Monthly Archive for "Oktober 2007"



Uncategorized Benjamin on 29 Okt 2007

Almost Famous (Cameron Crowe, USA 2000)

Almost Famous ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme. An ihm stimmt einfach alles. Schauspieler, Drehbuch, Atmosphäre, Musik, Tempo, Humor, Feeling.

William Miller ist ein 15 jähriger Freizeitreporter in den 70ern, der Artikel über  Rockbands für ein lokales Magazin schreibt. Eines Tages bekommt er ein Angebot vom Rolling Stone Magazine, wo keiner eine Ahnung hat, wie alt Will ist, einen 3000 Wörter-Artikel über die (fiktive) Band Stillwater zu spielen. So begleitet er die Band auf ihrer Tour, gegen den erklärten Willen seiner Mutter, und taucht so ein in die Welt des Rock & Roll und lernt das Showbiz kennen, wie es wirklich ist.

Wahrscheinlich ist der Film auch deswegen so gut, weil Cameron Crowe zahlreiche autobiographische Elemente in das von ihm geschriebene und mit einem Oscar prämierte Drehbuch hat einfließen lassen, in seiner Jugend war er ebenfalls wie Will Journalist, der über Rockbands geschrieben hat.

Die Zeit des Rock’n'Rolls  war (leider) lange vor meiner Zeit, daher kann ich nicht beurteilen, wie es damals war, für mich stellt der Film diese Zeit des Rock’n'Rolls aber sehr glaubhaft dar und transportiert das Lebensgefühl perfekt, so dass man ein Gefühl bekommt, wie es sich wohl anfühlte, damals Teil dieser ganzen Rock’n'Roll Bewegung zu sein. Das Geschehen wird immer perfekt musikalisch mit Songs aus dieser Zeit begleitet und sorgt so für sehr viel Atmosphäre, die Schauspieler harmonireren perfekt miteinander und überzeugen durch sehr viel Spielwitz und der Humor des Films besteht aus sehr viel passender Situationskomik. Das ganze verbindet sich zu einem perfekten Fell-Good-Film den man einfach gesehen haben sollte, egal, ob man Rock’n'Roll mag oder nicht.

Uncategorized Benjamin on 29 Okt 2007

Lissi und der wilde Kaiser (Michael Bully Herbig, Deutschland 2007)

In Lissi bin ich mit sehr niedrigen Erwartungen gegangen. Beim Schuh des Manitu war ich zwischendurch hin und her gerissen. Erst fand ich ihn lustig, dann lahm, und irgendwann war man einfach mitten drin im Abenteuer und Geschehen und hatte hinterher insgesamt doch ein positives Gefühl und hat sich gut unterhalten gefühlt. Beim Traumschiff war das dann anders, die drei aus der Bullyparade haben nur eine Nebenrolle gespielt und Till Schweiger war der eigentliche Hauptdarsteller des Films und auch sonst hat der Film nicht wirklich funktioniert.

Da war die Angst, dass der dritte Streich von Bully erwartungsgemäß in die gleiche Richtung geht. Doch zum Glück war diese Angst unbegründet. Lissi knüpft an den Schuh des Manitu an und zwar in so fern, als dass der Film das gleiche Tempo hat und das gleiche Gefühl verursacht. Man wird sanft und mit einem Lächeln auf den Lippen in die Handlung eingeführt, die sich zu einer Abenteuerkomödie entwickelt und ist irgendwann einfach mitten drin im geschehen, amüsiert sich prächtig, schmunzelt, lacht und ist dann überrascht, dass ds ganze schon zu Ende ist. Kurzum: Wer Der Schuh des Manitu mochte, der wird Lissi lieben.

