Uncategorized Benjamin on 19 Aug 2007 07:28 pm
Contact (Robert Zemeckis, USA 1997)
Contact ist ein Science Fiction Film der anderen Art. Die Suche nach außerirdischem Leben hat Erfolg. Die Wissenschaftlerin Ellie (Jodie Foster) entdeckt ein Signal aus einem wenige Lichtjahre entfernten Sonnensystem. Zunächst kann eine Folge von Primzahlen entschlüsselt werden, schließlich entdeckt man ein Fernsehsignal, dass die ersten von der Menscheit ins All abgestrahlten Signale zeigt (die Eröffnungsrede der Olympiade 1936), in welchem schließlich die Bauanleitung für eine gigantische Maschine ausfindig gemacht werden kann. Schließlich tritt Ellie die Reise ins Ungewisse an.
Der Film hat neben der Faszination für die Wissenschaft den Konflikt zwischen Religion und Wissenschaft als Thema. Ellie ist durch und durch Wissenschaftlerin, ihr Weltbild stützt sich auf Daten und Fakten. In ihrem Leben ist kein Platz für Gott, da es keinen Beweis für seine Existenz gibt. Später ist sie selbst in der Lage, dass sie ein Erlebnis hat, das scheinbar nicht stattgefunden hat. Sie beginnt ihre Reise und ist 18 Stunden unterwegs, sieht fremde Welten, hat Kontakt zu außerirdischen, doch als sie zurückkehrt stellt sie fest, dass dieses Ereignis gar nicht stattgefunden haben scheint, da auf der Erde keine Zeit vergangen ist, und es für alle anderen den Anschein hat, dass sie nie die Erde verlassen hat. Sie ist nun selbst in der Situation, dass sie ein Erlebnis mit anderen teilen möchte, ohne den geringsten Beweis dafür zu haben, dass es stattgefunden hat. Sie gibt in einer Anhörung sogar zu, dass die Möglichkeit, dass das Ereignis nicht stattgefunden hat, die naheliegenste ist, wenn man das ganze aus wissenschaftlicher Sicht betrachtet, kann ihre Aussagen aber nicht wiederufen, da sie nunmal erlebt hat, was sie erlebt hat.
Die Geschichte ist unglaublich faszinierend und weckt sicher bei vielen Jugenderinnerungen. Er hat nicht viel gemein mit anderen Science Fiction Blockbustern dieser Zeit und verzichtet weitgehend auf große Action und Spezialeffekte, wenngleich die Reisevorrichtung, die nach den übermittelten Konstruktionsplänen gebaut wird, schon sehr spektakulär aussieht. Leider hat der Film gerade anfangs einige Längen und in der Startsequenz ist Foster manchmal etwas nervig, alles in allem aber ein sehr sehenswerter Film.
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