Monthly Archive for "Mai 2005"



Epos &Ewan McGregor &Fantasy &George Lucas &Liam Neeson &Natalie Portman &ScienceFiction Benjamin on 29 Mai 2005

Star Wars Episode 1 : Die Dunkle Bedrohung (George Lucas, USA 1999)

Zweiundzwanzig Jahre musste die Fans der Star Wars Saga warten. Die Erwartungen waren unglaublich hoch. So hoch, dass sie entweder nur hätten enttäuscht werden können oder aber uns das unglaublichste Erlebnis seitdem es Popcornkino gibt beschehren können. Ich selbst habe den Film 1999 bei der Deutschlandpremiere gesehen und jetzt da Episode III angelaufen ist, den ich auch schon bereits gesehen habe, mich dazu entschieden, alle sechs Teile zu sehen und versuchen sie zusammenhängend zu bewerten, wobei ich versuche schon zwischen alter (OT) und neuer (PT) Trilogie zu unterscheiden und nciht alles miteinander zu vergleichen, aber ganz ohne gehts halt nicht dass sich die Filme ja direkt aufeinander beziehen sollen.

Die Geschichte beginnt. Es wird ziemlich deutlich gezeigt wie der Senat der Republik, der für alle wichtigen Entscheidungen zuständig ist, sich eigentlich nur noch selbst blockiert und nicht mehr wirklich fähig ist, die Republik zu führen.
Dies führt dazu dass die Handelsförderation den Planeten Naboo besetzt, da sie mit keiner Bestrafung durch den Senat rechnet. Der Kanzler sendet zwei Jedi, Qui Gon Jin und seinen Schüler Obi Wan Kenobi, als Unterhändler aus, um die Lage vielleicht vor Ort zu klären, doch ihre Mission schlägt fehl.
Es gelingt ihnen zusammen mit der König von Naboo zu fliehen, doch bei dem Fluchtversuch wird ihr Raumschiff beschädigt, so dass sie auf dem Wüstenplaneten Tatooine Notlanden müssen, um ihr Raumschiff zu reparieren. Hier treffen lernen sie Anakin Skywalker kennen, der als Sklave auf diesem Planete ist und dem Schrotthändler Wattoo gehört. Qui Gon erkennt dass die Macht sehr stark in Anakin ist und er derjenige sein könnte, auf den eine alte Jediprophezeiung von dem Einen der die Macht ins Gleichgewicht bringt zutreffen könnte. Da er über kein Geld verfügt schlägt Qui Gon zwei Fliegen mit einer Klappe. Auf Tatooine sind Podrennen sehr beliebt und Anakin ist ein Pilot der sich einen eigenen Podracer gebaut hat. Wattoo ist Schrotthändler, der die fehlenden Teile für das Nabooraumschiff hat und besitzer von Anakin. Qui Gon überredet Watto Anakin für ihn fahren zu lassen. Falls er gewinnt bekommt er das Preisgeld und Qui Gon den Jungen sowie die fehlenden Teile, falls er verliert bekommt er das Nabooraumschiff. Ein Deal den er nicht Ausschlagen kann.

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So gewinnt Anakin das Rennen und seine Freiheit. Hier treffen die Jedis zum ersten Mal auf Darth Maul, einen Sith. Schließlich können die Jedis und die Königin von Naboo nach Coruscant, dem Hauptplaneten der Republik fliegen, und die Königin Amidala kann ihr Anliegen dem Senat vortragen, währrend Qui Gon Anakin dem Rat der Jedi vorstellt und um Erlaubnis bittet, ihn ausbilden zu können, was der Rat jedoch ablehnt. Primär mit der Begrüdnung Anakin sei zu alt, sekundär aber auch weil sie spühren, dass er für die Dunkle Seite der Macht anfällig ist.
Der Senat beschließt Ausschüße einzuberufen und die Angelegenheit prüfen zu lassen, was Amidala natürlich nicht ausreicht. So stellt sie den Antrag einen neuen, mit Sonderrechten ausgestatteten Kanzler zu benennen. Ein Antrag, dem schließlich stattgegeben wird, doch die Königin ist bereits nach Naboo zurückgekehrt um dort zusammen mit den Gunganer die Besatzungsmächte zurückschlagen.
Als die Widerstandskämpfer in der Hauptstadt ankommen, treffen sie den dunklen Kämpfer von Tatooine wieder. Die Jedi trennen sich von den anderen, um es mit ihm aufzunehmen. Amidala und ihre Truppen dringen in den Palast ein. Dort lässt sie sich gefangen nehmen und den Vizekönig durch ein Double ablenken, sodass sie ihn gefangen nehmen kann. Unterdessen versteckt sich Anakin in einem Raumjäger-Cockpit und löst aus versehen den Autopiloten aus, der ihn in den Weltraum zum Kontrollschiff der Handelsföderation trägt. Durch Zufall und großes Glück gelingt es ihm, dieses zu zerstören und damit die Droidenarmee zu deaktivieren. Beim gleichzeitig stattfindendem Kampf der beiden Jedi mit dem dunklen Kämpfer stirbt Qui-Gon, doch sein Schüler Obi-Wan gewinnt den Kampf. Es stellt sich heraus, dass der dunkle Kämpfer ein Sith, ein Mitglied eines Gegen-Ordens der Jedi war, von dem man glaubte, dass er seit 1000 Jahren ausgestorben sei. Wegen seines Mutes im Kampf gegen den Sith erhält Obi-Wan den Rang des Jedi-Ritters und die Erlaubnis, Anakin Skywalker zu einem Jedi auszubilden.

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Das Lichtschwertduell zwischen Qui Gon, Obi Wan und Darth Maul ist wohl der beste der gesamten Saga. Tempo, gute Choreographie und Summen der Lichtschwerter kommt einfach erst mit THX bzw. Dolby Surround erst so richtig zur Geltung. Gerade das doppelte Lichtschwert bzw. der Kampf mit zwei Lichtschwertern sind einfach sehr beeindruckend.

