Monthly Archive for "Juni 2007"



Denzel Washington &Polizei &Thriller &Zeitreisen Benjamin on 20 Jun 2007

Deja Vu – Wettlauf gegen die Zeit (Tony Scott, USA 2006)

Trotz aller Vorbehalte die ich irgendwie gegen Denzel Washington und auch die meisten seiner Filme habe, muss man sagen, dass Deja Vu – Wettlauf gegen die Zeit ein erstklassiger Zeitreisethriller geworden ist.

Die Idee ist sogar mal relativ neu. Durch Zufall bei einigen physkalischen Experimenten ist es der US Regierung gelunge eine Maschine zu konstruieren, die genau 4 Tage und 6 Stunden in die Vergangeheit kucken kann. Immer genau 4 Tage und 6 Stunden, man kann nicht vorspulen, nicht zurückspulen und die gewonnen Daten nicht aufzeichnen, da die Datenmenge viel zu groß ist.

Nachdem in New Orleans eine Fähre Opfer eines terroristischen Anschlags wird, wird der AFT Agent Doug zu der entsprechenden Spezialeinheit hinzugezogen. Dank seiner Hilfe und seines tatkräftigen Einsatzes gelingt es den Täter ausfindig zu machen, wobei sie eine Möglichkeit finden, eine kleine Notiz in die Vergangenheit zu schicken. Doch trotzdem können sie die meisten der Ereignisse nicht aufhalten, aber schließlich gelingt es ihnen den Täter zu fassen. Zum Täter geführt hat sie ein Mordopfer, dass mit der Fähre in Zusammenhang stand. Diese Frau, Claire, beobachten sie in der Vergangenheit, und fassen durch ihn den Mörder. Damit ist der Fall für alle abgeschlossen.

Doch Doug kann sich nicht damit abfinden, dass Claire in der Vergangenheit sterben wird, und beschließt so, trotz des Risikos selbst dabei zu sterben, selbst mit Hilfe der Maschine in die Vergangenheit zu reisen, um zu versuchen Claire zu retten. Nachdem er dort Claire ausfindig gemacht hat, versucht er auch das Fährunglück in der Vergangenheit, die jetzt seine eigene Gegenwart geworden ist, zu verhindern. Doch alles was geschieht, folgt dem Muster das vor dem Anschlag zu beobachten war. Kann er das Unglück verhindern und Claire retten?

Ein wenig Spannung muss ja noch bleiben :-) Tony Scott hat hier wie eingangs schon erwähnt einen spannenden Zeitreisethriller geschaffen, der natürlich leider unter dem Problem aller Zeitreisefilme leidet, wenn man die Story bzw. die Zeitreiselogik versucht aufzuschlüsseln stößt man auf Widersprüche, Unmöglichkeiten, und fragt sich wie manche Dinge eigentlich passiert sein konnten / können, da sie ja passiert sind, bzw. nicht mehr passiert sind, aber dann doch noch passieren, und so weiter. Aber darüber sollte man sich einfach wenig Gedanken machen, zumal ja niemand etwas über die “realen” Auswirkungen von Zeitreisen sagen kann.
Denzel Washington spielt halt mal wieder einen Cop. Das kann er nun mittlerweile wohl im Schlaf und macht es natürlich gewohnt souverän. Ein gelungener Score verbunden mit schön abgefilmten Szenen schafft eine gelungene und passende Zeitreisethrilleratmosphäre.

Meiner Meinung nach ist Deja Vu trotz der Zeitreiselogikproblematik ein überdurchschnittlich guter und packender Thriller, bei dem sogar das bloße Zukucken beim Zukucken spannend ist. Definitive Empfehlung für einen Videoabend.

Drama &Familie &Komödie &Schwule Benjamin on 20 Jun 2007

Krass (Ryan Murphy, USA 2006)

Also die mit Abstand lustigste Szene ist die, in der der Doktor nachdem finanziellen Zusammenbrauch nach seinem morgentlichen Stuhlgang seine Familie aufgeregt herbeiruft und ihm sein Häufchen zeigt und in der Spirale die die Wasseroberfläche durchbricht ein Zeichen sieht und sein eigenes Leben auf diesen Haufen projeziert und ihn als Symbol für den eigenen Wiederaufstieg sieht, worauf er seine Frau bittet den Haufen vorsichttig mit einem Löffel aus der Toilette zu holen und in der Sonne zu trocknen um ihm einen Schrein zu errichten. Ja wir sollte da vielleicht künftig alle mal einen geaueren Blick drauf werfen, wer weiß was uns unsere Häufchen sagen können.

Davon ab hab ich gluabe ich schon selten nicht mehr einen so belanglosen, trivialen, unbedeutenden und langweiligen Film gesehen. Das einizg Interessante an diesem Film ist, dass er auf einer Biographie beruht.

 

Gezeigt bekommen wir die Geschichte des junge Augusten, dessen Eltern doch mehr als problematisch sind, der Vater ist Alkoholiker, die Mutter hält sich für eine Dichterin, die immerfort auf ihren Durchbruch wartet und so ganz nebenbei ein wenig nervenkrank ist. Nach der Trennung gibt seine Mutter ihn in die Obhut ihres Psychaters, dessen Familie er sich wohl in seinen Therapiesitzungen zusammengesucht hat, jeder ist auf seine Art verrückt und bald beginnt er seine Homosexualität zu entdecken und sie mit einem 35 jährigen Bekannten auszuleben.

In dieser mehr als merkwürdigen Familie wird er groß und es ist überraschend, dass er es selbst schafft relativ normal zu bleiben und sich dennoch in die Familie zu integrieren. Seine Mutter landet zwischendurch in der Klappsmühle, schafft dann aber doch ihren durchbruch und schafft es auch sich wieder ihrem Sohn anzunähern.

Trotz einiger Stars wie Gwyneth Paltrow oder Alec Baldwin und Brian Cox ist der Film kann der Filn nicht überzeugen. Er ist gewiss nicht gänzlich uninteressant, die Darsteller sind schließlich alle vom Fach und auch die Geschichte hat durchaus was, aber ohne es gelesen zu haben würde ich jedem das zugrunde liegende Buch dringen empfehlen

Darstellerfilm &Drama &John Travolta &Scarlett Johansson Benjamin on 18 Jun 2007

Lovesong für Bobby Long (Shainee Gabel, USA 2004)

Das Sehen von “Miss Daisy und ihr Chauffeur” hatte immerhin für sich dass ich jetzt die in doch recht vielen Filmen vorhandenen Anspielungen auf diesen Film verstehe wenn zwei Leute zusammen Autofahren.

A Lovesog for Bobby Long bringt Scarlett Johansson und John Travolta zusammen mit dem unbekannten Gabriel Macht in einem wunderbaren kleinen Darstellerfilm auf die Leinwand, der allein wegen Johansson ein wenig an Lost In Translation erinnert.

