Edward Norton &Matt Damon &Poker &Thriller Benjamin on 16 Jun 2007 10:22 pm
Rounders (John Dahl, USA 1998)
Wahrscheinliche dachte man 1998 noch, dass ein Film über Poker niemanden ins Kino locken kann. Nachdem der Pokerboom mittlerweile auch Deutschland erreicht hat, wäre der Film heute wohl ein Erfolg geworden. So ist der Film dann erst im letzten Jahr auf DVD in Deutschland erschienen und nach der gestrigen Pokerpartie war der Film natürlich die logische Konsequenz.
Der Film erzählt die Geschichte von Mike McDermont, welcher ein talentierter Pokerspieler ist und den Traum hat an der Weltmeisterschaft in Vegas teilzunehmen, aber bei einem Pokerspiel gegen den russichen Mafiosi Teddy KGB alles verliert, worauf er beschließt auszusteigen und sich seinem Studium zu widmen. Doch nach ein paar Monaten wird ein guter Freund von ihm, Lester, aus dem Knast entlassen, seines Zeichens ebenfalls Pokerspieler. Nach kurzer Zeit steckt Lester schon wieder in Schwierigkeiten, da er sich zum Spielen Geld geliehen hat, aber alles verspielt hat und es nicht zurückzahlen kann. So bürgt Mike für Lester. Die anfänglichen Versuche das Geld binnen der Frist von fünf Tagen verlaufen ganz gut und zwei drittel der Summe sind schon beschafft. Doch dann wird Lester beim Falschspielen erwischt und die zwei verlieren alles, worauf sich Lester verzieht und untertaucht. Mike leiht sich nochmals Geld und fordert Teddy nochmals zu einem Spiel heraus, in dem es um alles geht …
Edward Norton war einst mein Lieblingsschauspieler, aber seit Fight Club und American History X gab es keine wirklich tollen Filme mehr von ihm, und die liegen bald auch schon acht Jahre zurück. Matt Damon weiß hier überraschenderweise zu gefallen, wobei von großen Schauspielkünsten nicht viel zu merken ist, aber das ist auch kein Darstellerfilm, es ist ein Pokerfilm. Um so überraschender ist es, dass John Malkovich als russicher Mafiosi Teddy in diesem Film gar nicht so sehr nervt wie sonst immer, aber trotzdem wirkt er für mich in fast jedem seiner Filme wie ein Fremdkörper, schon seltsam. Aber wer Poker mag und freude an diesem Spiel hat, der wird sicher auch Freude an Rounders haben, der Film zeigt sehr deutlich, dass es beim Poker weniger auf die Karten ankommt, die man hat, sondern vielmehr auf die Fähigkeit, seine Mitspieler zu kennen und zu merken, wenn sie bluffen.
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