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Das Podrennen ist ein weiterer Höhepunkt des Films. dem man seine Anleihen bei Ben Hur sehr deutlich anmerkt. Wobei ich dass eher als eine Würdigung dieses Films sehe, denn als Ideenklau. Die CGIs sind an und für sich gut gemacht und sehen meistens ziemlich real aus. Optisch und akkustisch einfach eine Wonne und es macht Spass zuzuehen wie Anakin Sebulba in den Arsch tritt.

Coruscant ist auch sehr eindrucksvoll dargestellt. Eine Stadt die einen ganzen Planeten bedeckt, die Architektur, der Senat, der Jeditempel, das weiß alles absolut zu überzeugen. Der Rat der Jedi ist eine coole Erfindung, gerade weil man hier Joda wiedersieht bzw. zum ersten Mal sieht. Kuckt man sich den Senat so an, so kann man ja mal versuchen zu schätzen, wieviele Planeten der Republik angehören.

Generell hat der Film wieder wenig Handlung, und sehr, sehr viel Action. Es hätte dem Film, und den folgenden zweien auch sicher gut getan 10 Minuten bei der Action zu kürzen und sie der Handlung zu Opfern. So kommt immer viel Handlung und vor allem viel ziemlich undurchsichtige Politik sehr kompimiert auf den Zuschauer zu und man versteht zwar worum es geht, aber warum eigentlich passiert was passiert, wird selten wirklich deutlich. Und dass es auch gute Dialoge geben kann, die Handlung erzählen und den Zuschauer auch wirklich erreichen zeigen die Gespräche zwischen Palpatine und Anakin in Episode III, leider gibt es in Episode I wenig vergleichbares.
Ein weiteres Problem ist dass es keinen wirklichen Spannungsbogen gibt. Das bisschen Handlung ist wie eben schon angesprochen einfach zu komprimiert um wirklich mitfiebern zu können. Man weiß zwar dass es irgendwie um die Rettung des Planeten Naboo geht, aber irgendwie ist einem das auch herzlich egal.

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Einer der größten Kritikpunkte des Films ist die Figur Jar Jar Bings. Er ist einfach nur nervig und wenn man ihn komplett aus dem Film streichen würde, würde dem Film nichts fehlen im Gegenteil. Aber wie ich eben gerade festestellt habe ist es auch nicht sonderlich schwer ihn einfach zu ignorieren und sich damit gar nicht großartig von ihm stören zu lassen.

Etwas was Star Wars immer ausgemacht war der Kampf von Gut gegen Böse. Die Star Wars Welt war immer herrlich schwarz weiß, immer der Kampf Darth Vader gegen Luke Skywalker. Etwas ähnliches fehlt Episode I vollkommen. Es gibt zwar einen Helden Qui Gon Jin, bei dem das Identifizieren oder Mitfieber schwerfällt, eifnach aus dem Grund dass man weiß dass er später für die Saga keinerlei Bedeutung mehr hat. Das Böse gibt es so noch nicht. Es fehlt der Gegenpart. Was ja an und für sich sehr logisch und sehr klar ist, schließlich erzählt die PT ja wie dieses Böse, dass in der OT allgegenwärtig ist, entsteht. Aber nur die Tatsache dass es an und für sich logisch ist, macht die Atmosphäre des Films dadurch nicht besser. Gewiß gibt es da Darth Maul. Aber über den weiß man nichts wirkliches und er wirkt auch zu keiner Zeit wie der mächtige Sith vor dem sich die Jedis ernsthaft in acht nehmen müssen. Dazu ist er einfach nicht mächtig genug.
Die einzig wirkliche Identifikationsfigur ist R2D2. Er ist toll wie immer und war auch der erste im Kino, der Szenenapplaus bekommen hat. Doch seine Screentime ist viel zu kurz. Außerdem ist es auch nicht unbedingt wünschenswert, dass ein Androide diese Rolle übernimmt.
Der junge Anakin weiß zu überzeugen, der Schauspieler wurde gut gewählt. Man will irgendwie gar nicht glauben, dass dieser süße, gutherzige, kleine Junge später zum Inbegriff des Bösen werden soll.

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Natalie Portman spielt ihre Rolle sehr gut und eindrucksvoll, wenn man daran denkt wie sie schauspielerisch im Laufe der PT degradiert wird, kann sie einem schon fast leid tun.
Liam Neeson liefert aus meiner Sicht schauspielerisch fast die beste Leistung des Films, ihn könnte man sich auch gut als Jedi neben Joda oder Obi Wan Kenobi vorstellen.
Ian McDamid bleibt hier im ersten Teil auch noch relativ blass, hat aber acuh sehr wenig Screentime. Man bekommt aber schon den Eindruck, dass er was ausheckt, gerade die letzte Szene ist da sehr stimmig gewählt. Der Schwenk auf ihn, während Joda redet, genial.

So eigentlich wollte ich noch mehr und eigentlich auch ganz was anderes schreiben, aber es ist schon 10 tage her dass ich diesen text verfasst habe, aber da ich mittlerweile neue filme gesehen habe, über dich schreiben möchte, poste ich das hier einfach mal und schreib bei der nächsten sichtung mehr.

