Monthly Archive for "September 2006"



Disney &Zeichentrick Benjamin on 27 Sep 2006

Cars (John Lassater, USA 2006)

Nachdem es beim letzten Rennen um den „Piston Cup“ ein dreifaches Unentschieden gab, muss „Lightning McQueen“, ein sprechendes NASCAR-Auto, zu einem Entscheidungsrennen nach Los Angeles. Auf dem Weg wird er aber von seinem Transport-Truck getrennt. Er muss somit allein nach Kalifornien finden. Verwirrt und verängstigt landet er auf der Route 66 in „Radiator Springs“, wo er versehentlich die einzige Dorfstraße zerstört. Er wird dazu verurteilt, sie wieder zu reparieren.

Während er damit beschäftigt ist, freundet er sich mit Hook, dem Abschleppwagen, an. Außerdem verliebt er sich in Sally, einen Porsche. Sie erklärt ihm, wie Radiator Springs früher lebendig war, durch eine neue Interstate aber alle Kundschaft verloren hat und von der Landkarte verschwunden ist. Es kommt aber auch zum Konflikt mit Doc Hudson, der früher selbst ein berühmter Rennwagen war. Nach einem großen Unfall wurde er vom Rennzirkus nicht mehr akzeptiert, weshalb er Rennautos wie Lightning nur mit Verachtung betrachtet. Als die Straße fertig ist, hat sich Lightning mit allen Bewohnern des Dorfes angefreundet und möchte nicht mehr wirklich weg. Die Medien und sein Rennteam finden ihn aber plötzlich wieder, da Doc Hudson ihnen einen Tipp gegeben hat, und holen ihn ab zu dem großen Rennen.

Während des Rennens ist Lightning zuerst unkonzentriert und liegt zurück, da er immer wieder an Radiator Springs zurück denkt. Plötzlich stellt er aber fest, dass seine Freunde mit an der Box stehen und ihn anfeuern. Mit dieser Unterstützung geht er in Führung und ist dabei zu gewinnen, als sein Konkurrent „King“, für den dies das letzte Rennen vor dem Ruhestand ist, aus dem Rennen geworfen wird. Anstatt über die Ziellinie zu fahren und den Sieg für sich in Anspruch zu nehmen, hält Lightning an und schiebt den stark beschädigten King über die Ziellinie, damit er sein letztes Rennen beenden kann. So verliert er zwar den Piston Cup, gewinnt jedoch den Respekt aller anderen Autos.

Nachdem Lightning sein neues Rennhauptquartier in Radiator Springs eröffnet, wird auch der Ort wieder bekannt und beliebt.

Trivia:

* Der Arbeitstitel des Films lautete „Route 66“, wurde 2002 aber auf „Cars“ geändert, damit der Film nicht mit der gleichnamigen TV-Serie aus den 1960er Jahren verwechselt werden würde. Für die deutsche Fassung war ursprünglich „Cars – Autos wie wir“ vorgesehen, inzwischen wird er aber auch in Deutschland nur noch unter dem Originaltitel vermarktet.
* Lightning McQueen ist ausgestatt mit Lightyear-Buzzard-Reifen, eine Parodie auf Goodyear-Eagle-Reifen und auf Buzz Lightyear aus Toy Story
* Einige der Sponsorenaufkleber auf den Rennautos verweisen auf frühere Pixar-Projekte. So ist zum Beispiel die Zahl „2319“ auf einem Auto zu sehen. Diese Nummer war der Code der Kinderaufspüragentur aus Monster AG. Die Nummer „95“ von Lightning McQueen ist eine Anspielung auf das Erscheinungsjahr von Toy Story 1995. Die Nummer der Figur Chick Hicks ist „86“, erneut eine Anspielung auf ein Erscheinungsjahr eines Pixar-Kurzfilms, nämlich Luxo Jr..
* Bei der Überfahrt nach Kalifornien gibt es auf der Interstate einen Cameo-Auftritt der Vögel aus Pixar’s Kurzfilm For the Birds.
* Der Sponsor des Kings heißt Dinoco, die Tankstelle aus Toy Story.
* King ist eine Referenz auf dessen englischen Synchronsprecher Richard Petty, der als Rennfahrer ebenso genannt wurde und einen #43 Plymouth Superbird fuhr – im Film ist es ein #80 Plymouth.
* Ein Wagen wurde auf der Motorhaube mit einem Apple-Logo und der Nummer “84″ versehen, ein Hinweis auf den ersten Macintosh, der 1984 vorgestellt wurde.
* Die Handlung weist erstaunliche Übereinstimmung mit dem in den frühen 90ern gedrehten Film Doc Hollywood mit Michael J. Fox auf.
* Im Abspann laufen im Autokino von Radiator Springs Pixar-Filme mit Autos als Hauptfiguren

