Uncategorized Benjamin on 29 Sep 2007 06:49 am

Resident Evil: Extinction (Russell Mulcahy, USA / Deutschland / Großbritannien / Frankreich / Australien 2007)

Das T-Virus hat mittlerweile fast die gesamte Menschheit ausgerottet und zu hirnlosen Zombies werden lassen. Alice trifft einige Überlebende unter denen sich auch Carlos Olivera befindet. Sie übergibt ihnen Aufzeichnungen, denen zufolge nach in Alaska ein Ort sein soll, in dem es keine Infizierten gibt, gewissermaßen dass El Dorado für die Überlebenden. Doch Dr. Isaacs von der Umbrella Corp. arbeitet mit Hilfe von Klonen von Alice an einem Serum, um die Infizierten zu kontrollieren und zu Arbeitsdrohnen zu machen. Doch die Klone sind ungenügend, er brauch die Version von Alice, die draußen durch die Welt streift und sich der Kontrolle durch die Umbrellasateliten entzieht.
Doch das Zusammentreffen mit den Überlebenden bringt sie auf die Route eines Sateliten und Alice entdeckt wird. Es kommt zu einer Auseinandersetzung in der viele Überlebende ums Leben kommen, aber auch Dr. Isaacs infiziert wird. Er spritzt sich die bisher gewonnen Antiviren und zwar alle die er auf Lager hat, wodurch er mutiert und zu einen Super-Mensch-Zombie-Hybriden wird. Der Computer der Umbrellaanlage, in welcher Dr.  Isaacs sich aufhält informiert Alice darüber, dass aus ihrem Blut ein Gegenmittel gegen den T-Virus gewonnen werden kann, zunächst aber Dr. Isaacs ausgeschaltet werden müsse.

Wie man sieht ist die Story doch überaus dünn und man hätte den Film auch Resident Evil: Ein Tag im Leben der Alice X nennen können. Man weiß auch nicht so wirklich, was jetzt das Hauptthema des Films ist, die Flucht der Überlebenden nach Alaska und ihre dabei auftretenden Probleme oder der Konflikt zwischen Umbrella, speziell Dr. Isaacs und Alice. Beides nimmt im Film in etwa den gleichen Anteil ein, ohne dass eine der beiden Geschichten wirklich konsequent erzählt wird.
Die Actionsequenzen sind durchaus vom Feinsten und der Film hat seine FSK 18 Freigabe durchaus zurecht, die Bilder sind doch stellenweise sehr brutal. Die Zombies sind immer noch im Grunde harmlos und schwach, es sei denn sie bekommen einen zu fassen und beißen einen. Da war der Ansatz mit den hochgezüchteten Zombies, die hochgezüchtet wurden, somit aggressiver, schneller und tödlicher sind, schon ganz nett und schafft eine neue Bedrohung.
Ich werde wohl nie verstehen, warum zwei Meter große klobige Monster, die die finale Bedrohung darstellen immer erst vier, fünfmal geheimnisvoll als Schatten in sekundenschnelle bedrohlich durchs Bild huschen müssen, bevor sie dann zuschlagen. Und wieso man in Zeiten wo ca. 99% der Menschheit ausgestorben sind absichtlich scheinbar durchaus fähige Wissenschaftler mit einem Lächeln opfert … na ja …

Schade eigentlich der Film hat echt gute Ansätze, eine hervoragende Optik, eine klasse zurückhaltenden aber in den entscheidenden Momenten impulsiv aufspielende Milla Jovovich, einen passenden Soundtrack, gute Spezialeffekte. Sogar beim Altmeister Alfred Hitchcock und einem seiner Meisterwerke Die Vögel hat man sich direkt bedient, wobei man aus dieser Szenen mit in paar ruhigen Momenten mehr durchaus mehr hätte rausholen können, aber sie sorgt auch so schon für hochspannung und der Auftritt der mutierten Alice sorgt für ein klasse Finale dieser Szene, dass mir besser gefallen hat, als das Finale des Endkampfes. Alles in allem bekommt man einen guten Actionfilm mit hervoragenden Actionsequenzen, einer angemessenen spielenden Hauptdarstellerin, dünnen Nebendarstellern und einer Story aus der man viel mehr hätte machen können. Ich bin mir sicher dass die Zuschauer noch mehr Geld in die Kinos tragen würden, wenn man nicht versucht ein wenig Story um ein paar geile Actionsequenzen zu spinnen und damit 90 Minuten krampfhaft füllen zu wollen, sondern die Actionsequenzen in eine intelligent erzählte Story verpackt und den Film halt 100 oder 105 Minuten dauern lässt.

Mal schauen, eine neue Chance bekommt RE dann wohl in zwei oder drei Jahren, wenn der sicher kommende vierte Teil mit einer geklonten Alice-Armee in die Kinos kommt. Potential ist auf jeden Fall da, und wenn die Geschcihte dieses Teils ein klein wenig weiter ausgebaut hätte, dann hätten wir hier den besten Actionfilm des Jahres serviert bekommen. Mal schaun was der nächste Zombiefilm I am Legend sowohl story- als auch actionmäßig zu bieten hat und ob er sich mit Genrefilmen oder seinem direkten Vorgänger messen lassen können wird

One Response to “Resident Evil: Extinction (Russell Mulcahy, USA / Deutschland / Großbritannien / Frankreich / Australien 2007)”

  1. on 01 Okt 2007 at 22:40 1.RE Fan said …

    Für Fans der größte Mist…

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