Action &Clive Owen &Monica Belucci Benjamin on 21 Sep 2007 01:57 am

Shoot ’Em Up (Michael Davis, USA 2007

Smith (Clive Owen) sitzt auf einer Bank in einem runtergekommenen Viertel und wartet auf den Bus als eine schwangere Frau an ihm vorbeirennt. Kurze Zeit später folgt ihr ein Mann mit einer Waffe. Etwas genervt, da er eigentlich nur seine Ruhe haben will, folgt Smith den beiden und muss, nachdem er den ersten Verfolger kaltgestellt hat, feststellen, dass noch mehr böse Jungs interesse an der zukünftigen Mutter haben und eine wilde Schießerei beginnt, während der die Mutter ihr Kind gebärt. So muss Smith während er schießenderweise die Bösewichter auf Distanz hält zusätzlich noch Geburtshilfe leisten und schließlich Mutter und Kind aus dem Kugelhagel retten. Auf der Flucht wird die Mutter jedoch erschossen, so dass Smith sich des Kindes annimmt.

Zusammen mit der Prostituierten DQ (Monica Bellucci) versucht er herauszufinden, warum man diesem kleinen, unschuldige, neugeborenen Kind nach dem Lebentrachtet und schwebt dabei selbst in akuter Lebensgefahr, da die von Hertz (Paul Giamatti) angeführten Gangster es ernst meinen.

Von Shoot ‘Em Up hab ich nicht wirklich viel erwartet, vieles deutete auf einen kleinen, unbedeutenden und mehr als schlechten Actionballerfilm hin. Um so überraschter war ich. Der Film nimmt seinen Titel wirklich sehr ernst und man fühlt sich wirklich diverse Male in einen PC 3D- Shooter versetzt. Dementsprechend hoch ist der Bodycount, 100 Leute segnen das zeitliche im Laufe des Films. Das aber auf sehr unterhaltsame Art und Weise, der Film strotzt nur so vor schwarzem Humor und man kann ihn fast schon als Actionkomödie bezeichnen. Die Charaktere und Schießereien sind so dermaßen unterhaltsam überzeichnet, dass ich nicht nachvollziehen kann, wieso einige Rezensenten von einer Gewaltverherrlichung sprechen. Sicher, geistreiche Unterhaltung, interessante Personenverflechtungen, Beziehungsgefüge oder Psychologisierungen sucht man hier vergeblich, aber wer das bei einem Film mit so einem Titel erwartet ist auch sicherlich im falschen Film.

Das dürfte auch der Grund sein, warum Clive Owen so eine gute Figur in diesem Film Noir britischer Prägung abgibt. Er wirkt in vielen auch ernsthafteren Filme auf mich von seiner ganzen Ausstrahlung her überzeichnet , was ihn natürlich für diesen Film perfekt macht. Ich habe mich, ebenso wie der gesamte Kinosaal, recht gut unterhalten gefühlt. Der Film ist gewißermaßen das fürs Actiongenre, was Ein (un)möglicher Härtefall damals für die Romanzen war.

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