Action &Christian Bale &Christopher Nolan &Comicverfilmung Benjamin on 20 Jun 2006
Batman begins (Christopher Nolan, USA 2005)
Batman. Ein Thema, dass nach vier Filmen, die kontinuierlich schlechter wurden, an und für sich ziemlich ausgelutscht ist. Doch was passiert, wenn man Christopher Nolan, der schon für Memento das Drehbuch geschrieben und Regie geführt hat, damit beauftragt das Drehbuch zu schreiben und Regie zu führen? Nun um es vorwegzunehmen, es kommt wieder ein kleines Filmjuwel dabei heraus. Ganz im Sinne der Tradition die von Sam Raimi in Spider Man begründet wurde, steht bei dem Film nciht stumpfe, platte Action im Vordergrund. Der Film nimmt sich sehr viel Zeit für seinen Hauptcharakter Bruce Wayne, erzählt die Hintergründe seiner Ängste, die Erlebnisse in der Jugend die ihn zu dem machen was er geworden ist und zeigt im Grunde seine komplette Entwicklung vom kleinen Jungen Bruce Wayne der miterlebt wie seine Eltern erschossen werden, bis zu dem Zeitpunkt an dem er seine Bestimmung erfüllt und zu Batman wird.

Der kleine Bruce Wayne muss miterleben wie nach einem Opernbesuch seine Eltern auf der Straße von einem Kleinkriminellen erschossen werden. Bruce gibt sich selbst die Schuld für dieses Unglück und das Gefühl der Rache wächst in ihm, zusammen mit einem unerbittlichen Hass auf alles Böse in der Welt. Die Suche nach einem Weg mit seinen Schuldgefühlen und Rachegelüsten führt ihn bis nach Südostasien, wo er das Verbrechen aus Seite der Schurken kennenlernt und es sich schließlich nachdem er selbst in Haft gerät zur Aufgabe macht, Kleinkriminelle im Knast zu verprügeln. Doch mitten in diesem Tiefpunkt tritt ein Mann der Mitglied der “Gemeinschaft der Schatten” ist in sein Leben. Er holt ihn aus dem Gefängnis und Bruce wird von der Gemeinschaft zur Ein-Mann-Kampfmaschine ausgebildet. Hier lernt er auch seine Ängste zu meisern und sich ihnen zu stellen. Als seine Ausbildung abgeschlossen ist, wird ihm die wahre Aufgabe der Gemeinschaft der Schatten offenbart. Diese Gemeinscahft hat es sich zur Aufgabe gemacht dafür zu Sorgen, dass jedes Imperium und jede Stadt auf dem Höhepunkt seiner Macht und Dekadenz untergeht. Und Gotham City ist genau so ein Moloch. Die schwächelnde Ökonomie sorgt für Elend und Armut in der Stadt, welche im Grunde durch Korruption und Erpressung in der Hand von Gangstern ist. Es wird von Bruce verlangt bei diesem Unterhaben teilzunehmen, doch dieser weigert sich, weil es nicht seinem Sinn von Gerechtigkeit entspricht.

Nach seiner Rückkehr nach GothamCity macht er sich zunächst eigenhändig normal mit Maske auf Verbrecher Jagd, doch bald stößt er auf Schätze die in der Waffenabteilung seines Unternehmens “Wayne Enterprises” brach liegen, weil ihre Produktionskosten zu hoch sind, und funktioniert sie für seine Zwecke an. Da Fledermäuse eine ureigene Angst aus seiner Kindheit sind, wählt er die Fledermaus als sein Symbol. Die Gimmicks sind ziemlich cool, sein Kampfanzug ist natürlich vom feinsten, das Batmobil ist im Grunde genommen ein etwas entschlackter Panzer mit Waffensystem und GPS und sein Umhang besteht aus einem Stoff der sich bei elektrischer Ladung versteift und somit auch gut zu Gleiten genutzt werden kann. Gut gemacht ist auch die Stimme, er spricht als Batman anders als Bruce. Für den nötigen Spassfaktor sorgt Alfred, der einige Sprüche bringt die zum einen absolut passend sind und auch für das ein oder andere herzhafte Lachen sorgen. Der Score stammt von Hans Zimmer hat damit gewohnt gute Qualität und da Batman nunmal ein Geschöpf der Nacht ist, hat der gesamte Film einen sehr düsteren Look, der sehr zur Atmosphäre beiträgt.

Im Grunde könnte man ganz viel zu dem Film schreiben. Man kann aber auch einfach etwas weniger schreiben und einfach sagen, dass es ein Film ist, der dem ausgelutschen Batman-Genre wieder neues Leben einhaucht, ein Film der 143 Minunten absolut zu unterhalten weiß, ein Film der nicht nur aus stumpfer Action besteht sondern auch viel Wert auf Charakterentwicklung legt, der einen sehr passenden Humor hat, bei dem aber auch die Action nicht zu kurz kommt. Ein Film, bei dem man währrend des Abspanns dasitzt und sich denkt “Geil, wann kommt der zweite Teil”. Und der kommt, wenn dasEeinspielergebnis passt sicher, der Joker lässt grüßen.
Von mir gibt es eine glatte 10/10