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass der Film klar hinter den Erwartungen zurückbleibt, er keinen klar defnierten Höhepunkt hat, Yar Yar Binks mehr als nervt, unter dem Strich aber dennoch ein guter, solider Science-Fictionfilm bleibt, mit einem der fetzigsten Lichtschwertduelle der gesamten Saga

Als Bewertung bleibt eine

6 / 10

Drama &Sterbehilfe Benjamin on 19 Mai 2005

Das Meer in mir (Alejandro Amenábar, Spanien/Frankreich/Italien 2004)

Ramón Sampedro erlitt vor 25 Jahren einen Tauchunfall und ist seitdem Tetraplegiker, er kann nur noch seinen Kopf bewegen und ist ans Bett gefesselt. Er empfindet dieses Leben unwürdig, lehnt einen Rollstuhl ab und möchte nur eines: Seinem Dasein ein Ende setzen. Da er aber bewegungsunfähig ist, kann er seinen Wunsch nicht selbst in die Tat umsetzen und ist auf Hilfe angewiesen. Er lebt bei der Familie seines Bruders von der er auch umsorgt wird, allen voran von seiner Schwägerin, die liebt wie einen eigenen Sohn. Seine Familie kann sein Anliegen nicht nachvollziehen und weigert sich, ihm zu helfen. Da Sterbehilfe in Spanien verboten ist, geht Ramón vor Gericht. Er besteht darauf, dass sein Anwalt ebenfalls an einer degenerativen Erkrankung leidet, da er denkt nur so verstanden und angemessen vertreten zu werden. So findet er schließlich die Anwältin Julia, die mit ihm vor Gericht zieht. Gleichzeitig tritt Rosa in sein Leben, eine einfache Fabrikarbeiterin, de ihn kennenlernen möchte. Beide Frauen sind fasziniert von Ramóns Wesen und entwickeln starke Gefühle für ihn. Die Eine möchte ihm helfen aus dem Leben zu scheiden, währrend die andere versucht seine Freude am Leben wiederzugeben.

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Ein Film zu dem ich sehr wenig schreiben kann, da er mich im Gegensatz zu meinen beiden Begleiterinnen nicht wirklich berührt hat. Trotzdem fand ich ihn ziemlich gut. Sehr krass fand ich das Ende und vor allem den Gegensatz der einem gezeigt wurde, auf der einen Seite Ramón der seinem Leben ein Ende setzen wollte, geistig bei absolut wachem verstand sich seiner Lage voll bewußt, auf der anderen Seite Julia, die letzendlich Opfer ihrer Krankheit wurde und körperlich noch relativ fit, geistig aber absolut degeniert ist, so dass sie bis sie eines natürlichen Todes stirbt in diesem Zustand dahinvegetieren muss, ohne sich dessen auch nur ansatzweise bewußt zu sein. Der Film ist kein Film über generelle Sterbehilfe, wobei ein gesetzliches Urteil natürlich im Endeffekt für alle gelten muss. Aber es zeigt vielmehr den entschlossenen Ramón, der es als sein Recht auf Selbstbestimmung ansieht, sich das Leben nehmen zu dürfen, und dieses Recht gerne umsetzen möchte.
Schön sind die Szenen in denen er sich anhand seiner Vorstellungskraft aus seinem Bett träumt und sich vorstellt, wie er und Julia sich am Strand lieben und er wieder frei und beweglich ist. Aber auch die Szenen mit seiner Familie, die ihn nicht sterben lassen will bewegen, und wie beleidigt und ergriffen diese ist, nachdem ihnen ein Pastor im Fernsehen vorwirft, dass Ramón in seiner Nähe nicht genügend Aufmerksamkeit und Liebe bekommt, und sich deswegen öffentlich sein Recht auf Sterbehilfe erstreiten wil, nämlich nach Ansicht des Pastors gar nicht weil er Sterben will, sondern weil er nicht genug Liebe und Aufmerksamkeit bekommt. Etwas was seine Familie natürlich tief erschüttert. Als diese daraufhin Ramón fragt, ob er sich überhaupt klar ist, was diese Familie für ihn alles aufgegeben hat, wirft sich die Frage auf, wie menschlich Ramóns Entschluß wirklich ist, und gerade als nach veröffentlichung seines Buches deutlich wird, das Ramón doch mehr aus sich machen kann, als er denkt bekommt man mehr und mehr Probleme damit, den Anfangs noch verständlichen Wunsch zu sterben wirklich nachvollziehen zu können.

Alles in allem ein Film, der der breiten Öffentlichkeit sicherlich verschlossen bleiben wird, der aber zumindest ein einmaliges Sehen absolut verdient hat.

Da der Film mich selbst nun aber nicht so wirklich angesprochen hat, gibt es von mir eine 6.5 / 10

Abenteuer &Epos &Fantasy &Orlando Bloom &Peter Jackson Benjamin on 14 Mai 2005

Der Herr der Ringe – Die Gefährten (Special Extended Edition) (Peter Jackson, Neuseeland / USA 2001)

Ich bin mir sicher ob ich dankbar oder betrübt sein soll. Dankbar, weil ich diesen Epos, dieses filmische Meisterwerk in so jungen Jahren schon sehen durfte und mich mein ganzes weiteres Leben daran erfreuen kann oder aber ob ich betrübt sein soll, dass es defintiv in den nächsten Jahrzehnten mit Sicherheit kein größeres Kinoerlebnis geben kann. Größér, epischer, monumentaler als dieses Filmtrilogie geht es einfach nicht. Klar, wird es und gibt es Filme, die inhaltlich wesentlich mehr zu bieten haben, die interessantere Charaktere haben, und die einen auf emotionaler Ebene wesentlich mehr berühren. Aber dieses dreimal drei Stunden lang im Kinosessel sitzen und einfach den Mund nicht mehr zu bekommen vor lauter staunen über das was man da auf der Leinwand erlebt, das wird es so schnell nicht wieder geben.
Aber ich denke mal alles in allem bin ich eher glück darüber, dass der Film jetzt schon gedreht wurde. Vor allem sehr dankbar, dass die Leute von New Line Peter Jackson damit beauftragt haben. Der einzige Film den ich bis jetzt von ihm gesehen habe ist “Meet the feebles”, aber seine anderen Filme wie Brain Dead sollen doch sehr ähnlich sein … und ich glaube mal, wenn ich Entscheidungsträger gewesen wäre, PJ wäre nicht unbedingt meine erste Wahl gewesen. Wobei ich die anderen Filme von ihm eigentlich auch noch kucken muss, um das wirklich bewerten zu können, aber das ist im Grunde egal, denn was dabei rausgekommen ist, ist mehr als überzeugend.