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Cars_%28Film%29

Meine persönliche Wertung: 6.5 / 10

Action &Fantasy &Martial Arts &Quentin Tarantino Benjamin on 10 Sep 2006

From Dusk Till Dawn (Robert Rodriguez, USA 2006)

Vor gut acht Jahren habe ich den Film das erste mal in der Schule gesehen. Natürlich nicht als Unterrichtsmaterial sondern in der elften Klasse, wo wir mehr Freistunden als Schule hatten und in unserem Klassenraum einen Fernseher + Videorekorder hatten. Das war meine erste Begegnung mit einem Film von Quentin Tarantino.
Zwar führt hier Robert Rodriguez Regie, aber der Film ist eine Gemeinschaftsarbeit von beiden, das Drehbuch schrieb Tarantino noch bevor er anfing selber Filme zu machen.
Vom sehen her könnte man meinen Tarantino hat den ersten und Rodriguez den zweiten Teil des Films umgesetzt. Der Film beginnt als klassischer Gangsterroadmovie, mit einer sehr gelungenen Anfangsequenz Marke Tarantino, der in diesem Film auch selbst mitspielt, er spielt den etwas zurückgebliebenen Richard Gecko, der Bruder von Seth Gecko, ein Gangstergeschwisterpaar, das von Texas aus versucht nach Mexiko zu fliehen und dabei eine Spur von Mord und Zerstörung hinter sich herzieht.
Nach dem Grenzübergang wollen sie sich am nächsten Morgen mit einem mexikanischen Gangsterboss treffen.
Die Nacht verbringen der Geckos zusammen mit den von ihnen gekidnappten Fullers im Titty Twister, einer Bar im mexikanischen nirgendwo. Wie sich herausstellt ist das Titty Twister eine Bar die von Vampiren betrieben wird, die ihren ahnungslosen Gästen buchstäblich das Blut aussaugen.

Der Film gliedert sich wirklich deutlich in zwei Teile. Bis zum Barbesuch ein Roadmovie, mutiert er nach Hayeks von “After Dark” begleiter Tanzszene zu einem waschechten Vampirsplatterfilm. Trotz dieser Zweiteilung funktioniert der Film. Qualitativ verliert der Film zwar, sobald er die Straße verlässt, und ich war damals bei der ersten Sichtung des Films auch eher irritiert als sich Hayek auf einmal in eine Vampirkönigin verwandelt hat, doch muss man dies einfach mit Humor sehen und Szene wie die Verwandlung von Sexmachine in einen Vampir sind auch durchaus lustig anzusehen.

Tarantino nimmt man den verrückten Richard absolut ab, solche Figuren kann er aus irgendwelchen Gründen sehr überzeugend spielen, und auch für Clooney war es meiner Meinung nach der erste Film, in dem er nicht einen Softie-Frauenschwarm spielt, sondern einen knallharten Gangster, der vor Gangstercoolness nur so trieft. Gute Sprüche und größtenteils auch wieder gelungene Filme bietet dieser Film, wenn gleich man keine Hohenflüge wie von anderen Tarantinofilmen erwarten darf. Höhenflug ist wahrlich die Tanzszene von Hayek, und auch der Song “After Dark”, mit dem Tito & Tarantula damals einen Riesenhit hatte, allerdings ging die eher mittelmäßige Band damals auch nach ihrem One Hit Wonder auch wieder ebensoschnell unter, wie sie aufgestiegen ist.