A Lovesong for Bobby Long erzählt eine berührende Geschichte. Purslane Hominy Will (Johansson) ist eine junge Highschoolabbrecherin, welche sich als Kellerin durschlägt, die in einem Trailerpark mit ihrem abgewrackten Freund Bobby wohnt. Ihr Mutter ist eine drogensüchtige Liedermacherin und Sängerin in New Orleans. Als Pursy von ihrem Tot erfährt, bricht sie auf nach New Orleans um an ihrer Beerdigung teilzunehmen, doch sie kommt zu spät. Im Haus ihrer Mutter findet sie den ehemaligen Litaturprofessor Bobby vor, der dort zusammen mit seinem ehemaligen Studenten Lawson lebt. Bobby ist nach dem Verlust seiner Familie alkoholabhängig geworden und Lawson gibt sich die Schuld am Ende von Bobbies Karriere, weswegen er sich schuldig fühlt und für Bobby da ist, wobei ihn diese Schuldgefühle ebenfalls in den Alkoholismus getrieben haben. Bobby und Lawson waren die engsten Freunde ihrer Mutter Lorraine und mit ihr zusammengewohnt haben. Ihr Haus hat sie den dreien zu gleichen Teilen vermacht.

So lernt Pursy Bobby und Lawson kennen, mit denen sie fortan das Haus teilt. Aus den Gegensätzen wird bald eine tiefe Freundschaft, die allerdings zerbricht also Pursy dahinter kommt, was Bobby und Lawson ihr seit fast einem Jahr verschweigen …

Jeder der Charaktere hat seine eigene Geschichte, seine eigenen Eigenarten, welchen von den Darstellern glaubhaft leben eingehaucht wird. Der Film ist in erster Linie ein Darstellerfilm, die erzählte Geschichte wird ruhig entfaltet. John Travolta kann in diesem Film als Charakterdarsteller voll überzeugen und zeigt, dass er mehr kann als nur mittelklassige Actionfilme und Komödien zu drehen. Scarlett Johansson liefert hier einmal mehr eine wundervolle Leistung ab und zeigt doch deutlich dass sie in ihrer Altersklasse eines der größten Nachwuchstalente ist, auch wenn sie leider für die Rolle der Pursy meiner Meinung nach zu alt, schon zu sehr Frau. Ein Jahr vorher in Lost in Translation wirkte sie noch mädchenhafter, was ihr in dieser Rolle sicher geholfen hätte. Der Film transportiert eine sehr stimmige und in Filmen selten zu findenden Atmosphäre, das schwüle, erdrückende Klimas der Südstaaten kommt dank einer mehr als gelungenen Kameraarbeit, zusammen mit einem ebenfalls minimalen, aber mehr als stimmigen Score, in diesem Film stimmt einfach vieles. Lediglich die Story an sich bietet wenig Überaschungen und ist doch sehr vorhersehbar, was aber nicht weiter stört, da man den Charakteren einfach gerne bei ihrem Zusammenspiel und ihrerer Entwicklung zusieht.

Für Fans sehr dichter, ruhiger, atmosphärischer Darstellerfilme ist dieser Film auf jeden Fall zu empfehlen, eine kleine Filmperle die leider trotz Staraufgebots vollkommen untergegangen ist und in nicht wirklich vielen Kinos lief.

China &Christian Bale &Drama &Steven Spielberg &Weltkrieg Benjamin on 18 Jun 2007

Das Reich der Sonne (Steven Spielberg, 1987)

Binnen 24 Stunden der zweite Spielberg und ich muss sagen seine alten Filme, gerade die der 80er gefallen mir viel besser als die meisten seiner neueren Werke. Das Reich der Sonne war mir bis heute vollkommen unbekannt, ich hab ihn einfach nur in der Videothek rumstehen sehen, gesehen dass es ein Film von Steven Spielberg ist und dann auf dem Covertext gelesen, dass Christian Bale als 13 jähriger mitspielt, da viel die Entscheidung den Film mitzunehmen natürlich nicht schwer, Christian Bale gehört ja bekanntermaßen zu meinen Lieblingsschauspielern, da ich einfach seine ganze Art, vor allem seinen Gesichtsausdruck und seine Augen sehr mag. Das sind wohl Dinge die sich im Laufe der Jahre auch nicht verändern und diesen Film kann er ohne Probleme locker tragen, wobei er mit 2 1/2 Stunden Spielzeit schon eher über die normale Filmlänge hinausgeht, wobei Spielberg ja einen Hang zu längeren Filmen hat. Der Film selbst ist seinerzeit vollkommen untergegangen und konnte mit einem Einspielergebnis von gerademal 22 Mio$ seine Produktionskosten von 38 Mio$ nicht wieder einspielen, was wahrscheinlich auf die starke Konkurrenz durch “Der letzte Kaiser” zurückzuführen, der im gleichen Jahr lief und eine ähnliche Geschichte hat.

Das Reich der Sonne erzählt die teils autobiographische Geschichte des 11 jährigen Charlie, der mit seinen Eltern in Shanghai wohnt. Sein Vater ist dort erfolgreicher Unternehmer und sie leben in einem Ortsteil, in dem sich keine Spuren von asiatischer Kultur finden, alles ist im europäischen Stil gebaut und es leben auch nur reiche Industrielle hier. Kontakt zur Bevölkerung haben sie nur durch ihre Haushälter oder wenn sie mit dem Wagen zu Veranstaltungen in die Stadt fahren.
Der Film spielt im Jahre 1941 und China befindet sich im Krieg mit Japan, die japanischen Besatzungstruppen können von den Chinesen nicht gestoppt werden und erreichen so auch bald Shanghai. Charlies Vater beschließt erst alles aufzugeben und zu fliehen als die Japaner schon in die Stadt einrücken. Ganz Shanghai ist auf den Beinen und man kann nur noch zu Fuß vorankommen. Im Gedränge wird Charlie von seinen Eltern getrennt und muss sich fortan alleine durchschlagen.
Der Film zeigt fortan wie sich der junge Charlie gegen alle Widerstände zu behaupten weiß und überlebt, bis er schließlich in einem Internierungslager landet, wo er lernt sich durchzusetzen und Geschäfte zu machen. Binnen kürzester Zeit entwächst Charlie der Kindheit, überspringt seine Jugend und wird zum Mann, wobei er sich immer ein Stück Kindheit behält. Es wird gezeigt wie Kinder den Krieg erleben, wie sie lernen sich anzupassen und trotz aller Ängste und Gräuel die sie erleben den Krieg auch immer als ein Abenteuer zu erleben.

Steven Spielberg schafft es in seinem zweiten ernsthafteren Film eine faszinierende Geschichte zu erzählen, die eine Atmosphäre erzeugt, welche einem sofort das Gefühl gibt Teil dieser Welt zu sein und man nimmt besonderen Anteil an Charlies Schicksal. Man kann nur hoffen dass Spielberg es in Zukunft wieder versteht sich auf seine ursprünglichen Qualitäten zu besinnen und dass er aufhört triviale Filme wie Terminal oder Catch Me If You Can zu drehen. Ihn zeichnet zwar einerseits diese geniale Mixtur aus, mal dreht er die größten Blockbuster der Filmgeschichte, dann wieder zutiefst emotionale anspruchsvolle Dramen, in den letzten 10 Jahren gab es aber keinen wirklich tiefgehenden Film mehr von ihm, auch wenn er sich mit München wieder in die richtige Richtung vorgewagt hat. Das Reich der Sonne zählt zumindest mit Die Farbe Lila zu seinen dramatischen Höhepunkten. Leider ein Film der nahezu unbekannt ist, den man aber durchaus gesehen haben sollte.

