Uncategorized Benjamin on 28 Sep 2007 06:03 pm
Chuck und Larry – Wie Feuer und Flamme (Dennis Dugan, USA 2007)
Larry ist Feuerwehrmann und seit drei Jahren Witwer. In seinem Leben ist er ständig mit dem Tod konfrontiert und er beginnt sich Gedanken darüber zu machen, was aus seinen Kindern werden würde, wenn ihm etwas zustößt. Seine Frau war die Empfängerin seiner Ansprüche und seine Versicherung akzeptiert eine Ändernung der Ansprüche nur bei Tod, Heirat oder Geburt, die Frist nach dem Tod seiner Frau hat Larry aber verstreichen lassen und eine neue Heirat kommt für ihn nicht in Frage. Sein bester Freund ist Chuck, Womanizer und ebenfalls Feuerwehrmann. Die beiden sind immer für einander da und helfen sich aus jeder Patsche. So bittet Larry Chuck, ihn zu heiraten. Natürlich soll diese Homoehe nur auf dem Papier existieren, damit seine Kinder abgesichert sind, für den Fall der Fälle.
Alles kein Problem, bis seine Versicherung mistrauisch wird, und ihnen einen Agenten ins Haus schickt, der die glückliche Ehe der beiden auf Herz und Nieren prüft. Fortan müssen Chuck und Larry also alles tun, um überzeugend als schwules Pärchen aufzutreten und alle Welt davon überzeugen, wirklich schwul zu sein, was insbesondere Larry schwerfällt, der beginnt, tiefe Gefühle für die Anwältin, die die beiden vertritt zu entwickeln. Außerdem bekommen die zwei die Ablehnung zu spüren, die ihr privates Umfeld, aber auch die Öffentlichkeit Schwulen entgegenbringt.
Obwohl ich Adam Sandler immer noch nicht so wirklich mag, beginnt er allmählich in meinem Ansehen zu steigern. In Chuck und Larry ist er wieder mal für die reißerischen Slapsticksprüche zuständig, aber beruhigenderweise steht ihm mit Kevin James ein ruhiger Gegenpol gegenüber, dessen Witz eher tiefgründig und bodenständiger und damit auch ungleich charmanter ist. Der Film greift viele Schwulenklischees auf, was bei einer so angelegten Komödie nicht zu vermeiden ist, aber er bedient sich nicht nur bei ihnen, er spielt mit ihnen und zeigt eigentlich immer deutlich, dass sie bewußt überzeichnet eingesetzt werden.
Leider enttäuscht das Finale des Films sehr, ohne dass es dadurch das vorher Gesehene abschwächt. Aber das hätte man deutlich besser hinbekommen können, für meinen Geschmack hätte der Vorgesetzte der beiden nicht seinen ziemlich dämlichen und stereotypen Auftritt haben müssen. Aber nun gut, Chuck und Larry reiht sich ein in die mittlerweile recht lange Reihe gelungener Komödien diesen Jahres. Ich bin fast schon geneigt 2007 zum Jahr der Komödie zu erklären, sehr erstaunlich, weil dieses Genre zusammen mit dem Horrorgenre eigentlich das war, welches im am wenigsten mochte. Mal kucken wie Superbad am Dienstag wird. Wer also einen Kinobesuch am Wochenende plant und ein wenig lachen möchte, macht mit Chuck und Larry sicher nichts falsch.
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