Episodenfilm &Geheimtipp &Paris &TopFilm Benjamin on 02 Apr 2007 04:50 am

Paris je t’aime (Joel Coen, Ethan Coen, Tom Tykwer, Sylvain Chomet, Alfonso Cuarón, Gérard Depardieu, Jean-Luc Godard, Vincenzo Natali, Alexander Payne, Walter Salles, Suwa Nobuhiro, Gus van Sant, Bruno Podalydès, Gurinder Chadha, Isabel Coixet, Olivier Assayas, Oliver Schmitz, Richard LaGravenese, Wes Craven, Frankreich 2006)


Paris je t’aime (Joel Coen, Ethan Coen, Tom Tykwer, Sylvain Chomet, Alfonso Cuarón, Gérard Depardieu, Jean-Luc Godard, Vincenzo Natali, Alexander Payne, Walter Salles, Suwa Nobuhiro, Gus van Sant, Bruno Podalydès, Gurinder Chadha, Isabel Coixet, Olivier Assayas, Oliver Schmitz, Richard LaGravenese, Wes Craven, Frankreich 2006)
Cinema Göttingen

Paris je t’aime ist ein wunderbares kleines Filmjuwel. 21 Regisseure haben sich zusammengefunden um 18 kleine Geschichten vor dem Hintergrund der Stadt der Liebe zu erzählen.
Bei der Masse an Geschichten bleibt jeder natürlich wenig Zeit für ihre volle Entfaltung, aber gerade das macht den Reiz aus. Was kann uns ein Regisseurin fünf Minuten vermitteln, wie sehr können einen solchen kurzen Momentaufnahmen gefangen nehmen.

Die Bandbreite der erzählten Geschichten ist riesig. Die meistens haben menschliche Schicksale und Begnungen zum Inhalt. Der werden surreale Geschichten aus Fernost, gefolgt von eine Vampirgeschichte aufgezogen im Stile Sin Cities. Aber auch die einfache oder eher unmögliche Parkplatzsuche im Herzen Paris’ ist Thema und man begegnet dem Geiste Oscars Wildes.

Alle Geschichten sind gut und viele bleiben auch hängen. Eindrucksvoll ist z.B. die siebte Geschichte “Bastille” von Isabel Coixet in der ein Ehemann sich mit seiner Frau in einem Bistro trifft. Er hat seit längerer Zeit eine junge geliebte und möchte seine Frau für sie verlassen, was uns in Rückblenden gezeigt wird. Als sie schließlich kommt und er ihr seinen Entschluß gerade mitteilen möchte fängt sie bitterlich an zu weinen. Er denkt sie ahnt was er ihr erzählen möchte, doch dann eröffnet sie ihm dass sie Krebs hat und vermutlich nicht mehr lange zu leben hat. Sofort wirft er all seine Pläne über den Haufen und beschließt die restliche Zeit die ihr noch bleibt bei ihr zu bleiben und ihr den Abschied so angenehm wie möglich zu machen. Auf Grund all der Mühe und Energie die er darin investiert seine Frau glauben zu machen wie sehr er sie liebt kehren seine Gefühle fürsie wieder zurück. Um so schmerzhafter ist der Verlust für ihn, als sie schließlich ihrer Krankheit erliegt.

Eindrucksvoll ist auch die Geschichte von Tom Tykwer, die von Thomas, einem blinden jungen Mann erzählt, dessen Freundin, Schauspielerin Francine (Natalie Portman) am Telefon mit ihm Schluß macht. Die folgenden fünf Minuten lässt er in Gedanken ihre Beziehung Revue passieren und sucht nach Gründen für das Ende. Doch der zweite Telefonanruf einen Tag später bringt eine unverhoffte Wendung.

Dieser Film erzählt so viele unterschiedliche Geschichten die gerade vor dem Hintergrunde der faszinierenden Metropole Paris funktionieren. Der Charme dieser Stadt kommt in jeder einzelnen Szene durch und betört den Zuschauer. Man muss sich einfach in diese Stadt verlieben.
Ich war vor fünf Jahren eine Woche in Paris und der Film hat viele Erinnerungen geweckt. Fest steht, wenn ich jemals im Lotto gewinnen werde, werde ich mir eine Wohnung in Paris anschaffen. Der Film schafft es voll und ganz das Flair dieser wundervollen Stadt zu vermitteln und sich ins Herzen des Zuschauers zu spielen. Unbedingt ankucken !

10 / 10

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