Action &Dakota Fanning &Denzel Washington &Rache Benjamin on 31 Mrz 2007
Mann unter Feuer (Tony Scott, USA 2004)
Denzel Washington ist John Creasy. Ehemaliger US-Militär, der schon viel erlebt hat und zahlreiche Menschen im Einsatz töten musste und heute nach seinem aktiven Dienst Probleme hat klar zu kommen und dem Alkohol verfallen ist. Er nimmt einen Job als Bodyguard für die junge Pita an, deren Eltern im Entführungsparadies Mexiko besorgt um die Sicherheit ihres kleinen Engels sind.
Der Film führt die Freundschaft zwischen den beiden liebevoll ein, Creasy tut zunächst alles um die Nähe zu Pita nicht zuzulassen, zum einen weil er angestellt wurde um sie zu beschüzen, nicht um ihr Freund zu sein, zum anderen möchte er auch einfach niemanden an sich heranlassen.
Doch kleine Kinder können sehr hartnäckig sein und so schafft es die kleine Pita schließlich doch Creasys Herz zu gewinnen und sie findet in ihm eine Vaterfigur die ihr leiblicher Vater ihr mangels Präsenz nie sein kann.
Doch die Bindung liegt unter dem Mantel der Bedrohung, deren Anspannung die ganze Zeit in der Luft liegt, was in einigen Szenen hervorragend in Szene gesetzt wird. Und schließlich passiert was passieren muss. Pita wird trotz des Einsatzes von Creasy entführt, welcher bei dem Einsatz lebensgefährlich verwundet wird.
Creasy hat sein ganzes Leben lang Leute verloren die ihm nahestanden, doch hier ist Schluß. Nachdem die Lösegeldübergabe schief geht wird Pita getötet und Creasy sieht rot. “Ich tue was ich am besten kann – töten” verspricht er Pitas Mutter und beginnt auf eigene Faust die Hintermänner dieser Entführung zu ermitteln und sich an ihnen in hervorragenden Actionsequenzen zu rächen, ein Mann unter Feuer.
Der Film funktioniert. Trotz Denzel Washington und wegen Dakota Fanning. Denzel Washington ist leider immer in den gleichen Rollen zu sehen, er ist immer Cop oder Exmilitär, so auch hier. Dementsprechend gleic Fallen seine Darstellungen auch immer aus, wobei sie sich wie der Oscar für Training Day beweit immer auf einem sehr hohen Niveau befinden. Wünschen wir ihm, dass er es im Alter noch schafft auch ma ein paar andere Charaktere darstellen zu dürfen / können. Der Film ist wirklich gut gemacht. Die Schauspieler sind wie scho erwähnt durchweg solide, auch die Bildkompositionen und Kamereinstellungen wissen zu gefallen. Begleitet wird dies von einem wunderbaren Score der starke Anleihen bei Hans Zimmer und Gladiator gemacht hat, was aber nicht schlechtes ist, lieber man bedient sich bei guten bzw. hervorragenden Vorbildern als bei schlechten. Die Story an sich bietet natürlich wenig Überraschungen. John Creasy ist prinzipiell als Charakter mit Hintergrund angelegt, so dass man ein wenig Tiefgang erwarten könnte, allerdings wird hier drauf im weiteren Filmverlauf nicht weiter eingegangen, wobei das wohl den Rahmen gesprengt hätte, da der Film 142 Minuten geht und eine längere Spieldauer nicht rechtfertigen würde.
Man on Fire ist ein Film, den man sicher nur einmal kucken wird und wohl auch sollte, da der Film nur von der Spannung seiner Geschichte lebt. Kennt man die, gibt einem der Film nicht viel. Kennt man sie noch nicht, erwarten einen mehr als zwei Stunden feinster Bodyguardaction von Actionspezialist Tony Scott.
7.5 / 10