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Ich habe die Bücher im Alter von ca. 15 Jahren gelesen, sie regelrecht verschlungen und war wie millionen Andere absolut fasziniert von dem Universum, das J.R.R. Tolkien da erschaffen hat. Jedes Volk mit einer eigenen Geschichte, einer eigenen Sprache, die zahlreichen mit Namen und Sagen versehen Orte, Geschehnisse, die Waffen und Helden, das ist wirklich beeindruckend. Auch die Sprache in den Büchern wirkt anfangs sehr altbacken und ist gewöhnungsbedürftigt, nach kurzer Eingewöhnungszeit, findet man es aber als sehr zur Atmosphäre passend. Eine absolut faszinierende Trilogie. Und wie sehr viele andere habe ich sie für absolut unverfilmbar gehalten, bzw. wenn verfilmbar, dann so dass sie nicht ansatzweise ans Buch herankommen kann. Ich möchte hier gar keinen Vergleich Buch Film machen, denn es ist natürlich vollkommen klar, dass ein Film eigentlich nie an das Buch herankommen kann, gerade weil man da seine eigene Phantasie gebrauchen kann, aber der Mythos der Unverfilmbarkeit ist dem Herrn der Ringe genommen. Vieles im Film war so, wie ich es mir auch beim Lesen vorgestellt habe, Minas Tirith zum Beispiel, Kankra, Aragorn, Gandalf, das Auenland. Neuseeland als Location zu wählen war eine sehr weise Entscheidung, denn man denkt wirklich in sehr vielen Szenen man sei wirklich in einer anderen Welt sei.

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Peter Jackson hat einfach ein Gespühr dafür, die für die Szenen passenden Landschaften zu finden und diese auch entsprechend in Szene zu setzen, so dass man ein Gefühl für die Größe bekommt, bzw. dafür wir klein doch eigentlich ein paar Menschen (Zwerge, Hobbits, etc.) sind. Die ganzen Kostüme, Rüstungen, vor allem aber auch die Größenverhältnisse, etwa dass die Hobbits, Halblinge auch wirklich immer und in jeder Szene nur etwa halb so groß sind, wie normale Menschen, das alles versetzt einen nach Mittelerde.
Aber noch mehr als die tollen Landschaften, Kostüme und Spezialeffekte tragen die Schauspieler da. Leider ist der eigentliche Held der Geschichte auch gleich die größte Enttäuschung, Elijah Wood als Frodo Baggins. Er beherrscht im Grunde nur zwei Gesichtsausdrücke und hat von allen Schauspielern des Films wie ich finde am wenigsten Ausstrahlung und ihm fehlt absolut das nötige Charisma, was sehr schade ist, da die Figur eigentlich für so einen Film doch sehr viel hergibt. Aber im Prinzip hat die Geschichte nicht einen, sondern zehn Helden und diese machen den Herrn der Ringe zu etwas ganz besonderem. HIer erweist es sich als sehr geschickt, dass man auf größtenteils unbekannte Gesichter gesetzt hat. Zwar größtenteils durchaus etablierte Schauspieler, aber keine absoluten Megastars, wer kannte vorher schon Viggo Mortensen? Ich zumindest nicht. Gandalf, Aragorn, Legolas sind für mich die drei am tollsten dargestellten Figuren, sie haben eine unglaubliche Ausstrahlung und verkörpern ihre Rolle mit Herz und Blut. Gerade Orlando Bloom ist für mich in der Beziehung ein Rätseln. Der Herr der Ringe war sein erstes Filmprojekt direkt nachdem er von der Schauspiel Schule kam und er spielt Legolas absolut top, einfach ein sehr cooler, sehr gelungener Elf. Nur wenn man seine Leistung aus diesem Film mit allem anderen einschließlich Kingdom of Heaven vergleicht, so liegen da Welten zwischen und man denkt, man hätte zwei vollkommen verschiedene Schauspieler vorischt. Nach wie vor ist die Figur des Legolas in diesem Film für mich seine mit Abstand beste Rolle. Auch Viggo Mortensen IST einfach Aragon, aus dem Hause der Dunedàin. Wobei der Bart und die Haare da sehr, sehr viel ausmachen, aber gerade im O-Ton kommt rüber, wie sehr er in seiner Rolle aufgeht. Im Grunde macht er keine wirklich Entwicklung im Laufe der Filme durch, er wirkt von Anfang an sehr edel, charakterstark, königlich.

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Die strahlenste, charismatischste Figur im ganzen Herrn der Ringe aber ist Ian McKellen als Gandalf. Für mich eine der mir liebsten Figuren der Filmgeschichte. Dieser herzensgute, warme Zauberer wächst einfach jedem ans Herz. Sein freudiger, sorgenvoller Blick, sein hoffnungsvolles aber zugleich schweres Lächeln und seine Stimme, die Stimme eines alten, weisen Magiers und einfach die Rolle des Gandalfs an sich, machen ihn zu einem DER Symphathieträger des ganzen Films. Ein Grund warum einen sein trauriges Schicksal auch besonders mitnimmt.
Die anderen Rollen kommen erst in späteren Filmen zu größerer Bedeutung, allen voran Sean Astin als Sam Gamgee, aber Bernard Hill als König Théoden und der bis dato genialste animierte Charakter der Filmgeschichte, Gollum. Aber dazu mehr, bei den späteren Filmen. Sean Bean spielt irgendwie in allen Filmen in denen ich ihn bisher gesehen habe, Loosertypen, im Grunde genommen tut er das hier auch wieder, wobei er es ziemlich gut macht. Christopher Lee als Saruman liefert ein sehr passendes Gegenstück zu Ian McKellen als Gandalf ab, auch wenn seine Rolle natürlich deutlich kleiner ausfällt.

