Uncategorized Benjamin on 28 Sep 2007 07:26 pm

Ein Andalusischer Hund (Luis Buñuel, Frankreich 1929)

Wer David Lynch Filme mag, der sollte mal einen Blick auf Ein andalusischer Hund werfen. Haben Lynchs Filme meistens irgendeine Bedeutung, bzw. dass was man sieht ergibt einen Sinn wenn sich selbst eine Interpration bastelt, so fehlt dieser Zusammenhang bei diesem Werk von Bunuel und Dali volllkommen, was durchaus beabsichtig war. Die beiden haben bei einem Treffen über ihre Träume geredet, Dali hatte den Traum von Ameisen die über eine Hand krabbeln und Bunuel von einer Messer, dass ein Auge zerschneidet so wie eine dünne Wolke den Mond zerschneidet, wenn sie an ihm vorbeizieht. Auf dieser Grundlage schufen sie ein Drehbuch aus allerlei surrealen Szenen die in keinem bewußten Zusammenhang zueinander stehen sollten und schlicht das Bewußtsein für die Surrealität öffnen sollte.Dennoch kann man sicher Zusammenhänge in diesem 15 minütigen Kurzfilm herstellen, dessen Titel so rein gar nichts mit dem Inhalt zu tun hat. Aber zarte Gemüter seien gewarnt, obwohl für die Eingangsszene mit dem zerschnittenen Augen ein Kuhauge verwendet wurde, ist sie trotzdem starker Tobak, wohingegen der Rest des Films eher zahm ist. Wenn ich etwas Ruhe und Zeit habe, werde ich den Film mal einer näheren Betrachtung unterziehen und mir Gedanken machen, wofür die einzelnen Bilder und Szenen stehen könnten. Menschen, die Filme  solcher Art mögen, werden durchaus ihren Gefallen haben, wer mit David Lynch Filmen nicht viel anfangen kann wird den Film auch nicht mögen. Das Medium Film wird hier nicht als Massenunterhaltung benutzt sondern zur Kunstform stilisiert, gedacht für Leute, die sich gerne mit Kunst auseinandersetzen.

Trackback This Post | Subscribe to the comments through RSS Feed

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.

kostenloser Counter

kostenloser Counter