Drama &Rassimus &Steven Spielberg &Südstaaten &Whoppie Goldberg Benjamin on 18 Jun 2007

Die Farbe Lila (Steven Spielberg, USA 1985)

Beeindruckendes schwarzes Südstaatendrama, mit Whoppie Goldberg in ihrem ersten Kinofilm. Viele sagen Spielberg sei erst 1993 mit Schindler’s Liste seiner juvenilen Phase entronnen und hätte seinen ersten erwachsenen, ernsthaften Film gedreht, doch in Wirklichkeit hat er dies schon 1985 mit Die Farbe Lila getan.

Ein Drama über die Konflikte der Schwarzen mal aus einer anderen Perspektive. Nicht die Weißen sind hier die Bösen, auch wenn die sie betreffende Rassenproblematik natürlich auch eingangen, nein in diesem Drama bleibt die schwarze Bevölkerung der Südstaaten unter sich. Whoopie Goldberg spielt die junge Celie. Sie wird kurz nach dem Tot ihrer Mutter als junges Mädchen an den ebenfalls farbigen Johnson verheiratet, der nach dem Mord an seiner Frau einen Ersatz für seinen Haushalt und seine Kinder braucht. Vielmehr ist sie dann für ihn auch nicht, eine billige Arbeitskraft und Haushälterin, welche er nach Belieben schikaniert und demütigt. Er trennt sie von ihrer Schwester, dem wichtigsten Menschen in ihrem Leben und macht ihr fortan das Leben zur Hölle, schließlich holt er auch noch seine Geliebte die Jazzsängerin Shug Avery ins Haus, mit der sich Celine anfangs nicht versteht. Mit der Zeit entwickeln die beiden Frauen aber eine Freundschaft zueinander, die teilweise über das rein freundschaftliche hinausgeht. Schließlich lernt Celine dass sie sich wehren muss und beschließt, als Shug nach Chicago gehen will, ihren Mann zu verlassen, im letzten Moment verlässt sie dann aber doch der Mut.

Nach 14 Jahren kehrt Shug zurück und entdeckt im Briefkasten einen Brief an Celie von ihrer Schwester Nettie, die bei der Trennung versprochen hat, ihr immer zu schreiben solange sie lebt. Johnson hat Celie verboten den Briefkasten zu öffnen und scheinbar die Briefe all die Jahre immer abgefangen. Gemeinsam machen sich die beiden Frauen auf die Suchen nach den Briefen und entdecken sie schließlich in einem Versteck, woraufhin Celies Hass gegen ihren Peiniger überhand nimmt und sie ihn obwohl sie keine Perspektive im Leben hat verlässt.

Der Film greift verschiedene Themen auf, Inzest, lesbische Lieben, patriarchische Gewalt, Rassenkonflikte unter den Schwarzen auf, die es so vorher noch nicht zu sehen gibt. Whoppie Goldberg liefert für ihren ersten Film eine beeindruckende Leistung ab, für die sie auch gleich für einen Oscar nominiert wurde. Ein Film der ans Herz geht und einen zutiefst bewegt. Warum kann Spielberg nicht mehr solche Filme drehen? Dass er es kann hat er hier zum ersten Mal bewiesen.

Edward Norton &Matt Damon &Poker &Thriller Benjamin on 16 Jun 2007

Rounders (John Dahl, USA 1998)

Wahrscheinliche dachte man 1998 noch, dass ein Film über Poker niemanden ins Kino locken kann. Nachdem der Pokerboom mittlerweile auch Deutschland erreicht hat, wäre der Film heute wohl ein Erfolg geworden. So ist der Film dann erst im letzten Jahr auf DVD in Deutschland erschienen und nach der gestrigen Pokerpartie war der Film natürlich die logische Konsequenz.

Der Film erzählt die Geschichte von Mike McDermont, welcher ein talentierter Pokerspieler ist und den Traum hat an der Weltmeisterschaft in Vegas teilzunehmen, aber bei einem Pokerspiel gegen den russichen Mafiosi Teddy KGB alles verliert, worauf er beschließt auszusteigen und sich seinem Studium zu widmen. Doch nach ein paar Monaten wird ein guter Freund von ihm, Lester, aus dem Knast entlassen, seines Zeichens ebenfalls Pokerspieler. Nach kurzer Zeit steckt Lester schon wieder in Schwierigkeiten, da er sich zum Spielen Geld geliehen hat, aber alles verspielt hat und es nicht zurückzahlen kann. So bürgt Mike für Lester. Die anfänglichen Versuche das Geld binnen der Frist von fünf Tagen verlaufen ganz gut und zwei drittel der Summe sind schon beschafft. Doch dann wird Lester beim Falschspielen erwischt und die zwei verlieren alles, worauf sich Lester verzieht und untertaucht. Mike leiht sich nochmals Geld und fordert Teddy nochmals zu einem Spiel heraus, in dem es um alles geht …

Edward Norton war einst mein Lieblingsschauspieler, aber seit Fight Club und American History X gab es keine wirklich tollen Filme mehr von ihm, und die liegen bald auch schon acht Jahre zurück. Matt Damon weiß hier überraschenderweise zu gefallen, wobei von großen Schauspielkünsten nicht viel zu merken ist, aber das ist auch kein Darstellerfilm, es ist ein Pokerfilm. Um so überraschender ist es, dass John Malkovich als russicher Mafiosi Teddy in diesem Film gar nicht so sehr nervt wie sonst immer, aber trotzdem wirkt er für mich in fast jedem seiner Filme wie ein Fremdkörper, schon seltsam. Aber wer Poker mag und freude an diesem Spiel hat, der wird sicher auch Freude an Rounders haben, der Film zeigt sehr deutlich, dass es beim Poker weniger auf die Karten ankommt, die man hat, sondern vielmehr auf die Fähigkeit, seine Mitspieler zu kennen und zu merken, wenn sie bluffen.

Action &Martin Lawrence &Michael Bay &Polizei &Will Smith Benjamin on 16 Jun 2007

Bad Boys – Harte Jungs (Michael Bay, USA 1995)

An Bad Boys hat mir am meisten gefallen, dass er sich selbst nicht wirklich ernst nimmt. Wobei ich mich frage ob Michael Bay seine Filme absichtlich so gestaltet oder ob es einfach nur ein Nebenprodukt seiner Regiekunst ist. Will Smith ist hier in seiner ersten großen Rolle zusammen mit Martin Lawrence zu sehen. Smith ist erscheint hier schon so, wie er später wirklich werden wird: Ein Mann der in jeder Situation cool und lässig ist, und immer die Zügel in der Hand hat. Dieses Jahr erst ist er zum derzeit einflußreichsten und erfolgreichsten Schauspieler gewählt worden, da er in nahezu jeder Rolle einsetzbar ist und auch jede Zielgruppe ansprechen kann

In Bad Boys geben er und Martin Lawrence ein junges Drogenfahnderduo, bei denen man nie weiß ob sie sich jetzt lieben oder hassen. Ständig kabbeln sie sich und gehen sich auf die Nerven, aber sobald es ernst wird weiß jeder dass er auf den anderen zählen. Die Story ist erwartungsgemäß recht trivial, Tea Leonie ist die Augenzeugin eines Mordes, in den Gangster verwickelt sind, die Dank Polizeiinsiderinformationen eine gewaltige, sichergestellte Menge Drogen stehlen konnten. Ihre Freundin, die ermordet wurde, hatte ein spezielles verhältnis zu Mike (Smith), worauf sich Leonie entschließt sich von ihm, und nur vom ihm helfen und schützen zu lassen. Doch Mike fahndet grade extern, so dass sich Marcus (Lawrence) für Mike ausgiebt um ihr Vertrauen zu gewinnen.