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Aber natürlich, bei diesem Meisterwerk passen nicht nur Bilder und Schauspieler perfekt zusammen, auch der Musikscore gehört zum Besten was in der Filmgeschichte bisher geboten wurde. Wahrlich episch, jeder Situation angepasst, Stimmungen perfekt unterstreichend, bleibt sie eindrucksvoll in Erinnerung, der Soundtrack wird fast zum Pflichtkauf. Jedes Volk hat sein eigenes Thema, Elfen, Orcs, Hobbit, wobei mir persönlich das der Rohirrim am Besten gefällt, aber leider hören wir auch dies erst im zweiten Film. Das Ring-Theme ist ebenfalls sehr perfekt und stimmungsvoll gewählt, eine Melodie die im Gedächnis bleibt und die man auf dem Nachhauseweg noch desöfteren Summen wird. Bei diesem Film passt einfach alles zusammen, ich habe für mich persönlich noch keinen Schwachpunkt ausmachen können, mal abgesehen von der Länge, denn der Film ist selbstverständlich viel zu kurz. Für die Special Extended Edition bin ich sehr dankbar, denn sie gibt dem Film vieles, was den Lesern der Bücher sehr gefehlt hat, wenngleich beim ersten Teil der größte Teil der zusätzlichen Länge aus dem Fanabspann kommt, aber nun gut, als Fan ist man dankbar für jede Minute Filmmaterial und Story, dass man mehr geboten bekommt.

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Der erste Teil hält sich noch sehr stark ans Buch, die Einführung der Hobbits, Bilbos Abschied, Frodos Reise nach Bruchtal, die Verfolgung durch die Neun, der Rat von Elrond, die Gemeinschaft des Ringes, der Versuch den Pass über den Berg zu nehmen, die gefährliche und tragische Reise durch die Minen von Moria, die Reise durchs Land der Elfen und das Finale und die Trennung der Gemeinschaft am Fluß bei den Argonath. Besonders hervorzuheben sind dabei die Minen von Moria, der Auftritt des Balrog zählt sicher zu den Magic Moments des Kinos. “They got a cave troll”. Im Prinzip müsste ich in diesen Beitrag viele kleine Trailer einbauen, da man diesen Film gar nicht wirklich beschreiben kann, man muss ihn einfach sehen. Es ist einfach absolut perfekte, stimmige Unterhaltung, mir ist vollkommen unverständlich, wie man diesen Film nicht mögen kann. Am besten genießt sich dieser Film auf einem großen Fernseher und einer richtig geilen Anlage … am besten man sieht ihn sich im Kino an, hier in Göttingen gab es Ende letzten Jahres sogar ncohmal eine Aufführung der gesamten Trilogie, aber ich habe seinerzeit als der dritte Teil in die Kinos kam, alle drei am Stück im Origanlton im Kino gesehen. Das war kinotechnisch gesehen echt das Größte was mir bisher untergekommen ist. Bin sehr gespannt ob nächste Woche Die Rache der Sith wenigstens ansatzweise da ran kommen kann, aber nach den enttäuschten Erwartungen bei den ersten beiden Teilen bin ich da eher skeptisch. Der zweite und dritte Teil von Matrix haben auch enttäuscht, Der Herr der Ringe ist auch unter den Trilogien, die einzige, die allen Erwartungen voll und ganz gerecht werden konnte. Wahrlich ein Film für die Ewigkeit, ich freue mich schon, demnächst wieder Teil zwei und drei zu sehen.
Die Aufteilung der Filme enspricht auch sehr den Stimmungen. Der erste Teil ist sehr Atmosphärisch, stellt die Figuren vor, zeigt die Problemstellung der sich die Herren stellen müssen, und zeigt die am Horizont aufziehende Bedrohung. Teil zwei legt wesentlich mehr Wert auf Action, führt nochmals neue Figuren ein und hat deutlich mehr Tempo, und der dritte ist schließlich das furiose Finale das alles aus den ersten beiden Filmen kombiniert und die eindrucksvollsten und größten Schlachten der Filmgeschichte bietet, am eindrucksvollsten der letzte Ritt der Rohirrim. Schade nur, dass ein Tag so kurz ist, und man selten dazu kommt, mehr als einen Teil pro Tag zu sehen.

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Fazit: Einfach ein absoluter Überfilm, bei dem ich gar nicht anders kann, als in Superlativen zu schwärmen. Schauspieler, Setting, Score, alles vom feinsten, eine epische Geschichte, episch auf Zelluloid gebracht. Absolut genial, absolut sehenswert.

10/10

Ewan McGregor &Musical &Nicole Kidman &Romanze &TopFilm Benjamin on 11 Mai 2005

Moulin Rouge (Baz Luhrmann, USA/Australien 2001)

Zu Moulin Rouge habe ich eine sehr starke persönliche Beziehung. Habe ihn schon sehr oft gesehen und finde ihn nach wie vor einfach gut. Wobei er jedoch sehr stark unter seinen ersten 30 – 40 Minuten leidet, da diese einfach viel, viel zu überdreht und zu überladen sind, das Tempo ist viel zu schnell und gerade Nicole Kidman ist viel zu aufgedreht. Wobei es natürlich auch gleich die ersten Höhepunkte gibt, die ersten Songs im Moulin Rouge haben richtig Tempo und wer würde in so einem Film schon mit “Smell’s like teen spirit” rechnen. Sehr geil. Überhaupt gelingt das einbinden bekannter Songs in den Film perfekt, zumal man einige altbekannte Songs in sehr coolen, unerwarteten Variationen wiederfindet, etwa Roxanne. Es empfiehlt sich sehr, den Film unbedingt im Orginal zu sehen, da sehr oft in Songzitaten geredet wird, was man im deutschen natürlich überhaupt nicht mitbekommt. So wird die erste Zeile von “Your Song” quasi in die Handlung eingewoben gesprochen und erst die zweite Strophe gesungen. Auf deutsch weiß man erst, dass es sich um Elton Johns Lovesong handelt, wenn McGregor anfängt zu singen. Bei dem Song hatte ich beim ersten Mal sehen zum ersten Mal Gänsehaut währrend des Films. Der Film enthält zugleich eines der schönstes Liebeslieder, die es gibt, welches auch noch speziell für den Film geschrieben wurde (ok ursprünglich wurde es für Luhrmanns Romeo + Juliett geschrieben, kam da aber nicht zum Einsatz) “Come What May”. Allein deswegen lohnt sich das sehen schon.