Die deutsche Fassung gibt es in mehreren Versionen, wer den Film nur aus dem Fernsehen kennt, dem dürften im schlimmsten Fall 18 Minuten Film fehlen, wovon allein 9 Minuten der Anfangsequenz gehören, die aus mir unerfindlichen Gründen komplett geschnitten wurde.
Ich weiß nicht wie dieser Film ohne diese 18 Minunten auch nur ansatzweise funktionieren kann, als erwachsener sollte man auf jeden Fall man an der Ladentheke nachfragen oder sich in der Videothek in der 18ner Abteilung umsehen, nur dort dürfte die indizierte 18ner Fassung zu erhalten sein.

Alles in allem auf jeden Fall ein sehr gelunger Road-Vampir-Trash-Splatter-Movie, mit starken Darstellern, einer gut tuenden Portion Tarantino und leider auch einer eher mittelmäßigen Portion Rodriguez. Ein typischer Film, den man nachts oder auf Parties nebenbei laufen lässt. Wer ihn noch nicht kennt, sollte ihn allerdings unbedingt sehen, schon allein, weil er zum Gesamtwerk Tarantinos zählt.

8 / 10

hollywood &Skuril &Steve Buscemi Benjamin on 09 Sep 2006

Living in Oblivion (Tom DiCillo, USA 1995)

Living in Oblivion ist zugleich Titel des Films als auch der Titel des Films, der im Film gedreht wird. Worum es genau geht, weiß eigentlich keiner. Gezeigt werden die Dreharbeiten zu drei Szenen aus Living in Oblivion. Obwohl in Wirklichkeit nur eine Szene gezeigt wird. Die anderen zwei sind Traumsequenzen. Oder auch nicht? Gekonnt werden verschiedene Zeit und Realitätsebenen durch schwarzweiß-Effekte coloriert. Es ist ein Film von Filmemachern, für Filmemachern.
Man darf bei allen möglichen Pannen die so währrend der Dreharbeiten passieren können dabei sein, vom vergessenen Text, über das Mikro das ins Bild hängt, die Alarmfunktion einer Armbanduhr die währrend einer Szene losgeht, bis hin zur verwirrten Mutter des Regisseurs, die auf einmal auf dem Set auftaucht.
Schauspieler sind eifersüchtig aufeinander, haben Affären miteinander, machen am Set laufend Fehler und begründen dies mit einer plötzlichen Eingebung wie man die Szene besser, dynamischer und kraftvoller gestalten könnte, so dass der Regisseur irgendwann zur Weißglut getrieben wird.
Ich selbst habe nur Theater gespielt und nie Filme gedreht, aber aus den dort gesammelten Erfahrungen kann ich mir sehr gut vorstellen, wie nah an der Wirklichkeit dieser Film wohl oftmals ist.
Zumal der Regisseur selbst schon lange im Filmgeschäft tätig ist, als Ausleuchter, Kameramann und auch vereinzelt in Regiearbeiten, so dass die Eindrücke wirklich aus erster Hand stammen.
Man wird auch nicht nur direkt mit den Empfindungen und Eindrücken einer Person konfrontiert, jeder kommt zum Zug, vom Regisseur, über den Kameramann, den Techniker, der die Technik nicht im Griff, über die Regieassistentin bis hin zum Fahrer. Das Ensemble besteht fast nur aus unbekannten Schauspieler, bis auf Steve Buscemi, was auch der Hauptgrund war, warum ich mir den Film aus der Videothek geholt habe.

Gerade für Filmliebhaber kann man für diesen Film eine unbedingte Empfehlung aussprechen, ein Film der durch ein wenig Propaganda sicherlich zu einem Kultfilm avancieren könnte, ein Filmjuwel ist er auf jeden Fall heute schon.

9 / 10

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