Fortan ist der Film geprägt von den Ermittlungen der beiden Cops in dem Fall und das Spiel der vertauschten Rollen aufrecht zu erhalten, was zum einen Probleme mit Marcus Frau bringt, die eh schon mehr als genervt ist von der Problemen die der Job ihres Mannes für den Ehealltag mitbringt, zum anderen wird es mit der Zeit auch ein wenig nervig.

Es ist irgendwie ein typischer Bay-Film, kurzweilig, unterhaltsam, gut in Szene gesetzt, mit einem Score der dem Ambiente des Films entspricht. Unterhaltungskino ohne Tiefgang, also ein Film der in meine persönliche “Nachts um halb zwei” Kategorie fallen würde.

Geheimtipp &Romanze &TopFilm Benjamin on 15 Jun 2007

Before Sunset (Richard Linklater, USA 2004)

Before Sunrise war herrlich, wie ich weiter oben schon schrieb einer der schönsten Liebesfilme überhaupt. Und er hatte ein herrliches offenes Ende, jeder konnte sich selbst ausmalen wie und ob die Geschichte weitergeht.

Und jetzt eine Fortsetzung? Wieder nur Geldmacherei? Geht das? Darf man das?
Ja es geht wunderbar. Der Film wurde auch sicher nicht nur auf finanziellen Gründen gedreht, wobei man natürlich mit jedem Film Geld verdienen möchte, aber der erste Teil hat nicht wirklich viel Geld eingespielt, so dass die Fortsetzung nicht zwingend war.
Doch ich bin so dankbar dass es sie gibt.

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Diesen Beiden möchte man einfach stundenlang zu hören. Der Film fängt quasi so an wie der letzte aufhörte, die Plätze und Orte die die beiden besucht haben bzw. besuchen werden, werden eingeblendet.

Wieder fühlt man sich wie ein kleiner Voyeur. Man spührt sofort wieder die Verbindung zwischen beiden und fühlt dass sie absolut auf einer Wellenlänge sind. Und so unterhalten sie sich wieder. Zuerst versuchen sie sich in halbwegs erwachsenem Gerede, unterhalten sich über ihre Berufe, über Jesses Buch.
Zum Glück werden sie ziemlich schnell wieder so herrlich unverkrampft locker, wie noch im ersten Teil, doch gerade diese Lockerheit führt die beiden noch enger zusammen und sie stellen fest dass sie beide nicht dass Leben führen dass sie sich vorstellen. Jesse ist nicht glücklich in seiner Ehe und Celine hatte nur Pech bei Männern und hat Romantik aus ihrem Leben im wesentlichen ausgeblendet.
Beide verfolgt diese Nacht vor neun Jahren heute noch und sie erinnern sich besser an diese eine Nacht, als an manche Jahre seitdem oder davor.
Und wieder hat der Film ein herrlich offenes Ende.
Eigentlich will man keinen dritten Teil, weil man Angst hat, dass das Thema irgendwann wirklich ausgelutscht ist, andererseits kann man scih nicht vorstellen, dass es je langweilig wird, den beiden zuzuhören und wünscht sich einen dritten Teil, allein um dies noch ein drittes Mal tun zu können.

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Der Film ist gewissermaßen in echt Zeit gedreht. Wir sind in jeder Minute die die beiden sich sehen live dabei, was auch einmal dazu führt dass man sie schweigend durchs Treppenhaus begleitet, wobei diese Szene ähnlich süß ist, wie im ersten Teil die Hörkammer im Schallplattenladen.

Die beiden sind erwachsener geworden, reifer, aber auch beschwerter. Das unterscheidet den Film wesentlich vom ersten Teil. Es ist ein “mein Leben ist nicht was es sein sollte, und was wäre gewesen, wenn wir uns doch wiedergetroffen hätten”.
Dieses ganze Szenario rechtfertigt schon einen zweiten Teil, denn der erste Teil an sich wird noch einmal gehörig ausgewertet.
Hätte der erste Teil für sich gestanden hätte das ganze auch eine “male fantasy” sein können. “Triff eine Franzsösin, schlafe mit ihr, und flieg am nächsten Tag wieder nach Hause”. Eine schöne Nacht zwar, die beide bewegt hat, aber halt doch nur eine Nacht, die irgendwann wieder vergessen ist. Und Before Sunset zeigt, dass es etwas war, was beide wirklich verbunden hat, über Jahre hinweg, und dass diese eine Nacht in Wien, wirklich etwas besonderes, etwas lebensveränderndes war.
Das ganze unterstreicht der Song den Celine geschrieben hat, und den sie Jesse kurz vor Schluss auf sein Bitten hin vorspielt. Hier nocheinmal der Text:

Let me sing you a waltz
Out of nowhere, out of my thoughts
Let me sing you a waltz
About this one night stand

You were for me that night
Everything I always dreamt of in life
But now you’re gone
You are far gone
All the way to your island of rain

It was for you just a one night thing
But you were much more to me
Just so you know

I hear rumors about you
About all the bad things you do
But when we were together alone
You didn’t seem like a player at all

I don’t care what they say
I know what you meant for me that day
I just wanted another try
I just wanted another night
Even if it doesn’t seem quite right
You meant for me much more
Than anyone I’ve met before

One single night with you little Jesse
Is worth a thousand with anybody

I have no bitterness, my sweet
I’ll never forget this one night thing
Even tomorrow, another arms
My heart will stay yours until I die

Let me sing you a waltz
Out of nowhere, out of my blues
Let me sing you a waltz
About this lovely one night stand

IPB Bild

Ich weiß nicht ob der Film wirklich funktionieren kann, ohne den ersten Teil gesehen zu haben. Ich denke schon, allerdings wirkt der letzte Aspekt dann nicht so wirklich. Ich habe gestern Nacht beide Teile hintereinander gesehen und es war einfach schön.
Eine Fortsetzung, die im Prinzip das gleiche wie der erste Teil ist, aber doch so anders. Beide Filme sind großartig, beide Filme sind aber acuh irgendwo anders.
Und ebenso wie ich dem ersten Teil eine glatte 10 / 10 gegeben habe bekommt auch Before Sunset eine

Persönliche Wertung von 10 / 10

ScienceFiction Benjamin on 15 Jun 2007

Das schwarze Loch

Irgendwo im filmforum hab ich mal einen Beitrag zu diesem Film gelesen und mir ist in Erinnerung geblieben, dass er wohl ganz interessant war. Nachdem ich den Film nun gesehen habe, habe ich nochmal nachgelesen und der Autor hat in erster Linie Kindheitserinnerungen mit dem Film verbunden und fand ihn deswegen toll.

Na ja ich glaube den Film kann man auch nur als Kind wirklich toll finden. Es geht um einen Wissenschaftler, der seine Raumstation in unmittelbarer Nähe zu einem schwarzen Loch platziert hat, und dort schon seit Jahrzehnten forscht. Seine Crew ist nicht mehr am Leben und er bewohnt die riesige Raumstation zusammen mit einem Heer von Robotern. Ein vorbeifliegendes Raumschiff entdeckt die Station und möchte dem Wissenschaftler helfen, der sich in seinem eigenen Reich aber nur all zu wohl fühlt. Nach einiger Zeit entdecken die Raumfahrer das schreckliche Geheimnis der Station.

