Uncategorized Benjamin on 08 Sep 2007 04:09 pm

Apollo 13 (Ron Howard, USA 1995)

“Wenn eine Waschmaschine fliegen könnte, mein Jimmy könnte sie landen”

Selten sieht man Filme, deren Geschichte und Ende man schon vor dem ersten Sehen genauestens kennt, die einen aber trotzdem von der ersten bis zur letzten Minute fesseln können. Apollo 13 ist defintiv so einer. Nach fast zweieinhalb Stunde reißt man ebenfalls triumphierend die Arme in die Luft, wenn die Kapsel nach vier Minuten Black Out sich über Funk bei Mission Controll zurückmeldet und man sie auf den Fernsehschirmen an Fallschirmen hängend langsam zur Erde schweben sieht. Vorausgegangen ist eine mehrtägige Odyssee der drei Astronauten, welche nach der Explosion eines Sauerstofftankes an ihrer Raumfähre permanent gefahr liefen die ersten Amerikaner zu werden, die man im All verlieren würde.

Der Film beruht auf wahren Ereignissen und versucht die Geschichte so realitätsgetreu wie möglichen zu erzählen. Natürlich wurden, dabei hier und da Abstriche zugunsten der Kunst gemacht, etwa das bejubeln der Astronauten durch die Zuschauer kurz vor dem Start. In Wahrheit sind die Astronauten schon stunden vor dem Start eingestiegen, um die Checkliste durchzugehen. In der Zwischenzeit hätten sich die Zuschauer sicher ziemlich gelangweilt.

Die Schwerelosigkeit wurde über ein Parabel fliegendes Flugzeug simuliert. Das Flugzeug stieg dabei in große Höhe auf, schaltete dann die Motoren ab und so entstand im freien Fall ca. eine halbe bis Minute in Schwerelosigkeit. Dann wurden die Triebwerke wieder eingeschaltet, man stieg wieder auf die Ausgangshöhe und wiederholte die Prozedur. Dementsprechend gelingt der Film optisch hervorragend. Man wird als Zuschauer quasi als viertes Besatzungsmitglied in die Raumkapsel gesetzt. Auch die Szenen auf in der Mission Control gelingen, vor allem dank eines mal wieder brillierenden Ed Harris. Auch die übrige Crew macht ihre Sache hervorragend, wobei mir mal wieder Gary Sinise am besten gefallen hat, der hier ebenso wie schon in Forrest Gump an der Seite von Tom Hanks als Nebendarsteller mal wieder klar hervorsticht.

Unterm Strich bekommt man einen hochgradig mitreißend und dramtischen, authentischen Film serviert, mit hervorragenden Schauspielern und einer hervorragenden technischen Umsetzung. Ein Film den man defintiv gesehen haben sollte und den man auch, in regelmäßigen Abständen, immer wieder sehen kann, ohne dass er an Dramatik verliert. Wie gesagt, ich habe dann heute ebenfalls erleichtert die Arme am Ende hochgerissen, obwohl ich den Film schon einige Male gesehen habe.

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