Fantasy &Frankreich &Überfilm Benjamin on 20 Sep 2007 02:47 am
Die Fabelhafte Welt der Amélie (Jean-Pierre Jeunet, Frankreich/Deutschland 2001)
Gar nicht auszudenken was passiert wäre, wenn Emily Watson nicht auf Grund von Terminschwierigkeiten die Rolle der Amelie hätte ablehnen müssen. Gerade Audrey Tautous junges, unverbrauchtes Gesicht ist ein essentieller Bestandteil all der kleinen Details, die diesen Film zu etwas ganz besonderem machen.
Einen Film wie Amelie hat es vorher nicht gegeben, und wird es wohl auch nicht wieder geben. Ein Ausnahmefilm, wie er nur alle paar Jahre mal gedreht wird. Dabei zeichnet ihn aus, dass er keine normale Geschichte besitzt, kein Ziel auf dass er zusteuert. Wir sind einfach Teil in Amelie Poulains eigener Welt und dürfen ein wenig an ihr Teilhaben. Der Film ist gewissermaßen ein Märchen für Erwachsene, eine Ode auf das Leben an sich und einfach ein heller Sonnenschein, der jeden trüben Tag erhellen kann. Ein Film, der seinen Fokus auf kleine Details legt, alltägliche Dinge, die unser Leben erst lebenswert machen, erzählt vor dem Hintergrund des farblich kräftig übersteuerten Paris’. Man könnte so unendlich viel zu diesem Film schreiben und vielleicht wäre er sogar für eine detailierte Filmanalyse geschaffen, aber manche Filme brauch man gar nicht bis ins Detail zu entschlüsseln und zu analysieren. Manche Filme sollte man einfach nur auf sich wirken lassen. Die Fabelhafte Welt der Amelie ist so ein Film. Wer ihn bisher nicht gesehen hat, dem ist etwas entgangen. Eine Geschichte über das Leben, keine Gewalt, kein Kitsch, keine USA – Wundervoll.
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