Komödie &Robin Williams &Schwule Benjamin on 06 Apr 2007 04:56 am

The Birdcage. Ein Paradies für schrille Vögel (Mike Nichols, USA 1996)

Handlung (Wikipedia.de):
Val Goldman will Barbara Keely, die Tochter des konservativen Senators Kevin Keeley, heiraten. Der Senator steht derzeit unter Druck, da der Anführer der Gruppe der Politiker, der er sich angeschlossen hat, in einen Sexskandal verwickelt wurde. Als die Presse und dann seine Frau ihn unter Druck setzen, beginnt er die Hochzeit zu befürworten, da sie die traditionellen Werte symbolisieren und gut für das Image sein könnte.

Der Senator ahnt nicht, dass der Vater von Val, Armand Goldman, homosexuell ist, mit seinem Lebensgefährten Albert zusammenlebt und einen Nachtclub besitzt, in dem Albert als Travestiekünstler auftritt. Damit die Hochzeit nicht gefährdet wird, willigt Armand ein, beim Besuch des Senators und seiner Frau eine traditionelle Familie vorzutäuschen. Die Mutter von Val, Katherine Archer, wird gebeten, Armands Ehefrau zu spielen.

Da Katherine sich verspätet, verkleidet sich Albert als Frau und spielt Vals Mutter. Durch turbulente Zwischenfälle kommt die Wahrheit aber doch heraus. In der Zwischenzeit erfahren die Medien über den Besuch des Senators in der über dem Nachtklub gelegenen Wohnung. Die einzige Chance für Kevin Keeley unerkannt zu entkommen ist, sich selber als Transvestit zu verkleiden und unter die Gäste des Nachtklubs zu mischen. Der Plan gelingt, nicht einmal sein Fahrer kann ihn erkennen.

In der letzten Szene sieht man die Hochzeit von Val und Barbara, der genauso Armand und Albert wie auch Kevin Keeley und seine Frau beiwohnen.

Meinung
Endlich mal wieder eine Komödie die wirklich witzig ist. Die meisten Filme die man in der Videothek in der Rubrik Komödie findet verleiten eher höchstens mal zum Schmunzeln, selten aber wirklich zum Lachen. Nathan Lane in der Rolle des tuckigen Schwulen ist einfach zu köstlich. Dieser Film gehört in die Kategorie die schon recht lange in meinem DVD-Regal stehen, die ich aber nicht so wirklich sehen wollte, meistens weil mich der Film nicht angesprochen hat oder ich einfach dachte dass er schlecht bzw. langweilig ist. Aber irgendwann wird so ein Film dann doch gekuckt und immer wieder erlebt man wie in diesem Fall positive Überraschungen. Viel Witz entsteht einfach aus Situationskomik, aber auch der John Wayne im Tütü ist immer wieder für einen Lacher gut. Es ist lustig mit anzusehen wie Albert versucht als Mann aufzutreten nur um Schluß endlich die absolut perfekte Frau zu spielen. Robin Williams spielt nicht so überdreht wie sonst oft zu sehen sondern sehr zurückhaltend und kommt damit wesentlich überzeugender rüber und wirkt glaubhaft. Vor allem die schwule Art kommt bei ihm nur sehr latent durch und man merkt es ihm eigentlich nur an Kleinigkeiten an.
Geene Hackmanns Charakter Senator Kevin Keeley ist Sinnbild für einen großen Teil der amerikanischen Bevölkerung und spiegelt reale Ansichten der US-Politiker wieder, wobei die realen Politiker sich vermutlich nicht auf das amüsante Ende eingelassen hätten.
Der Film macht Spass und weiß zu unterhalten und die Charaktere sind alle absolut liebenswert. Eine ganz klare Empfehlung meinerseits für Leute die ihn noch nicht kennen.

8 / 10

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