Also ja ich weiß gar nicht was ich groß zu dem Film schreiben soll … würde man nur den Score hören, so könnte man denken, es würde sich um einen großen, monumentalen Film mit gewaltigen Schlachten und einprägsamen Bildern handeln. Wenn man dann aber die Bilder zur dazugehörigen Musik sieht so ist da doch wenig großes dran, selbst für die damalige Zeit sind die Effekte absolut billig und acuh die Geschichte und Schauspieler … na ja … also “Das schwarze Loch” ist ein Film den man definitiv nicht gesehen haben muss und der ein klassisches Beispiel dafür ist, wie ein Science-Fiction Film nicht aussehen sollte

Anime &ScienceFiction Benjamin on 10 Jun 2007

Ghost In The Shell

Science Fiction Filme zeigen uns oft eine Möglichkeit, wie die Welt wohl in ein paar Jahrzehnten, Jahrhunderten oder Jahrtausenden aussehen könnte. Da sich die Menschheit selbst in dieser Zeit weiterentwickelt, allein auf technischem Gebiet, bietet Science Fiction die Möglichkeit sich mit der Entwicklung des Menschen selbst auseinanderzusetzen und dabei philosophische Fragen aufzugreifen und zu behandeln.
Der Film Ghost In The Shell (GITS) spielt in naher Zukunft in Japan, wo es möglich ist Menschen durch künstliche Implantate zu verbessern und so Cyborgs aus ihnen zu machen. Das reicht von verbesserten Augen über ausgetauschte Gliedmaße bis hin zum kompletten Ersatz des Körpers in dem nur noch das Gehirn vorhanden ist und sogar dieses kann durch Erweiterungen verbessert und leistungsfähiger gemacht werden.

So ergeht es der Agentin Kusanagi, die außer ihrem Gehirn komplett aus mechanischen Teilen besteht und viele Fragen aufwirft die ihre eigene Existenz betreffen. Wer gibt ihr die Sicherheit, dass sie menschlich ist? Ihr Gehirn hat sie wie die meisten anderen Menschen nie gesehen, ihre äußere Hülle ist mechanisch, worüber definiert sich das Menschsein? Der Puppet Master, ihr Gegenspieler erläutert, dass sich der Mensch über seine Erinnerungen definiert, da sie es sind die seine Persönlichkeit ausmachen. Er selbst ist nur ein Computerprogramm. Computer speichern Daten, gewissermaßen auch Erinnerungen. Er wurde nicht mal programmiert, sein Bewusstsein ist aus der Fülle an Daten und Informationen die im globalen Netzwerk vorhanden sind einfach selbst entstanden und er definiert sich selbst als Lebensform. Er transferiert sein Bewusstsein in einen Cyberkörper. Wo hört das Mensch sein auf, wo fängt es an? Ein Computerprogramm kann man abschalten, man kann es kopieren. Die menschliche DNS ist auch nur ein Programm aktiv um sich selbst zu kopieren und die Existenz eines jeden Lebewesens lässt sich im Grunde auf die Funktion des Tragens und Weitergeben der DNS reduzieren. Doch Computer können sich nur reproduzieren und nicht wie die menschliche DNS mit anderen DNS-Strängen verschmelzen und sich dadurch entwickeln. Daher trachtet der Puppet Master danach sein Bewusstsein mit dem von Kusanagi zu verschmelzen, um sich selbst zu reproduzieren und dabei zu entwickeln.

Im Zuge der technischen Entwicklung das dargestellte Szenario gar nicht mal in all zu weiter Ferne und die aufgeworfene Fragen über die Definition des Menschseins sein sind sicher interessant und regen durchaus zum Nachdenken an. Wobei der Film wirklich sehr philosophisch durchsetzt ist und noch wesentlich mehr Ansätze und Themen aufgreift als von mir dargestellt. Es ist eine von mir nach dem ca. fünften Sehen des Films aufgestellte Interpretation bzw. Deutung, nach weiteren Sichtungen die auf jeden Fall noch folgen werden, werden einzelne Aspekte sicherlich anders zusammenhängen und funktionieren und einzelne Szenen erscheinen wenn man sie anders mit dem Gesamtzusammenhang verknüpft sicher anders.

Mit Mangas und Animes konnte ich bisher sehr wenig anfangen, die paar Animes die man so ab und zu auf MTV sieht haben mich nie wirklich angesprochen, Chihiros Reise ins Zauberland und Prinzessin Mononoke waren aber auf jeden Fall sehr sehenswert und werden sicher demnächst nochmal näher in den Fokus der Betrachtung rücken. Ghost In The Shell hat mich schier umgehauen und ich würde ihn denke ich zurecht als einen der einflussreichsten und wichtigsten Science Fiction Filme der Neunziger bezeichnen der in vielerlei Aspekten andere folgende Werke maßgeblich beeinflusst hat, sowohl vom Grundthema und den aufgeworfenen Fragestellungen als auch über einzelne Szenen oder grundsätzliche visuelle Elemente des Films, so weiß man nach dem man Ghost In The Shell gesehen hat, woher die Wachowsky Brüder ihre Ideen und Inspirationen zu Matrix her hatten, angefangen von den grünen Zahlenkolonen die über den Bildschirm wandern, über die Anschlüsse am Körper, weiter zu den halb und vollautomatischen Waffen bis hin zu der Szene in der Eingangshalle wo ganze Pfeiler weggeschossen werden. Wer Matrix mochte wird Ghost In The Shell lieben.

Die Eingangs angesprochenen philosophischen Themen werden einem nicht grade auf dem Silbertablett serviert, sie werden vorwiegend von Kusanagi oder dem Puppet Master vorgetragen und dann meisten sehr geballt in einem Mono-, seltener einem Dialog, da heißt es schon Ohren spitzen und den Verstand aufwecken damit man dem Gesagten auch folgen kann, wobei auch oft Bezüge zu vorher unkommentierten Szenen die nur aus visuellen Eindrücken bestehen oder zu Ereignisse die man nicht unbedingt mit der aktuellen Szene in Verbindung bringt hergestellt werden. Das führt dazu dass man beim ersten Sehen nahezu überwältigt von der Fülle an Informationen und der Qualität dieses Films ist, er sich einem zwar absolut erschließt, man aber auch das Bedürfnis hat den Film schnellst möglichst nochmal zu sehen, was doch oftmals an sich schon ein Indiz für einen guten Film ist.

Doch nicht nur inhaltlich handelt es sich um einen überdurchschnittlichen Film, auch äußerlich hält der Film kritischer Überprüfung stand. Es ist ein Anime, damit ist natürlich keine Spur von irgendwelchen disneytypischen Knuddelcharakteren zu finden, wenn man mal von einem traurig die Brücke herabschauenden Hund absieht. Aber auch die sonst so typischen Animedarstellungen mit übergroßen Augen und extrem kurzen Röcken sucht man hier vergeblich. Die Megacity die den Schauplatz des Geschehens darstellt ist beeindruckend in Szene gesetzt worden, wirkt überaus lebendig, sie sorgt aber auch für das Gefühl der Größe, ein Moloch mit endlosen Häuserschluchten und fantastischen Lichterspielen bei Nacht. Die Stadt an sich bekommt manchmal minutenlang eigene Szenen gewidmet die mit einem absolut fantastischen Score unterlegt sind, der sich in seiner tollen Qualität durch den ganzen Film zieht und besonders die Höhepunkte des Films überaus gelungen in Szene setzt und dafür sorgt dass man fast das Gefühl hat von dem Film aufgesogen zu werden.