Uncategorized Benjamin on 29 Okt 2007

Stellungswechsel (Maggie Peren, Deutschland 2007)

Stellungswechsel zeigt fünf Männer unterschiedlichster Art auf Identitätssuche. Florian ist Kolumnist für eine Frauenzeitschrift. Die Zeitschrift muss sparen, ergo wird zuerst der männliche Autor gefeuert. Zudem findet er heraus, dass seine Freundin, mit der er seit 10 Jahren zusammen ist, ihn betrogen hat.
Olli ist Besitzer des Ladens “Deutsche Feinkost”, ein Tante Emma Laden für Nahrungsmittel, der Mitten in München nicht laufen will. Er steht kurz vor der Zwangsräumung, da er mangels Kunden seinen Zahlungen nicht nachkommen kann.
Gy ist Mitte 30, hatte noch eine Beziehung, sondern nur zahlreiche Affären, versteht  nicht wirklich etwas von Frauen und haust wie ein 19 jähriger Student.
Lasse ist gerade mal 18 Jahre alt, verzweifelt auf der Suche nach einer Ausbildung oder einem Job, hat deswegen Probleme zu hause mit seiner Mutter und ist, obwohl er gut aussieht immer noch Jungfrau.
Giselher ist in den Fünfzigern, war über 30 Jahre berufstätig, zuletzt als Manager der für über 60 Angestellte verantwortlich war. Nach seiner Kündigung kann er nicht mehr weiter vermittelt werden, weil er zu alt ist. Er kommt nicht damit klar, auf einmal nutzlos zu sein, obwohl er noch voller Tatendrang ist.

Diese fünf Männer finden sich zusammen und beschließen sich selbstständig zu machen, um aus ihrer Misere herauszukommen und einen Escortservice für Frauen zu gründen, mit dem Namen “Deutsche Feinkost zum Anfassen”. Der Film zeigt die fünf, wie sie mit ihren Problemen klarkommen, wie sie die Idee entwickeln, den Escortservice zu gründen, und den schwierigen Start des ganzen Unternehmens.

Stellungswechsel ist unterhaltsam, verleitet oft zum Schmunzeln, selten zum Lachen und ist ein sanfter Herbstfilm aus deutschen Landen. Er bleibt dabei oft an der Oberfläche und hat auf Grund der Vielzahl an Charakteren keine Zeit diese wirklich tief zu beleuchten. Das Ende kommt dann auch ein wenig prompt und unverhofft. Alles in allem ein netter Film, der kein großer ist, aber durchaus nett.

Uncategorized Benjamin on 27 Okt 2007

Roman: Der Dunkle Turm (Stephen King, USA 1980 – 2004)

Der Dunkle Turm ist ein Fantasy-Epos von Stephen King. Die Suche nach dem Dunklen Turm wird in sieben Bänden erzählt, die einen Gesamtumfang von ca. 5000 Seiten haben, und ist damit fast fünfmal so umfangreich wie eines seiner großen Vorbilder Der Herr der Ringe, doch die Geschichte des Revolermanns Roland ist von zahlreichen anderen Werken geprägt, so ist Roland dem namenlosen Cowboy, gespielt von Clint Eastwood in den Sergio Leone Western nachempfunden, Star Wars spielt mit hinein, Die Sieben Samurai und (leider) auch Harry Potter. Eine Inhaltsangabe ist auf Grund des gigantischen Umfangs recht kompliziert. Im ersten Band Schwarz wird man mit der Welt des Revolvermanns, die sich weiterbewegt hat, und mit ihm selbst vertraut gemacht. Dieser Band ist gewißermaßen als Overtüre oder einführendes Kapitel zu sehen, was dazu führt, dass erst der zweite Band Drei ein erster großartiger Höhepunkt der Serie ist. Hier findet Roland seine zukünftigen drei Gefährten, die gemeinsam eine Gemeinschaft, die in Rolands Sprache ka-tet genannt wird, bilden. Das ka-tet begibt sich fortan gemeinsam auf die Suche nach dem Dunklen Turm und reist durch die seltsame, aber sehr atmosphärische Welt von Mittwelt, die wie eine postapokalyptische Version unserer eigenen in einer fernen Zukunft wirkt Drei und Tot beschäftigen sich mit dem Vorankommen des Ka-tets, und ihren Erlebnissen dabei, welche in dem Aufsuchen der Stadt Lud und der Reise in Blaine dem Mono gipfeln. Diese beiden Bücher halte ich persönlich für die stärksten der gesamten Serie, zusammen mit dem letzten. Der vierte Teil schließlich beschäftigt sich mit einem Kapitel aus Rolands Vergangenheit. Dieser Band liefert Antworten auf viele Fragen über den Revolvermann, lässt aber auch sehr viele offen und wirft zahlreiche neue Fragen auf, die größtenteils leider unbeantwortet bleiben werden. Im fünften Teil Wolfsmond schließlich erweist King den Filmen Die Sieben Samurai und Die glorreichen Sieben eine Hommage und erstmals taucht eine Figur aus einem anderen King Werk, Vater Callahan aus Brennen muss Salem auf, etwas, was sich schon durch die vorhergehenden Teile gezogen hat und noch häufiger passiert. Der sechste Teil Susannah schließlich beschäftigt sich Hauptsächlich mit der Geburt von Rolands Kind Mordred durch Susannah, seine ka-tet-Gefährtin. Mordred ist ein Mensch-Spinnen-Hybrid und geboren mit dem Ziel, seinen eigenen Vater zu töten. Der letzte und finale Teil Der dunkle Turm behandelt den letzten Abschnitt der Reise und schließt das Werk letztlich ab.

