Action &Matt Damon Benjamin on 18 Sep 2007 01:32 am
Das Bourne Ultimatum (Paul Greengrass, USA 2007)
Ich hoffe ernsthaft, dass sich Hollywood diesmal an Ankündigungen hält und mit dem Bourne Ultimatum das Ende der Serie vorliegt. Seit nunmehr drei Teilen versucht Jason Bourne seine Identität zu ergründen. Überaschenderweise gelingt ihm dies im dritten Teil sogar, wenn auch mit sehr ernüchterndem Ergebnis. Diesem Kernthema der Serie werden vielleicht maximal 10 Minuten eingeräumt, der Rest wird gefüllt mit zahlreichen Actionsequenzen, die einerseits sehr spekatkulär in Szene gesetzt wurden, zum anderen aber oft absolut belanglos sind, da sie einfach überflüssig erscheinen.
Man sollte Greengrass einmal stecken, dass eine hohe Schnittdichte nicht unbedingt Adrenalischübe erzeugt. Wenn zwei Elitekämpfer sich prügeln, die in allen erdenklichen Nahkampftechniken geschult sind, dann möchet ich davon bitte auch etwas sehen und nicht zwei Schnitte pro Sekunde inklusive verwackelter Kamera vorgesetzt bekommen, so dass ich mir zwar denken kann, dass es da ziemlich zur Sache geht, davon aber einfach nichts sehe. Selten habe ich mich bei Actionszenen dermaßen gelangweilt.
Auch die Logik bleibt mal wieder hinten und vorne auf der Strecke. Natürlich ist es dem CIA möglich in Spanien, was bekanntermaßen zur Europäischen Union gehört, die Flughäfen kontrollieren und die Grenzen überwachen zu lassen. Manchmal hat man echt Angst, dass die Amis vor Überheblichkeit irgendwann wirklich einmal abheben.
Ich finde es schade, dass sich die Serie so entwickelt hat. Neben der Rolle als Good Will Hunting ist die Rolle des Jason Bournes die einzige, in der ich ihn mag. Kann er auch sonst recht wenig schauspielern, die Rolle des gefühllosen Killers hat er drauf. Dieser gleichgültige Gesichtsausdruck, dass Töten macht ihm keine Freude und er tut es nicht gern, aber wenn es getan werden muss dann tut er es, ohne zu zögern, ohen Kompromisse. Der Film hat ausreichend Action, aber viel zu wenig Story, und einfach kein Herz. Schade.
Toll fand ich übrigens, dass der Bruder der im zweiten Teil verstorbenen deutschen wieder von einem deutschen gespielt wurde. Schade nur, dass Daniel Brühls Rolle so absolut klein und unbedeutend ist. Aber immerhin ^^
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