Biopic Benjamin on 03 Aug 2006 03:33 pm

Capote (Bennett Miller, USA, 2005)

Für die Darstellung des Trueman Capote erhielt Philip Seymour Hoffman, den man bisher eher als blassen Nebendarsteller in zahlreichen bekannten Filmen kennengelernt hat, den Oscar für die beste männliche Hauptrolle 2006. Und dies wahrhaft zurecht. Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit und Hoffman schafft es in einer überzeugenden Darstellung den Zuschauer glauben zu lassen, dass er wahrlich Capote sei.

Capote ist ein Homosexueller, der als Autor für die New York Times arbeitet. Er soll einen Artikel über einen Mord einer Familie in einem Dorf in Kansas verfassen.
Bei den Recherchen zu dem Artikel geht er so in dem Fall auf, dass er bald erkennt, dass der Stoff nicht für einen kurzen Artikel reicht, er nimmt sich vor, ein Buch über diesen Fall zu schreiben. Dieser Roman wäre einer der ersten nicht-fiktionalen Romane, die überhaupt geschrieben wurden.
Durch seine sehr eigenwillige, exentrische Art hat er Schwierigkeiten direkt mit den Bewohnern des Dorfes in Kontakt zu treten, dafür hat er eine Vetraute, Catherine Keener dabei.
Er selbst knüpft sehr schnell Kontakt zu den beiden in der Todeszelle sitzenden Mördern. Capote möchte mehr über die Charaktere und Hintergründe der beiden in Erfahrung bringen und den Menschen hinter dem Mörder zeigen. Dadurch entwickelt sich sehr schnell eine Freundschaft zwischen Capote und den beiden.
Er hilft ihnen, gute Anwälte zu finden in der Hoffnung auf erfolgreiche Berufungsverfahren. So bekommt er weiterhin Zeit, sein Buch zu schreiben und weiter zu recherchieren.
Sein Buch wird jedoch kein Ende finden, wenn die beiden nicht tatsächlich hingerichtet werden. So sitzt Capote in einer Zwickmühle in der sich zeigt, ob er eine wirkliche Freundschaft zu den beiden aufgebaut hat, oder ob ihm der Erfolg seines Buches wichtiger ist ….

8/10

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