Uncategorized Benjamin on 06 Sep 2007 02:59 am
28 Weeks Later
Merke: Nie wieder auf Radiokinokritiker hören. Da hieß es der Film könne durchaus Qualitativ mit dem ersten Teil mithalten und diesen sogar teilweise noch übertrumpfen. Nun ja, meine Vorstellung vom zweiten Teil, ohne viel über ihn zu wissen, außer dass was man aus dem Trailer erfährt war dass die Katastrophe überstanden ist, alle Infizierten tot sind und man beginnt, Groß Britannien wieder aufzubauen, und dann taucht irgendwie der Virus wieder auf, infiziert wieder alle, und alle sterben. Ja … so war es dann im Endeffekt auch, die ganze Geschichte bot wenig überraschendes, im Gegenteil, seit Pans Labyrinth habe ich keinen Film mehr mit so viel Potential und einer handwerklich / optischen gelungenen Umsetzungen gesehen, dessen Drehbuch den ganzen Film absolut kaputt macht. Wenn Kinder in Horrorfilmen eine zentrale Rolle spielen dann tun sie dass oft aus dem Grund, dass man storytechnisch Protagonisten hochgradig unsinnige Dinge tun lassen muss und das ganze irgendwie erklären will, in diesem Fall “sind halt kinder, die tun dumme dinge”. das nervt und machts nichts besser. ca. 50 millionen leute sterben auf grund eines viruses, darunter die eigene mutter. aber die kinder haben natürlich nichts besseres zu tun, als einfach mal nen abstecher in ihr altes zu hause zu machen und sich natürlich gar keine gedanken darum zu machen, dass es schon seinen grund hat, dass gewisse gebiete noch abgesperrt sind, bzw. angst haben sich bei toten mit dem virus zu infizieren. nein, es sind ja kinder. die denken offensichtlich nicht nach. Und natürlich werden überlebende, die offensichtlich gebissen wurden, einfach allein in einem kämmerlein gelassen, weil man ja auch nicht damit rechnen muss, dass sie infiziert sind. und natürlich hat der gatte in aller trauer und wiedersehensfreude nichts besseres zu tun, als sich zu seiner frau zu schleichen, ohne irgendwelche ärzte oder verantwortlichen zu kontaktieren und sich natürlich erstmal richtig schön bei ihr infizieren. man. das macht echt keinen spass. aus dem gelungenen ansatz, dass jemand eine imunität entwickelt wird natürlich absolut gar nichts gemacht, außer am ende den brückenschlag zu einem kommenden dritten teil vollziehen. der film weiß nicht so wirklich was er sein will. auf der einen seite horrorfilm, auf der anderen seite apokalypse. der horrorteil ist gründlich mißlungen. Gelungen sind horrorfilme immer dann, wenn sie ihren grusel aus ihrer geschichte an sich entwickeln, die story schon spannend und schaurig ist und das ganze dann noch mit entsprechenden effektven visuell untermauert wird. aber wenn man sich, wie 28 weeks later, darauf beschränkt, die schock und gruselelemente ausschließlich aus nahaufnahmen und einer unsäglich hohen schnittfrequenz kombiniert mit der entsprechenden spannungsgeladenen musik zu entwickeln, dann ist auch da was falsch. der apokalypseteil hingegen ist recht gelungen, die brandbomben, die auf london niederregnen sorgen für sehr schaurige und apokalyptische bilder, die wirklich sehenswert sind. ich hab vom filmemachen ja nicht wirklich viel ahnung, aber ich frage mich wirklich, wie der film gedreht wurde. wurden wirklich für jeden drehort immer ganze stadteile londons abgesperrt, damit es so verlassen aussieht. eigentlich ist london ja eine millionenstadt, die sicher nicht eifnach so mir nichts dir nichts nur weil irgendjemand einen film drehen will einfach mal ganze stadtteile absperrt. das würd mich echt mal interessieren, wie man sowas realisieren kann. unterm strich ist 28 weeks later vergeudete zeit. lieber das bourne ultimatum ankucken.
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