Epos &Ewan McGregor &Fantasy &George Lucas &Liam Neeson &Natalie Portman &ScienceFiction Benjamin on 29 Mai 2005
Star Wars Episode 1 : Die Dunkle Bedrohung (George Lucas, USA 1999)
Zweiundzwanzig Jahre musste die Fans der Star Wars Saga warten. Die Erwartungen waren unglaublich hoch. So hoch, dass sie entweder nur hätten enttäuscht werden können oder aber uns das unglaublichste Erlebnis seitdem es Popcornkino gibt beschehren können. Ich selbst habe den Film 1999 bei der Deutschlandpremiere gesehen und jetzt da Episode III angelaufen ist, den ich auch schon bereits gesehen habe, mich dazu entschieden, alle sechs Teile zu sehen und versuchen sie zusammenhängend zu bewerten, wobei ich versuche schon zwischen alter (OT) und neuer (PT) Trilogie zu unterscheiden und nciht alles miteinander zu vergleichen, aber ganz ohne gehts halt nicht dass sich die Filme ja direkt aufeinander beziehen sollen.
Die Geschichte beginnt. Es wird ziemlich deutlich gezeigt wie der Senat der Republik, der für alle wichtigen Entscheidungen zuständig ist, sich eigentlich nur noch selbst blockiert und nicht mehr wirklich fähig ist, die Republik zu führen.
Dies führt dazu dass die Handelsförderation den Planeten Naboo besetzt, da sie mit keiner Bestrafung durch den Senat rechnet. Der Kanzler sendet zwei Jedi, Qui Gon Jin und seinen Schüler Obi Wan Kenobi, als Unterhändler aus, um die Lage vielleicht vor Ort zu klären, doch ihre Mission schlägt fehl.
Es gelingt ihnen zusammen mit der König von Naboo zu fliehen, doch bei dem Fluchtversuch wird ihr Raumschiff beschädigt, so dass sie auf dem Wüstenplaneten Tatooine Notlanden müssen, um ihr Raumschiff zu reparieren. Hier treffen lernen sie Anakin Skywalker kennen, der als Sklave auf diesem Planete ist und dem Schrotthändler Wattoo gehört. Qui Gon erkennt dass die Macht sehr stark in Anakin ist und er derjenige sein könnte, auf den eine alte Jediprophezeiung von dem Einen der die Macht ins Gleichgewicht bringt zutreffen könnte. Da er über kein Geld verfügt schlägt Qui Gon zwei Fliegen mit einer Klappe. Auf Tatooine sind Podrennen sehr beliebt und Anakin ist ein Pilot der sich einen eigenen Podracer gebaut hat. Wattoo ist Schrotthändler, der die fehlenden Teile für das Nabooraumschiff hat und besitzer von Anakin. Qui Gon überredet Watto Anakin für ihn fahren zu lassen. Falls er gewinnt bekommt er das Preisgeld und Qui Gon den Jungen sowie die fehlenden Teile, falls er verliert bekommt er das Nabooraumschiff. Ein Deal den er nicht Ausschlagen kann.

So gewinnt Anakin das Rennen und seine Freiheit. Hier treffen die Jedis zum ersten Mal auf Darth Maul, einen Sith. Schließlich können die Jedis und die Königin von Naboo nach Coruscant, dem Hauptplaneten der Republik fliegen, und die Königin Amidala kann ihr Anliegen dem Senat vortragen, währrend Qui Gon Anakin dem Rat der Jedi vorstellt und um Erlaubnis bittet, ihn ausbilden zu können, was der Rat jedoch ablehnt. Primär mit der Begrüdnung Anakin sei zu alt, sekundär aber auch weil sie spühren, dass er für die Dunkle Seite der Macht anfällig ist.
Der Senat beschließt Ausschüße einzuberufen und die Angelegenheit prüfen zu lassen, was Amidala natürlich nicht ausreicht. So stellt sie den Antrag einen neuen, mit Sonderrechten ausgestatteten Kanzler zu benennen. Ein Antrag, dem schließlich stattgegeben wird, doch die Königin ist bereits nach Naboo zurückgekehrt um dort zusammen mit den Gunganer die Besatzungsmächte zurückschlagen.
Als die Widerstandskämpfer in der Hauptstadt ankommen, treffen sie den dunklen Kämpfer von Tatooine wieder. Die Jedi trennen sich von den anderen, um es mit ihm aufzunehmen. Amidala und ihre Truppen dringen in den Palast ein. Dort lässt sie sich gefangen nehmen und den Vizekönig durch ein Double ablenken, sodass sie ihn gefangen nehmen kann. Unterdessen versteckt sich Anakin in einem Raumjäger-Cockpit und löst aus versehen den Autopiloten aus, der ihn in den Weltraum zum Kontrollschiff der Handelsföderation trägt. Durch Zufall und großes Glück gelingt es ihm, dieses zu zerstören und damit die Droidenarmee zu deaktivieren. Beim gleichzeitig stattfindendem Kampf der beiden Jedi mit dem dunklen Kämpfer stirbt Qui-Gon, doch sein Schüler Obi-Wan gewinnt den Kampf. Es stellt sich heraus, dass der dunkle Kämpfer ein Sith, ein Mitglied eines Gegen-Ordens der Jedi war, von dem man glaubte, dass er seit 1000 Jahren ausgestorben sei. Wegen seines Mutes im Kampf gegen den Sith erhält Obi-Wan den Rang des Jedi-Ritters und die Erlaubnis, Anakin Skywalker zu einem Jedi auszubilden.