Ghost In The Shell ist sicherlich ein Highlight im Bereich der Animes, und kann dabei, wie in meinem Fall sogar Menschen die mit dieser Art Filmen vorher nicht wirklich etwas anfangen konnten durchaus begeistert und ich werde mir sicherlich noch weitere gute Animes wie z.B. Akira oder die Fortsetzung von Ghost In The Shell demnächst ansehen, da ich zugeben muss das ich diesen Stil wenn ihn eine gute Geschichte begleitet durchaus mag. Ich gehe mal davon aus dass jeder Animefan diesen Film eh schon kennt, aber auch Leuten die eher Filme zum Nachdenken oder mit philosophischen Hintergrund mögen und die bisher dachten nichts mit diesem Genre anfangen zu können sei dieser Film ans Herz gelohnt, es lohnt sich.

P.S.: Bin gerade bei der nächsten Sichtung des Films. Oben wurde ja erwähnt dass der Mensch sich über seine Erinnerungen definiert, ein Mensch der Erfahrungen nicht abspeichern würde, sondern immer nur im Jetzt leben würde, wäre wenig menschlich. Doch am Anfang des Films jagt die Abteilung Neun zu der Kusanagi gehört den Puppet Master da sie denken, dass es sich um einen menschlichen Hacker handelt. Doch sie erwischen immer nur Marionetten, Menschen, in deren Gehirn sich der Puppet Master gehackt hat und ihnen falsche Erinnerungen einprogrammiert hat, worauf hin sie Dinge tun, die dem Puppet Master nützlich sind. Hier entsteht dann thematisch ein Teufelskreis. Der Mensch definiert sich laut Film über Erinnerungen und Erfahrungen. Doch was wenn diese nur simuliert sind und der Mensch irgendwann feststellt, dass sein ganzes Leben eine Lüge und Illusion war und alle Erinnerungen falsch sind ….

Horror Benjamin on 09 Jun 2007

The Ring Two (Hideo Nakata, USA 2005)

Ich war überrascht das Ring Two wirklich eine direkte Fortsetzung des ersten Teils ist und sowohl von der Story her an den ersten Teil anknüpft und auch die Schauspieler noch die selben sind. In dem Genre gibt es ja oft die Gefahr dass Fortsetzungen mit anderen Schauspielern besetzt sind, und acuh die Geschichte nur lose an den Vorgänger anknüpft und man nur versucht sich des Titels des ersten Films zu bedienen, um nochmal Geld zu scheffeln.
Doch The Ring Two macht da weiter wo The Ring aufgehört hat. Rachel und Aidan sind aus der Großstadt weggezogen und wohnen jetzt ein einer kleinen idyllischen Vorstadt, ganz weit weg von den Ereignissen, die sie fast ihr Leben gekostet hätten.
Doch Emily ist ihnen gefolgt. Immer noch auf der Suche nach einer Mutter versucht sie Besitz von Aidan zu nehmen. Der Junge hat im ersten Teil schon wie ein Psyochpath gewirkt, doch jetzt ist er auch noch ein besessener Psychopath. In seiner Gegend geschehen merkwürdige Dinge und schließlich wird sogar Rachel verdächtigt, Gewalt gegen Aidan angewendet zu haben.

Sie besucht Evelyn in der Anstalt, die ihr sagt dass sie es nur beenden kann, wenn sie ihren Sohn tötet und damit Emily die Grundlage entzieht. Verzweifelt entschließt sie sich zu tun, was sie tun muss … doch kann sie es wirklich und hält dies Emily wirklich auf?

Wer die Story und Machart des ersten Teils mochte, der findet die Geschichte im Zweiten konsequent fortgeführt. Es ist nach wie vor mehr Mystery als Horror, aber Spannung ist auf jeden Fall enthalten. Für Genrefans und Fans des ersten Teils ist der Film durchaus zu empfehlen, wer mit dem ersten Teil eh schon nicht viel anfangen konnte, dem sei von dem Film abgeraten. Eine Kenntnis des ersten Teils halte ich für unabdinglich, daher sollte man auf jeden Fall zuerst The Ring gesehen haben, den ich persönlich übrigens wirklich gut und durchaus spannend und unterhaltsam fand.

David Fincher &Polizei &Thriller Benjamin on 09 Jun 2007

Zodiac – Die Spur des Killers (David Fincher, USA 2007)

