Uncategorized Benjamin on 20 Sep 2007 04:20 pm
Blutgericht in Texas (Tobe Hooper, USA 1974)
Auch bekannt als “Das Texas Kettensägen Massaker”. Ein weiterer Klassiker, in einer nahezu endlos erscheinenden Reihe von Klassikern, der mir bisher entgegangen ist. Und das obwohl die DVD schon längere Zeit bei mir im Schrank steht.
Der Film ist mit äußerst einfachsten Mitteln gedreht, das Budget betrug auch gerade mal knapp über 80.000 US$, der dennoch zu einem Meilenstein der Filmgeschichte wurde. Und in der Tat wirkt der Horrorschocker von 1974 über eine Gruppe von fünf Teenagern, die in die Hände einer Schlachterfamilie geraten, wie der Prototyp aller bis heute folgenden Gruselschocker. Dabei ist der Film nicht einmal besonders blutig und die meisten Horrorszenen dauern nur wenige Sekunden, bestechen aber dennoch durch eine besondere Perversität, die dazu führte, dass der Film über 10 Jahre lang in Deutschland verboten war. Auch wenn der Film nur B-Movie-Niveau hat, besticht er durch eine Atmosphäre, die es schafft, dass man in den Film eintauchen kann. Expemlarisch dafür ist die anfängliche Szene mit dem Anhalter im Bus, die wohl die dichteste Atmosphäre hatte, die ich seit langem in einem Horrorfilm wahrgenommen habe. Der Film wirft wenig Fragen auf, gibt noch weniger Antworten, und ist dennoch ein Klassiker, der auch heute noch funktioniert. Manchmal tun solche alten Klassiker doch recht gut, die zeigen, dass es nicht immer die technische Perfektion heutiger Produktionen braucht, um einen stimmigen Film zu schaffen.
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