Al Pacino &Gangster &mafia &Marlon Brando Benjamin on 06 Apr 2007 04:32 am
Der Pate (Francis Ford Coppola, USA 1972)
Handlung
Don Vito Corleone, mächtigster Mafiaboss von New York City, lässt bitten: Zur Hochzeit seiner Tochter Connie richtet er ein opulentes Fest mit Hunderten von Gästen aus. Während diese im Garten tanzen, empfängt er im Hinterzimmer Freunde der „Familie“, die ihn um verschiedene Gefälligkeiten bitten. Halb New York steht schon in seiner Schuld.
Doch das Geschäft verändert sich, nach Kriegsende hält der Drogenhandel Einzug in den Alltag der Mafia. Don Vito wehrt sich gegen diesen seiner Meinung nach „schmutzigen“ Geschäftszweig und muss dafür fast mit dem Leben bezahlen: Killer der feindlichen Tattaglia-Familie schießen ihn auf offener Straße nieder. Während der Don sich nur langsam erholt, starten seine Söhne Sonny und Michael einen blutigen Rachefeldzug. Michael erschießt in diesem Zusammenhang den Drogenhändler Sollozzo und den korrupten Polizisten McClusky und muss nach Sizilien fliehen.
Im Land seiner Vorfahren findet der junge Mann eine Frau und heiratet, während seine Familie in Amerika um ihren Stand kämpft. Sein Vater ist zwar einigermaßen genesen, hat aber Mühe, seine Macht gegen die anderen Mafia-Familien zu behaupten. Die Corleones werden von einem Mitglied der Familie verraten: Ein Bombenanschlag, der Michael gilt, tötet dessen Frau. Sein Bruder Sonny wird in Amerika erschossen. Michael – als der jüngste der Corleone-Brüder, für den der alte Don eine bürgerliche Laufbahn geplant hatte – kehrt nach New York zurück und übernimmt die Geschäfte. Mit ungeahnter Brutalität holt Michael zum Rundumschlag gegen seine Feinde aus und verschont dabei auch nicht Mitglieder in seinem nächsten privaten Umfeld.
Meinung
Es ist erstaunlich dass es oft die Filme mit Überlänge sind die einen wirklich in seinen Bann ziehen. Und es gibt überraschend wenig Filme die trotz dieser Länge schlecht sind. So erzählt auch Der Pate in fast drei Stunden die Geschichte der Corleone-Familie ohne dabei auch nur eine Minute zulangweilen.
In der Internet Movie Data Base seit ewigen Zeiten auf Platz eins streiter er sich zusammen mit Casablanca um den Titel bester Film allerzeiten. Dementsprechend viel wurde schon über diesen Film geschrieben, so dass ich hier nichts schreiben kann, was für irgendwen neu sein könnte. Dieser Film ist auch in fast allen belangen perfekt, die Besetzung ist super, die Schauspieler liefern alle klasse Leistungen ab und die Geschichte entwickelt sich und man ahnt die Richtung aber der Film an sich bleibt immer unvorhersehbar.
Für solche Filme wurde das Kino gemacht. Für große Epen wie der Pate zusammen mit seinem zweiten Teil eines ist. Meiner Meinung nach lässt der Film Streifen wie Goodfellas oder Casino weit hinter sich. Für mich ist es defintiv nicht _der_ beste Film aller Zeiten, aber definitiv einer der besten Filme.
Erstaunlich ist, dass die ursprünglich von Coppola vorgelegte Fassung nur 126 Minuten lang war und das Studio auf eine längere Fassung mit mehr Szenen die Familie betreffenden bestanden hat, so dass die endgültige Fassung 50 Minuten länger war als der Director’s Cut.
Das ganze Drumherum um den Film ist auch recht interessant. Das Studio wollte zunächst Brando nicht, weil er als extrem problematisch galt und die Studioleitung war erst einverstanden, nachdem Brando ihnen eine Fertigstellungsgarantie gegeben hat. Nachdem man mit den ersten Probeaufnahmen nicht zufrieden war, gab es Überlegungen Coppola durch Elia Kazan zuersetzen, da man sich erhoffte, dass er besser mit dem problematischen Brando umgehen könnte, aber dieser kündigte an, seinen Vertrag zu kündigen, sollte Coppola entlassen werden.
10/10
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