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Aber es gibt so vieles was diesen Film sehenswert macht. Zum einen die Musik und die Kostüme, aber auch die Schauspieler, allen voran Ewan McGregor, welcher zu meinen Lieblingsschauspielern gehört, da ich ihn zum einen als Person mag, aber auch die Filme in denen er mitspielt größtenteils alle sehr toll sind, allen voran Big Fish. Auch in diesem Film spielt er wieder auf gewohnt hohem Niveau, wobei ich mir fast sicher bin, dass der gute Ewan noch viel mehr kann als er uns bisher gezeigt hat. Kidman spielt wie schon gesagt in der ersten halben Stunde total überdreht, danach liefert sie aber den perfekten Gegenpart zu McGregor, sie trägt übrigens den ganzen Film über eine Perücke. Die beiden haben übrigens sämtliche Songs des Filmes selbst gesungen, sich allerdings nach dem Film geschworen, ihre Songs nie wieder zu singen.
In den Nebenrollen ist besonders Jim Broadbent zu erwähnen, der 2002 auch einen Oscar bekommen hat, zwar, wenn ich mich recht erinnere für Iris und nicht für Moulin Rouge, aber durchaus zurecht, er liefert eine einprägende Leistung ab.

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Der Film an sich ist prinzipiell eine Homage an die Liebe. Jedem der auf Liebesfilme steht, wird dieser Film gefallen. Mir hat er sehr gut gefallen und er gefällt mir eigentlich jedesmal wieder, bei den Dreharbeiten wäre ich sehr gerne dabei gewesen, gerade bei der Spectacular spectacular Szene, muss bestimmt sehr lustig gewesen sein. Wie gesagt, den Film unbedingt im O-Ton kucken und ihn auch trotz der ersten halbe Stunde unbedingt zu Ende kucken. Man bekommt eine nette kleine, tragische Liebesgeschichte und vor allem tolle Musik geboten. Da mich persönlich die erste halbe Stunde nicht gestört hat, ich die Musik einfach toll finde, und mir der Film auch nach dem Xten mal sehen noch gefällt, bleibt mir gar nichts anderes übrig als eine persönliche Wertung von

10 / 10

Antikrieg &Drama Benjamin on 10 Mai 2005

No Man’s Land (Danis Tanovic, Bosnien / Frankreich / Belgien 2001)

No Man’s Land – Niemandsland. Gemeint ist ein Graben zwischen zwei Stellungen, auf der einen Seite die Bosnier, auf der anderen Seite die Serben. Der Graben ist eigentlich lange verlassen und unbenutzt, doch sitzen hier zwei Serben und ein Bosnier fest. Einer der Serben liegt auf eine Mine die hochgeht, sobald er sich bewegt. Die beiden anderen halten sich gegenseitig in Schach, mal hat der Eine eine Waffe und lässt sich vom anderen bestätigen, dass seine Seite den Krieg begonne hätte, dann hat der andere wieder eine Waffe und lässt sich seinerseits bestätigen, dass die anderen den Krieg begonnen haben. So leicht kann die Kriegsschuldfrage geklärt werden. Nachdem sie versucht haben, sich mittels weißen Fahnen bei ihren Lagern bemerkbar zu machen, werden die Blauhelme angefordert, die reagieren, da sie zum ersten Mal von beiden Seite zur gleichen Sache eine Anfrage erhalten haben. Doch obwohl sie eigentlich zur Neutralität gezwungen sind, kann junger Soldat nicht tatenlos dasitzen und den Mann auf der Mine liegen lassen und nutzt geschickt die Macht der Medien um seine Vorgesetzten dazu zu zwingen, etwas zu tun. Diese wollen natürlich in den Medien gut dastehen, und so wird schließlich versucht zu helfen.

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No Man’s Land ist anders als viele andere Antikriegsfilme. Hier wird der Wahnsinn des Krieges nicht mit Napalmangriffen zu Wagnermusik im Morgengrauen, oder mittels durchgedrehter Befehlshaber dargestellt, sondern im wesentlichen mittels zweier Charaktere in einem ausgedienten Schützengraben, die sich hassen ohne sich wirklich zu kennen, und wenn nicht Krieg wäre sogar Freunde werden könnten, da sie zum Beispiel eine gemeinsame Bekannte haben, wie sie nach einiger Zeit feststellen. Aber so hassen sie sich grundlos, nur weil der eine Serbe, der andere Bosnier ist. Die Sensationsgeilheit der Medien kommt genauso zum Zuge, wie die Publicitygeilheit mancher Militärs, und zugleich wird gezeigt dass man oft trotz besten Willens einfach nichts tun kann.

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Der Film ist einfach gut, er hat seine zahllosen Kritiker- und Publikumspreise vollkommen zurecht bekommen. Kein klassicher Hollywoodmainstream, was auch nciht verwundert, zumal der Film aus Bosnien-Herzegownien kommt. Ein sehr nachdenklich stimmender, nahezuvollkommen gewaltfreier Antikriegsfilm, der nahezujedem Hollywoodblockbuster zu diesem Thema vorzuziehen ist. Und wie ich gerade gesehen habe, hat den Oscar für den besten fremdsprachigen Film bekommen. Vollkommen zurecht.