Das Lichtschwertduell zwischen Qui Gon, Obi Wan und Darth Maul ist wohl der beste der gesamten Saga. Tempo, gute Choreographie und Summen der Lichtschwerter kommt einfach erst mit THX bzw. Dolby Surround erst so richtig zur Geltung. Gerade das doppelte Lichtschwert bzw. der Kampf mit zwei Lichtschwertern sind einfach sehr beeindruckend.

Das Podrennen ist ein weiterer Höhepunkt des Films. dem man seine Anleihen bei Ben Hur sehr deutlich anmerkt. Wobei ich dass eher als eine Würdigung dieses Films sehe, denn als Ideenklau. Die CGIs sind an und für sich gut gemacht und sehen meistens ziemlich real aus. Optisch und akkustisch einfach eine Wonne und es macht Spass zuzuehen wie Anakin Sebulba in den Arsch tritt.
Coruscant ist auch sehr eindrucksvoll dargestellt. Eine Stadt die einen ganzen Planeten bedeckt, die Architektur, der Senat, der Jeditempel, das weiß alles absolut zu überzeugen. Der Rat der Jedi ist eine coole Erfindung, gerade weil man hier Joda wiedersieht bzw. zum ersten Mal sieht. Kuckt man sich den Senat so an, so kann man ja mal versuchen zu schätzen, wieviele Planeten der Republik angehören.
Generell hat der Film wieder wenig Handlung, und sehr, sehr viel Action. Es hätte dem Film, und den folgenden zweien auch sicher gut getan 10 Minuten bei der Action zu kürzen und sie der Handlung zu Opfern. So kommt immer viel Handlung und vor allem viel ziemlich undurchsichtige Politik sehr kompimiert auf den Zuschauer zu und man versteht zwar worum es geht, aber warum eigentlich passiert was passiert, wird selten wirklich deutlich. Und dass es auch gute Dialoge geben kann, die Handlung erzählen und den Zuschauer auch wirklich erreichen zeigen die Gespräche zwischen Palpatine und Anakin in Episode III, leider gibt es in Episode I wenig vergleichbares.
Ein weiteres Problem ist dass es keinen wirklichen Spannungsbogen gibt. Das bisschen Handlung ist wie eben schon angesprochen einfach zu komprimiert um wirklich mitfiebern zu können. Man weiß zwar dass es irgendwie um die Rettung des Planeten Naboo geht, aber irgendwie ist einem das auch herzlich egal.

Einer der größten Kritikpunkte des Films ist die Figur Jar Jar Bings. Er ist einfach nur nervig und wenn man ihn komplett aus dem Film streichen würde, würde dem Film nichts fehlen im Gegenteil. Aber wie ich eben gerade festestellt habe ist es auch nicht sonderlich schwer ihn einfach zu ignorieren und sich damit gar nicht großartig von ihm stören zu lassen.
Etwas was Star Wars immer ausgemacht war der Kampf von Gut gegen Böse. Die Star Wars Welt war immer herrlich schwarz weiß, immer der Kampf Darth Vader gegen Luke Skywalker. Etwas ähnliches fehlt Episode I vollkommen. Es gibt zwar einen Helden Qui Gon Jin, bei dem das Identifizieren oder Mitfieber schwerfällt, eifnach aus dem Grund dass man weiß dass er später für die Saga keinerlei Bedeutung mehr hat. Das Böse gibt es so noch nicht. Es fehlt der Gegenpart. Was ja an und für sich sehr logisch und sehr klar ist, schließlich erzählt die PT ja wie dieses Böse, dass in der OT allgegenwärtig ist, entsteht. Aber nur die Tatsache dass es an und für sich logisch ist, macht die Atmosphäre des Films dadurch nicht besser. Gewiß gibt es da Darth Maul. Aber über den weiß man nichts wirkliches und er wirkt auch zu keiner Zeit wie der mächtige Sith vor dem sich die Jedis ernsthaft in acht nehmen müssen. Dazu ist er einfach nicht mächtig genug.
Die einzig wirkliche Identifikationsfigur ist R2D2. Er ist toll wie immer und war auch der erste im Kino, der Szenenapplaus bekommen hat. Doch seine Screentime ist viel zu kurz. Außerdem ist es auch nicht unbedingt wünschenswert, dass ein Androide diese Rolle übernimmt.
Der junge Anakin weiß zu überzeugen, der Schauspieler wurde gut gewählt. Man will irgendwie gar nicht glauben, dass dieser süße, gutherzige, kleine Junge später zum Inbegriff des Bösen werden soll.

Natalie Portman spielt ihre Rolle sehr gut und eindrucksvoll, wenn man daran denkt wie sie schauspielerisch im Laufe der PT degradiert wird, kann sie einem schon fast leid tun.
Liam Neeson liefert aus meiner Sicht schauspielerisch fast die beste Leistung des Films, ihn könnte man sich auch gut als Jedi neben Joda oder Obi Wan Kenobi vorstellen.
Ian McDamid bleibt hier im ersten Teil auch noch relativ blass, hat aber acuh sehr wenig Screentime. Man bekommt aber schon den Eindruck, dass er was ausheckt, gerade die letzte Szene ist da sehr stimmig gewählt. Der Schwenk auf ihn, während Joda redet, genial.
So eigentlich wollte ich noch mehr und eigentlich auch ganz was anderes schreiben, aber es ist schon 10 tage her dass ich diesen text verfasst habe, aber da ich mittlerweile neue filme gesehen habe, über dich schreiben möchte, poste ich das hier einfach mal und schreib bei der nächsten sichtung mehr.
Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass der Film klar hinter den Erwartungen zurückbleibt, er keinen klar defnierten Höhepunkt hat, Yar Yar Binks mehr als nervt, unter dem Strich aber dennoch ein guter, solider Science-Fictionfilm bleibt, mit einem der fetzigsten Lichtschwertduelle der gesamten Saga
Als Bewertung bleibt eine
6 / 10

















