Woody Allen Benjamin on 08 Sep 2007 03:33 am

Stardust Memories (Woody Allen, USA 1980)

Nach dem Sehen versteht man durchaus warum Allen 1980 mit dieser Komödie scheiterte. Woody Allen versucht in diesem Werk Filmkunst und Komödie zu verbinden. So bekommt man ein ziemlich verwirrendes, abstraktes Werk vorgesetzt, dass die meisten Zuschauer in erster Linie verwirrt zurücklassen dürfte.

Ein paar Aspekte werden deutlich, man wird ja auch mit dem Brückenpfeiler drauf gestoßen. Allen beschäftigt sich mit Berümtheit und deren Folge. In jeder dritten Szene findet man einen Fan, der um ein Autogramm bittet, die Fans beginnen mit der Zeit seine Werke nicht mehr ernst zu nehmen, er driftet auf Grund von persönlichen Erfahrungen aus dem komödiantischen ins Sentimentale ab und letztlich nehmen ihm die Studiobosse seinen Film weg, schneiden ihn um und drehen Szenen neu. Dabei spielt Allen zwar die Figur eines anderen Regisseurs, man wird aber das Gefühl nicht los, dass Allen sich in erster Linie selbst darstellen möchte.  Da die Zuschauer in dem Film nicht gut wegkommen, mag man verstehen, warum der Film anfang der 80er floppte.

Eine wirkliche Story ist mir nicht aufgefallen. Vielmehr verpackt Allen die oben genannten Aspekte in verschiedene Stilmittel. Ständig springt der Film hin und her zwischen Realität, Traum, Wunschvorstellung, geht vom absurden ins groteske, übers komödische hin zum tragischen. Am Ende scheint gar die Ordnung von Raum und Zeit durcheinander zu sein. Als Zuschauer weiß man nie, was real ist, was wirklichkeit ist. Wann ist man im Film im Film und wann nicht. Letzlich ist es ein Film übers Filmemachen, mit durchaus lustigen momenten. So wirklich warm geworden, bin ich mit dem Streifen aber nicht.  Schade, aber vielleicht beim nächsten Allen Film

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