Alfred Hitchcock &Jessica Tandy Benjamin on 16 Sep 2007 11:54 pm

Die Vögel (Alfred Hitchcock, USA 1963)

Der Film braucht ewig um in Gang zu kommen, fast 50 Minuten dauert es, bis uns die Charaktere und die Location vorgestellt wurde und die Vögel ihren Terror starten. Eine Antwort, warum die Vögel die Einwohner dieses kleinen Küstenstädtchens attackieren gibt uns Hitchcock allerdings nicht und so bleibt es an uns, dem ganze eine symbolische Bedeutung zu geben. Am ehesten dürfte das ganze als “Rache der Natur” anzusehen sein, ein Thema, dass zu dieser Zeit recht verbreitet war im Filmgeschäft.

Gegen Ende ist man dann schier überwältigt von dem, was Hitchcock einem da vorsetzt, die Szenen mit den Vögeln sind nahezu gespenstisch. Am bedrohlichsten wirken die Vögel fast, wenn sie einfach nur da sitzen und nichts tun und man jede Sekunde damit rechnet, dass sie losflattern und die Darsteller attackieren.  Schon recht beeindruckend was man damals vor 44 Jahren schon tricktechnisch so machen konnte.
Erfreulich ist, dass Rückprojektionen diesmal zwar immer noch vorhanden sind, aber dass sie nicht so inflationär wie in “Der Unsichtbare Dritte” verwendet wurden, sondern nur da, wo sie aus tricktechnischen Gründen notwendig waren (zumindest größtenteil).

Na ja bisher weiß ich immer noch nicht so recht was ich von Hitchcock halten soll, für die imposanten Kameraeinstellungen, mit denen er das Geschehen noch einmal zusätzlich intensiviert bin ich scheinbar noch nicht empfänglich genug.

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