ich mir letztes Jahr Alien vs. Predator im Kino angesehen habe, war klar, dass ich irgendwann auch mal den Orginal-Predator sehen muss.

Erwartet habe ich relativ anspruchsloses Popcorn-Action-Kino. Und genau das habe ich auch bekommen. Allerdings hätte ich diesen Film äußerst gerne im Kino gesehen, ich denke mal auf der großen Leinwand, völlig im dunkeln und mit einem Sound das einem die Ohren wackeln, wirkt dieser Film wesentlich besser als auf dem kleinen Heimfernseher. Gerade die Dunkelheit plus die Musik plus die Dschungelatmosphäre tragen doch einiges zur Stimmung bei.

Der Film kommt eher schleppend in Fahrt wie ich finde, gewinnt aber mit zunehmender Laufzeit. Major Dutch Schaefer (Arnold Schwarzenegger) dringt mit einer Eliteeinheit in feindliches Dschungelgebiet ein, um gefangene Landsleute aus den Haenden von Guerilleros yu befreien. Doch diese sind tot, sie sind dem Predator, einem Alien, dass die Erde als Jagdgebiet nutzt, zum Opfer gefallen. Der Predator erledigt auch nach und nach das gesamte Team.
Der Predator ist ein unsichtbares Wesen, das mit dem Dschungel zu verschmelzen scheint und nicht greifbar ist. Eine wunderbare Anspielung auf den Vietnamkrieg übrigens, der Predator ist Sinnbild für den Vietcong, der ebenfalls aus dem nichts heraus aus dem Dschungel zuschlug.
Dieses Wesen kann Dutch erst besiegen nachdem sich auf die Natur besinnt und mit ihr eins wird.
Schlußendlich zerstört sich der Predator mit einer gewaltigen Explosion selbst.

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Predator ist Actionkino ohne große Specialeffekte. Hier sind Männer noch Männer und tragen ihren Muskelpakte zur Schau. Das Alien sieht äußerst gelungen aus wie ich finde. Es gibt viele herrlich platte Dialoge und witzige Sprüche, der bekannteste dürfte wohl sein: “You are bleeding” “I have no time to bleed”. Viel Tiefgang bietet der Film natürlich nicht. Gelungenes Actionkino, einige nette Anspielungen und Arnold als der Actionstar den man kennt.

Persönliche Wertung: 6 / 10

mafia Benjamin on 04 Apr 2005

Casino (Martin Scorsese, USA 1995)

Ein Casino Film der in Las Vegas spielt. Das wäre wohl die kürzeste und treffenste Kurzbeschreibung für diesen Film. DeNiro spielt Sam Rothstein, den Boss eines Casinos in Las Vegas. Joe Pesci spielt Nicky Santaros, welcher Sam mit brutaler Gewalt den Rücken freihält, und schließlich Sharon Stone die Exprostitutierte Ginger.
Man erfährt die erste Stunde eine Menge über das Las Vegas der 70er, wie Politiker geschmiert wurden, Spieler abgezockt werden und was hinter den Kulissen eines Casinos so abläuft. Für die Einführung der Personen nimmt sich der Film viel Zeit. Sam ist kontrollsüchtig, Nicky äußerst brutal und skrupellos und Ginger sehr fragil und geltungsbedürftig.

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Der Film ist wie man es von Scrorsese erwartet absolut perfekt inszeniert. Jede einzelne Szene wirkt absolut wie gemalt und alles fügt sich perfekt in den Gesamtzusammenhang ein. Ausstattung, Beleuchtung, Kamerafahrten, alles wirkt absolut aus einem Guß und sehr harmonisch.
Die Schauspielerleistungen sind absolut exzellent. Robiert DeNiro, Joe Pesci, Sharon Stone, alle liefern absolut herausragenden Leistungen ab, leiden aber wie ich finde sehr unter den Charakteren, die sie darstellen müssen. Diese sind ziemlich klischeehaft. Allerdings holen die drei das bestemögliche aus ihnen heraus.

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Eigentlich sicher eine sehr guter Film, mich persönlich hat die wie ich finde sehr typische Las Vegas-Casino-Geschichte allerdings nicht so wirklich angesprochen.
Der Film ist ziemlich brutal, wobei bezogen auf die drei Stunden Laufzeit die brutalen Szenen sehr spärlich eingesetzt wurde, allerding die Szenen in denen ein Mann relativ grundlos mit einem Kugelschreiber erstochen wird oder ein Brüderpaar sehr ausgiebig von drei Kerlen mit Baseballschlägern verhauen wird schon recht heftig. Sharon Stone spielt die Ginger zwar wie erwähnt sehr gut, allerdings empfinde ich die Person der Ginger schon vom Drehbuch her als sehr klischeehaft. Wieder die typische “kleine frau heiratet großen mann, nach dem ersten kind geht die ehe kaputt, frau kann aber nicht ohne kind gehen, da mann das kind nie hergeben wird, also fängt frau eine affäre mit dem guten kumpel an”-Geschichte. Wer Las Vegas-Filme mag, der wird diesen Film sicherlich lieben, ich konnte schon mit Oceans Eleven nicht wirklich viel anfangen, Casino hat mir auch nicht so wirklich viel gegeben, ich bin noch skeptisch ob ich mir Oceans Twelve auf DVD demnächst ankucken soll oder nicht.