8,5 / 10

Abenteuer &Historisch &Orlando Bloom &Ridley Scott &Ritter Benjamin on 08 Mai 2005

Königreich der Himmel (Ridley Scott, USA, Spanien, Großbritannien 2005)

Ridley Scotts neuestes Meisterwerk. Doch ist es wirklich ein Meisterwerk wie es seinerzeit Gladiator war? Oder eine Enttäuschung wie zu letzt Alexander?
Kingdom of Heaven ist ein Film zu dem ich prinzipiell sehr viel schreiben kann, doch mit Sicherheit wird mit hinterher wieder vieles Einfallen, was ich noch schreiben wollte.

Der Film teilt sich im wesentlichen in drei Abschnitte. Der erste stellt Balians Selbstfindungsphase dar. Nach dem Tot seiner Frau und seines Kindes fehlt seinem Leben der Sinn und ihm selbst der Glaube. Er hofft in Jerusalem Vergebung für seine Frau und sich selbst zu finden, und auch zu seinem Glauben zurückzufinden. Er hat das Gefühl dass Gott ihn verlassen hat. Durch das Erbe seines Vaters bietet sich ihm eine vollkommen neue Perspektive.

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Der zweite Abschnitt widmet sich der Politik und Religion. Christentum und Islam werden beide erfreulicherweise mit ein wenig Hintergrund ausgeleuchtet. Der Konflikt schwelt die ganze Zeit und man bekommt ein Gefühl dafür, wie wackelig der Frieden ist, zumal aus dem Lager der Kreuzfahrer einiges dafür getan wird, den Frieden zu zerstören. Die Motivation der Störenfriede ist mir leider nicht so wirklich deutlich geworden, zumal die ganze Zeit über klar ist, dass das Heer der Kreuzritter mit einigen 10.000 Rittern dem Heer des islamischen Führers Saladin, der über in Heer von 200.000 Mann verfügt, hoffnungslos unterlegen ist.
König Baldwin möchte im Prinzip ein Königreich erschaffen, in dem Jerusalem allen, Christen und Moslems gleichermaßen offen steht und in dem beide friedlich miteinander leben, ein Königreich der Himmel auf Erden, wobei ich eher der Meinung bin, dass die korrekte Übersetzung von Kingdom of Heaven Himmelreich wäre. Damit weist der Film sehr starke parallelen zur heutigen politischen Lage in Jerusalem und dem Nahen Osten bzw. Israel auf, an der grundlegenden Problematik hat sich in den letzten 1000 Jahren nicht viel geändert. Doch dieses Königreich der Himmel kommt nicht zustande und nachdem der leprakranke König stirbt und Richard I. sein Nachfolger wird, bricht der Krieg letztendlich aus. Da Richard die Ratschläge ignoriert, sich nicht vom Wasser zu entfernen und nicht in die Wüste zu reiten, wird sein Heer vernichtend geschlagen und er selbst gefangen genommen. Daraufhin wendet sich Saladins Heer Jerusalem zu, um die Stadt den Christen, welche sie vor über hundert Jahren erobert haben, wieder abzunehmen.

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Der dritte und letzte Abschnitt zeigt die sehr eindrucksvoll dargestellte Schlacht um Jerusalem. Balian ist als einziger Baron in Jerusalem geblieben und ihm stehen lediglich Tiberius’ Ritter, sowie die männliche Bevölkerung Jerusalems zur Verteidgung zur Verfügung. Ihm geht es nicht wirklich darum Jerusalem und seine Heiligtümer zu beschützen, sondern darum, die Bevölkerung die von den Oberen zurückgelassen wurde, zu schützen. Die Belagerungsschlacht zählt mit zu dem Besten was ich in den letzten Jahren an epischen Schlachten im Kino, abgesehen von Herr der Ringe. Balian entwickelt eine erstaunliche Kreativität und weiß es den Kampfeswillen seiner Männer geschickt zu bekräftigen indem er kurzerhand alle waffenfähigen, aufrechtstehenden Männer Jerusalems zu Rittern schlägt. Nachdem Belagerungstürme erfolgreich abgewehrt werden können, schafft er es trotz eines Durchbruchs der Mauer, an der Stelle, an der früher einmal ein Tor war, welches zugemauert wurde, Saladin Verhandlungen bezüglich der Übergabe der Stadt abzuringen.

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Schauspielerisch hat mich der Film ziemlich überrascht. Orlando Bloom hat aus meiner Sicht seit Herr der Ringe keine gute Leistung mehr gezeigt. In Fluch der Karibik spielte er ziemlich schwach und dieses schwache Spiel wurde durch Depps grandioses Spiel noch deutlicher und auch in Troja hat man in ihm eher den Milchbubi als einen tollen Schauspieler gesehen. Doch mit mittelangen Haar und sehr männlich wirkenden Dreitagebart weiß Bloom in seiner Rolle durchaus zu überzeugen. Gerade im ersten Filmabschnitt, wo er nicht viel redet und viel über Minenspiel und Blicke sagt wirkt er besonders stark, doch auch später weiß er voll und ganz zu überzeugen und stellt die Selbstfindung und Reifung seines Charakters recht gut dar.
Auch die Nebendarsteller sind vorzüglich besetzt und bieten erstklassige Leistungen. Am besten hat mir Jeremy Irons gefallen, auch Liam Neeson hinterlässt trotz seines nur kurzen Auftritts einen positiven Eindruck. Edward Norton hat sicherlich die undankbarste Rolle, da er den gesamten Film über hinter einer Maske spielt und man ihn natürlich im Zusammenspiel mit der deutschen Synchro die in seinem Fall eher mäßig ist überhaupt nicht wirklich bewerten kann. Eva Green als Schwester König Baldwins und Frau von Guy von Lusignan bleibt eher blass, aber letztgenannter wird sehr ausgezeichnet von Marton Csokas gespielt.