Der Film erzählt die Geschichte rund um den Fall Zodiac. Zodiac ist ein Serienkiller, der von 1969 bis 1970 nachweislich fünf Morde begangen hat und sich in nachfolgenden Briefen zu 37 weiteren Morden bekannt hat, welche ihm aber nicht eindeutig zugeordnet werden konnten.
Der Fall beschäftigte die Polizei über Jahrzehnte, es gab zwar danach keine Morde mehr, nach ein paar Jahren folgten lediglich ein paar weitere Briefe, doch endgültig geschlossen wurde die Akte erst in diesem Jahrtausend, nachdem der Hauptverdächtige 1992 vor seinem Prozeß an einem Herzinfarkt starb.
Nach seinen ersten fünf Morden schreibt Zodiac in einem seiner Briefe dass die Polizei eh zu dämlich ist um ihn zu schnappen und dass er deswegen künftige Morde wie gewöhnliche Morde oder Unfälle aussehen lassen wird, was vermutlich mit ein Grund für das häufige Öffnen der Akte gewesen sein wird, da man immer noch befürchten musste, dass Zodiac unbemerkt wieder zuschlägt. Doch mit der Zeit gerät der Fall in Vergessenheit. Alle Spuren die zur Identität des Mörders führen könnten verlaufen sich im Sand, und nachdem die Briefe aufhören werden auch die Ermittlungen eingestellt.
Doch ein Mann ist von dem Fall besessen. Robert Graysmith arbeitete zu Beginn der Mordserie als Karikaturist beim San Francisco Chronicle, einer von drei Zeitungen, zu denen Zodiac Briefe mit einer Seite voll von Zeichen und Symbole geschickt hat, der Code, der laut ihm seine Identität preisgeben soll. Mit der Zeit verrennt er sich in den Fall und denkt dass er Zodiac überführen könne. Lange nach dem die Ermittlungen eingestellt wurden, stellt er immer noch Nachforschungen an, wobei er Unterstützung durch ehemals an dem Fall arbeitende Polizeibeamte erhält, die die Hoffnung haben, durch ihn vielleicht doch noch dem Täter auf die Spur zu kommen.
Und wer finden will, der wird auch fündig, doch immer wieder stellen sich die von ihm gefundenen Zusammenhänge die auf den ersten Blick richtig erscheinen als falsch heraus. Er ist so besessen von dem Fall dass ihn zurest seine Frau verlässt und er später seine Arbeit verliert.
Schließlich verfasst er ein Buch über den Fall das auch Grundlage des Films ist.
Der Film und der Fall weisen zahlreiche Parallelen auf. So ist der Film die ganzen 153 Minuten über spannend und unterhaltsam, obwohl außer den Morden am anfang relativ wenig auf der Actionseite passiert, die Ermittlungen gehen voran, versanden, wir sehen wie Graysmith den Fall inoffiziell übernimmt, wie der Fall ihn übernimmt und bekommen viele Ansätze und Verdächtige vorgesetzt, doch am Ende verliert sich der Fall im Sand bzw. der Verdächtige stirbt, wobei seine DNA Spuren nicht mit denen der Briefe übereinstimmen. Der Fall bleibt ungelöst.
Und trotzdem hat man das Gefühl einen sehr guten Film gesehen zu haben. Ein Kunststück das wohl nur ein David Fincher fertig bringen kann, der es geschafft hat, den spannenden langweiligen Film zu erfinden, wie es neulich mal ein Radioreporter bezeichnet hat, wobei der Film wie gesagt nie wirklich langweilig wird, die Frage nach dem Mörder beschäftigt auch den Zuschauer und die Schauspieler machen ihre Sache erstklassig und tragen mit dazu bei, dass man als Zuschauer immer mitfiebert und wissen möchte wie es weitergeht.
Finchertypische Kamerasequenzen gibt es leider nur sehr wenige, aber es gibt sie, besonders erwähnenswert ist die von oben gefilmte Autofahrt wobei die Kamera dem Auto folgt als wäre sie 50 Meter über ihr Montiert so dass das Auto quasi immer im Bildmittelpunkt bleibt und sich nur die Straße bewegt und dreht, eine ähnliche Sequenz gibt es nochmal aus der Vogelperspektive auf der Golden Gate Bridge.
Wer jetzt nicht unbedingt viel Action in einem Film braucht und wer auch mal mit einem hollywooduntypischen Ende leben kann, und wenn man sowieso eh David Fincher Fan ist, was unbewußt wohl jeder von uns sein dürfte, dem kann man diesen Film auf jeden Fall empfehlen. Man weiß zwar hinterher anfangs nicht so wirklich was man jetzt davon halten soll, da grade das Ende halt … na ja das Ende transportiert sehr gut dass Gefühl dass die Beamten und der Reporter die in diesem Fall ermittelt haben gefühlt haben müssen, eine gewisse Unbefriedigtheit, obwohl man doch eigentlich immer dachte so kurz vor des Rätsels Lösung gewesen zu sein. Wir hatten dennoch hinterher alle drei das Gefühl einen richtig guten Film gesehen zu haben. Daumen hoch Mr. Fincher man ist sehr gespannt womit er uns das nächste Mal überraschen wird

Horror &Komödie Benjamin on 06 Jun 2007

Shaun Of The Dead (Edgar Wright, Großbritannien 2004)

Nachdem vor zwei Tagen Hot Fuzz in der Sneak lief und ich Shaun Of The Dead noch nicht gesehen hatte musste ich diesen Zustand natürlich umgehend ändern. Es ist natürlich ein Unterschied ob man eine Komödie in einer Sneak in einem vollen Kino sieht oder ob man eine Komödie müde alleine zu Hause sieht. Aber nichtsdestotrotz bleibt festzuhalten dass Shaun Of The Dead eine sehr gelungene Anitzombiekomödie ist, mit vielen zahlreichen wirklich gelungenen Szenen. Die ganzen Anspielungen die Hot Fuzz eigentlich auf Shaun Of The Dead enthält wirken bei mir natürlich nun genau andersrum, ähnlich war es damals mit Austin Powers, wo ich zuerst den zweiten Teil bei uns im Kino und den ersten dann ein paar Abende auf nem Videoabend gesehen haben.
Shaun Of The Dead macht anleihen bei allen möglichen Zombiefilmen, am präsentesten natürlich bei 28 Days Later, was auch am Ende für einige sehr lustige TV-Zapping-Momente sorgt, ein halbes Jahr nach der Katastrophe konnten die Epidemie eingedämmt werden und die Zombies werden als Einkaufswagenschieber oder in lustigen Spielshows eingesetzt.
Alles in allem eine recht gelungene, kurzweilige Komödie, wobei ich sagen muss dass die Hot Fuzz um Längen besser ist, einfach deutlich lustiger und die Geschichte ist mehr in die Komödie integriert, zum anderen ist der Humor deutlich schwärzer, wobei Shaun Of The Dead auch einige sehr schwarze Momente hat. Bin schon sehr gespannt auf den nächsten Film von dem Team.

Afrika &Drama &Meryl Streep Benjamin on 06 Jun 2007

Jenseits von Afrika (Sydney Pollack, USA 1985)

Wieder so ein Film welcher das oben beschriebene Phänomen auslöst. Beim Sehen irgendwie nicht langweilig, aber auch nicht so wirklich fesselnd, im Nachhinein wirkt er aber doch stark nach. Diese Nachwirkung wird an seiner Vielschichtigkeit liegen, die einfach da ist, ohne groß inszeniert zu wirken und sich deswegen dem Zuschauer nicht aufdrückt so dass man sie kaum bewußt als Element des Filmes wahrnimmt.
Out of Africa liefert zum einen wunderschöne Landschaftsaufnahmen Afrikas, speziell Kenias, falls der Film auch wirklich dort gedreht wurde, kombiniert mit einem malerischen Score der die Bilder nochmal zusätzlich untermalt. Meryl Streep mag ich eigentlich, aber in den Film wirkt sie irgendwie nicht. Ursprünglich sollte ihre Rolle mit Audrey Hepburn besetzt werden, die ca. 20 Jahre älter ist als Streep. Streep passt zwar vom Alter her besser, Hepburn hätte aber evtl. besser in den Film an sich gepasst. Robert Redford passt wunderbar in die ihm zugedachte Rolle. Die Romanze der beiden ist von Problemen belastet, bei denen man beide Seiten nachvollziehen kann. Karen (Streep) möchte einen Mann für sich, der ihr treu ist und bei dem sie keine Angst haben muss, dass sie ihn an einen anderen verliert. Dank ihres Ehemanns ist sie an Syphyllis erkrankt welche er sich wohl von einer seiner zahlreichen Affären eingefangen hat. Redfords Charakter Denys hingegen liebt Kate aber auch seine Freiheit und er ist nicht bereit auf das eine Zugunsten des anderen zu verzichten.
Karen selbst ist Farmerin und betreibt eine Kaffeefarm in Kenia. Auf ihrem 800 Hektar großen Land lebt ein eingeborenen Stamm, welchen sie dort leben lässt und um den sie sehr besorgt ist.