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Auf jeden Fall werde ich mich noch weiter durch die Scorsese-Filmographie sehen, der nächste Film wird wohl Raging Bull werden. Bisher kann ich aber ganz gut nachvollziehen, warum ihm der Oscar bisher verwehrt blieb, seine Filme sind zwar gut, aber leider selten absolut herausragend. Wobei es bei den Oscars ja schon einige merkwürdige Entscheidungen gegeben hat; ich bin auf jeden Fall auf seinen nächsten Film “The departed” sehr gespannt, wobei dieser leider wie Eastwoods neuer Film erst 2006 rauskommen wird.

Fazit: Ein perfekt inszenierter Film, mit heraussragenden Darstellern. Wer Casino-Filme mag, sollte ihn sich dringend ansehen. Mich hat die Story allerdings nicht wirklich angesprochen, daher gibt es eine

Persönliche Wertung von 7 / 10

Komödie Benjamin on 01 Apr 2005

Elling (Petter Næss, Norwegen 2001)

Leider ist es schon wieder ein paar Tage her, seit ich den Film gesehen habe, so dass ich gar nicht alles schreiben kann, was ich will, da ich das meiste schon wieder vergessen habe. Und zu diesem Film könnte man eine Menge schreiben. Denn, das sei vorweg gesagt, er ist wirklich großartig.

Elling ist ein 40 jähriges Muttersöhnchen. Als seine Mutter eines Tages stirbt, muss er in eine Psychatrie eingeliefert werden, wo er zwei Jahre verbringt. Dort ist Kjell sein Zimmergenoße. Nach zwei Jahren Psychatrie bezeihen die beiden eine Wohnung in Oslo, die ihnen vom Sozialamt gestellt wird. Sie sollen lernen alleine und selbstständig zu leben. Beide sind gesellschaftliche Außenseiter, die schon mit so einfachen Dingen wie Einkaufen, Telefonieren und Kochen größte Probleme haben. Beide haben keine anderen Freundschaften, sie gehen nicht aus. Doch man erlebt mit, wie sich diese Verkrampftheit und Unsicherheit nach und nach löst. Elling, ohnehin der Denker in dieser Zweierbeziehung, fühlt sich zur Poesie hingezogen und fängt an, Dichterlesungen zu besuchen, und will schließlich selbst aktiv werde, und er wird der mysteriöse Sauerkrautpoet, während Kjell, der seit 40 Jahren darauf wartet, mit einer Frau zusammen zu kommen, sich nach und nach mit der Nachbarin anfreundet und er sie während ihrer Schwangerschaft tatkräftig unterstützt.

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Es macht einfach Spass den beiden Zuzusehen, wie sie sich den kleinen Alltäglichkeiten des Lebens stellen. Dinge die für uns selbstverständlich sind, sind für die beiden eine große Herausforderung. Dass dabei Situationen entstehen, die komisch sind ist fast zwangsläufig. Dieser Humor entwickelt sich meistens aus Situationen heraus, oft sehen die Charaktere ihre eigene Situation aber auch ein bisschen anders als wir sie auffassen, woraus sich oftmals lustige Begebenheiten entwickeln.

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Der Film ist einfach sehr unterhaltsam, sehr lustig. Man entwickelt sehr rasch Sympathien für die beiden lebensfremden Chaoten und freut sich über ihre Erfolge und ist bei Rückschlägen auch betrübt. Dem Komödienfach stehe ich wie ich schon das ein oder andere mal erwähnte ja eher skeptisch gegenüber, weil die meisten Filme einfach nicht lustig sind, bzw. die Witze und Jokes alle zu flach und zu platt sind, oder aber am Anfang des Filmes die Witze zünden, die Geschichte aber irgendwie doch sehr flach ist und gerade gegen Ende nicht mehr zu überzeugen weiß.
Elling hingegen ist eine durchweg gelungene Komödie, die die ganze Zeit über zu überzeugen weiß und zugleich noch sehr viel Tiefgang und ausgezeichnet dargestellte Charaktere hat. Auch dieser Film bekommt von mir die Empfehlung “Besonders sehenswert” und eine

Persönliche Wertung 8.5 / 10

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