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Der einzige wirkliche Schwachpunkt des Films ist seine Musik. Zwar sind geschickt arabische Motive eingewebt, aber alles in allem fehlt ein zentrales Thema und sie bleibt recht blass. Schade, dass Hans Zimmer durch einen anderen Composer ersetzt wurde, mit einem Hans Zimmer-Score wäre der Film sicherlich noch um einiges eindrucksvoller geworden, als er ohnehin schon ist.
Manche werfen dem Film vor, stark bei Herr der Ringe geklaut zu haben, aber mal ehrlich, es ist ein Hstorienfilm. Da gehören große Schlachten nunmal dazu, und wenn eine Stadt belagert wird, dann gehören nunmal große Heere, die sie erstürmen sollen und Belagerungstürme dazu. Dann könnte man jedem anderen Historienfilm auch vorwerfen bei Lawrence von Arabien geklaut zu haben, aber das liegt nunmal in der Natur der Sache.
Generell ist es schwierig die Gradtwanderung zwischen monumentalem Epos mit großen Bildern und eindrucksvollen Szenen und deren Verknüpfung mit Charakteren und deren Entwicklung zu schaffen. Doch dieser Film liefert beides. Der Hauptcharakter entwickelt sich den ganzen Film hindurch weiter, vom anfänglichen Hufschmied, zum späteren Organisator der Verteidigung Jerusalems; und die Schlacht am Ende des Films sorgt für die großen Bilder wie man sie erwartet. Leider fehlt Orlando Bloom ein ähnlich geniales Gegenüber, wie es seinerzeit Russel Crow mit Joaquin Phoenix hatte.
Alles in allem bleibt die Krone der Historienfilme bei Gladiator, Königreich der Himmel schafft es aber, einen der oberen Plätze zu erklimmen.

Fazit: Absolut eindrucksvolles Historienepos von Ridley Scott mit einem überzeugendem Orlando Bloom. Sollte man gesehen haben.

9.5 / 10

Horror Benjamin on 08 Mai 2005

The Amityville Horror (Andrew Douglas, USA 2005)

Diesen Film wollte ich nie sehen, da ich eh kein sonderlicher Fan von Horrorfilmen bin, und wenn dann noch der Name Michael Bay auf dem Plakat steht und es sich um ein Remake eines 70er Jahre Films handelt, dann wird meine Begeisterung nicht wirklich größer.
Zu diesem Film würde ich gerne einmal das Orginal sehen, denn der Film hat mir wirklich gut gefallen.
Ich suche schon recht lange nach meiner Definition von Horrorfilm, da alles was ich bisher gesehen habe, was aus der Kategorie Horror kam, nicht so ganz dem entsprach was ich mir unter Horror erwartet habe. Was erwarte ich mir von Horror? Nun dass wusste ich bis heute selbst nicht, aber Amityville Horror kommt dem schon am Nächsten. Diese Film bietet einfach alles, was man erwartet wenn man Horror hört Schocker, Grusel, Spannung, Geister, Horror, Überraschungen und sogar einen Exorzismus. Im Prinzip ist der Film eine klassische, gut gemachte Geisterhausgeschichte.

IPB Bild

Wie schon in Hide & Seek gibt es sehr gekonnt eingesetze Schockmomente, aber auch wirkliche Grusel- und auch einige Ekelmomente, in denen der zartbesaitete Zuschauer eher die Augen schließt waren in sehr gesunden Maß vorhanden. Die Schauspielerleistung gerade von Ryan Reynolds habe ich anfangs für eher mäßig gehalten, allerdings hat er mich mehr überzeugt, je länger der Film lief. Wobei ich damit natürlich keine Vergleiche zu Charakterdarstellern wie Sean Penn oder Clint Eastwood (in seinen späteren Jahren ;-) )anstellen möchte, aber alles in allem haben die Leistungen doch überzeugt, die Kinder waren recht süß, gerade als der 12jährige Sohn, der zunächst Babysittern gegenüber sehr verschloßen ist, spontan seine Meinung ändert, als eine bildhübsche, höchsten 18 jährige Babysitterin im kurzen Top vor der Tür steht.
Das einzig wirklich ärgerliche an diesem Film ist, dass es zum Schluß keine Aufklärung gibt, zumal der Film deutlich macht, dass es eine Erklärung für das Ganze geben muss. Aber das wäre vielleicht auch schon ein Schritt zu viel in Richtung inhaltlicher Tiefgang, den man bei diesem Genre ja eher selten findet.

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Die Geschichte ist recht schnell erzählt, wobei man eigentlich eher bezweifelt, dass das ganze, wie der Film behauptet, auf einer wahren Begebenheit basiert.
Der heranwachsende Sohn Butch der Familie DeFeo in dem Örtchen Amityville auf Long Island bei New York erschiesst eines Nachts seine gesamte Familie heimtückisch im Schlaf und behauptet bei der Vernehmung durch die Polizei, er habe Aufgrund von “Geisterstimmen” die ihm das Gemetzel befohlen haben, gehandelt.
Ein Jahr später kauft die Familie Lutz das Haus und erlebt unheimliche Spukerscheinungen, die nach drei Wochen so massiv wurden, daß die Familie Lutz das Haus fluchtartig verläßt.

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Der Film wird sicherlich nie zu meinen absoluten Lieblingsfilmen zählen, für einen unterhaltsamen, anspruchslosen Kinobesuch oder etwa einen Videoabend ist er aber uneingeschränkt zu empfehlen. Wer eh auf Horrofilme steht, für den war sicherlich das Orginal schon Pflichtstoff, welches ich mir bei Gelegenheit auf jeden Fall auch ansehen werde.

Persönliche Wertung: 8.5 / 10

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