Wenn man Filme sieht die sich mit dem heutigen Afrika beschäftigen dann wünscht man sich für Afrika dass wieder Verhältnisse einkehren, wie sie zu Zeiten von Out of Africa, also zu anfang des 20. Jahrhunderts herrschten. Afrika war sicher damals schon arm, aber das war den Leuten relativ egal, da sie sich nicht arm gefühlt haben. Sie lebten ihr traditionelles Leben und haben die weißen einfach als unwissende Fremde gesehen, die an einem Ort waren an den sie nicht hingehören. Von Bürger- und Stammeskriegen die zum Verlegen von 100 Millionenlandminen und Streitereien über Erdölreserven führen ist noch keine Spur zu sehen. Alles ist noch sehr ruhig und friedlich, aber die Weißen wirken schon Massiv auf die Aufenthalts- und Besitzrechte der Eingeborenen ein, sie haben praktisch keine und werden auf dem Land der weißen Herren höchstens geduldet, in den meisten Fällen aber in Reservate vertrieben. So ist Out of Africa sowohl ein politisches als auch ein soziologisches Portät der Zustände in Afrika anfang des 20. Jahrhunderts, wenn diese Konflikte in der Handlung selbst eher eine untergeordnete Rolle spielen.

Der Film ist durchaus autobiographisch da er auf wahren Begebenheiten beruht, obwohl sich der Film teilweise doch sehr weit davon entfernt. So wurde die Beziehung der beiden nicht wie im Film dargestellt beendet, sondern durch eine einfache Entfremdung zwischen Kate und dem bisxuellen Denys, der sich erst nach dem Tod seines Freundes voll auf Kate konzentriert hat. Auch war der Brand nicht die Ursache für das Ende der Farm. Nach dem Feuer wurde die Farm wieder aufgebaut und noch über ein Jahrzehnt weiterbetrieben, allerdings folgte Mißernte auf Mißernte, so dass Kate sie schließlich aufgeben musste. Wobei diese Abweichungen natürlich nur relevant sind wenn man die Orginalgeschichte kennt, dem Filmgenuß an sich tun sie keinen Abbruch.

Was bleibt als Fazit? Durchaus ein guter Film mit dem ich mittlerweile deutlich mehr anfangen kann als ich es noch vor zehn Jahren getan hätte, ob er mein Film des Jahres 1985 geworden wäre kann ich erst sagen wenn ich Die Farbe Lila gesehen habe. Auf jeden Fall ein Film den man allen Afrikaliebhabern ans Herz legen kann, liefert er doch ein Portät des Kontinents ab in dem es ihm sicherlich deutlich besser ging als heute. Die Bezeichnung Frauenfilm finde ich eigentlich recht blöd da ich mittlerweile doch sehr viele Filme mag die ich selbst früher als Frauenfilme bezeichnet habe, aber bei Out of Africa ist dies weiterhin der Fall. Wobei ich damit Männern die den Film sehr mögen nicht zu nahe treten möchte, vielleicht erschließt sich seine Faszination mir selbst in ein paar Jahren ja auch. Es ist an und für sich wie gesagt ein toller Film, dessen einziger Schwachpunkt für mich eigentlich Meryl Streep ist.

Drama &Gericht Benjamin on 05 Jun 2007

Wer die Nachtigall stört (Robert Mulligan, USA 1962)

To Kill A Mockingbird … der Film mit dem lustigen Namen taucht in zahlreichen Filmlisten ziemlich weit oben auf und wird auch oft als einer der zentralen Filme zum Thema Rassismus dargestellt und nach dem mehr als enttäuschenden Miss Daisy und ihr Chauffeur war ich sehr begierig auf einen guten Film zu dem Thema.
Man muss To Kill A Mockingbird wohl insbesondere im Kontext der Zeit sehen in der er enstanden ist. Im Jahre 1962 war diese enorm ausgeprägte Form des Rassismus im Süden der USA nicht viel weniger ausgeprägt als in den 30er Jahren, in denen der Film spielt und für uns heute, für mich zumindest, sind die Werte für die Atticus Finch einsteht eine absolute Selbstverständlichkeit, zur damaligen aber nicht.
Atticus Finch lebt zusammen mit seinen beiden Kindern in einer Kleinstadt im Süden der USA. Seit dem Tot seiner Frau ist er alleinerziehend und arbeitet als Anwalt und Abgeordneter. Der Film wird weitestgehend aus Sicht seiner Kinder dargestellt und setzt sich somit auch ein wenig mit der Kindheit an sich, dem Größer werden, den Phantasien in die sich Kinder flüchten, aber auch mit den Schwierigkeiten Kindern die richtigen moralischen Werte mit auf den Weg zu geben auseinander.
Nach einer sehr langen Einführung wird Atticus Finch zum Pflichtverteidiger für den schwarzen Farmarbeiter Tom Robinsons berufen. Robinsons wird vorgeworfen eine weiße Frau vergewaltigt zu haben. In dem stattfindenden Prozeß kann Finch mit Leichtigkeit beweisen dass Robbinson unmöglich der Täter sein konnte und dass die Frau mit hoher Wahrscheinlichkeit von ihrem Vater bedrängt wurde.

Doch der Fall hat als einzige Beweise die Aussagen vom Robbinson und der weißen Frau sowie die ihres Vaters. Die Geschworenen bestehen nur aus weißen Männer und es gilt das ungeschriebene Gesetz dass man der Aussage eines Schwarzen nicht glaubt wenn sie ohne weitere Beweise gegen die eines weißen steht, egal wie eindeutig die Beweislage ist.
Somit wird Robbinson schuldig gesprochen und schließlich bei einem Fluchtversuch erschosFsen.
Die Einwohner seiner Gemeinde nehme es Atticus Finch sehr übel dass er sich auf die Seite der Schwarzen geschlagen hat und im Prozess den Vater bloßgestellt hat.
So werden er und seine Kinder fortan Opfer von Anfeindungen und eines Nachts werden die beiden Kinder sogar direkt vom Vater der “vergewaltigten” Frau bedroht, wobei er in Folge des Gerangels ums Leben kommt, wobei dieses tragische Ereignis als Unfall dargestellt wird, um nicht noch mehr unnötigen Aufruhr zu verursachen.

Für meine Begriffe ist der Anfang des Filmes mindestens 20 Minuten zu lang, das ist aber auch das einzige was man wirklich aussetzen kann, wobei ich mir sicher bin, dass es bessere Filme gibt die sich mit dem Thema Rassismus auseinandersetzen. Als Gerichtsfilm kann man den Film auch nicht wirklich ansehen, dafür sind die Szenen im Gericht doch zu kurz, wobei sie zu den deutlich bewegesten Momenten im Film gehören.
Allerdings habe ich in den letzten Tage ja recht viele Filme gesehen und habe bei sehr vielen, wie z.B. dem letzten Kaiser festgestellt, dass sie mich direkt beim Sehen nicht unbedingt so intensiv angesprochen haben, ihre Nachwirkung dafür aber um so stärker war. Diese Nachwirkung bei Filmen finde ich immer sehr wichtig, wenn ein Film noch präsent ist, wenn er schon lange aus ist und einen Szenen und Inhalte noch im Kopf rumschwirren dann hat ein Film oftmals mehr erreicht als ein Film den man z.B. im Kino beim Sehen noch total toll findet, man ihn aber hinterher wenn man sich eigentlich mal wirklich mit dem Inhalt auseinandersetzt doch ziemlich blöd findet, wie es bei mir etwa zu Letzt bei Pans Labyrinth der Fall war.

Im zeitgeschichtlichen Kontext seiner Zeit ein herausragender Film mit einem sehr guten Gregory Peck, der aber in der heutigen Zeit seine Wirkung zumindest auf mich nicht mehr voll entfallen kann. Wen aber interessiert warum der Film in allen Listen soweit oben auftaucht der sollte ihn sich unbedingt ansehen

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