Diese grobe Übersicht hätte ich mir im Grunde auch schenken können, da es nur eine absolut grobe Übersicht ist, wovon die einzelnen Teile handeln, die ganze Geschichte ist so dermaßen groß und komplex, dass man allein mit der Inhaltsangabe eine Doktorarbeit füllen könnte. Die Welt in der Roland und seine Revolvermänner wandern ist absolut faszinierend, aber im Gegensatz zu Tolkien legt King sein Hauptaugenmerk nicht auf die Landschaften und Schauplätze, sondern auf die Charaktere. Roland, Susannah, Eddie, Jake und Oy wachsen einem mehr ans Herz, als es Froro, Sam, Pippin, Gandalf und Aragon je gelungen ist. Das führt dazu, dass es sehr oft, sehr lange Passagen gibt, in denen die Geschichte bzw. die Suche nach dem Turm nicht wirklich vorankommt, weil sich King sehr viel Zeit für die Protagonisten nimmt. Dadurch wachsen sie einem sehr ans Herz. Die gesamte Geschichte nimmt einen so in seinen Bann, dass man mitfiebert und unbedingt am Ende der Reise angelangen will, den Dunklen Turm beschrieben haben möchte, und miterleben, ob und wie Roland ihn letztendlich erreicht, und was genau der Dunkel Turm eigentlich in Wirklichkeit ist. Das führt dazu, dass man am Ende sehr zwiegespalten ist, weil man nicht möchte, dass diese Reise zuende ist. Am liebsten möchte man mit dem Ka-tet zusammen ganz Mittwelt erkunden, und all die anderen zahlreichen Welten, man möchte jedes Geheimnis, jede Frage, die im Laufe des Zyklus aufgeworfen wurde, ergründen und mehr von dieser Welt und ihren Geheimnissen sehen. So ist man einerseits erfreut zu wissen, wie die Geschichte ausgeht, zum anderen aber sehr betrübt, sich von den sehr vertraut gewordenen Begleitern Eddie, Susannah, Jake, Oy und schließlich auch von Roland verabschieden zu müssen.

Schade ist, dass King es am Ende überstürzt hat. Die Geschichte ist absolut großartig. Jede folgende Kritik soll das Gesamtwerk nicht abwerten. King hätte es noch sehr viel besser, sehr viel größer werden und Enden lassen können, aber die Geschichte, so wie sie ist, ist absolut großartig, schlüssig, wenn auch unversöhnlich.

Die ersten Bücher der Dunklen Turm Reihe wurden im Abstand von ca. fünf bis sechs Jahren , so dass bis 1997 vier von sieben Bänden fertig waren. 1999 war Stephen King bei einem Spaziergang einen schweren Autounfall verwickelt, den er auch später ausführlich im Dunklen Turm verarbeitet. Dieser Unfall wird ihm wohl vor Augen gehalten haben, wie zerbrechlich das Leben ist und hat ihn dazu verleitet, sein Lebenswerk im Eiltempo abzuschließen. Er beschreibt in einem Nachwort, wie ihn der Brief einer Frau erreicht hat, die großer Fan seines Dunklen Turm Zyklus ist, die aber sterbenskrank ist, und ihn gebeten hat, ihr zu verraten, wie die Geschichte ausgeht, damit sie nicht sterben muss, ohne das Ende dieser Geschichte zu kennen. King wollte wohl nicht die Gefahr eingehen, dass er einfach stirbt, bevor er seine Saga vollendet hat, wenn er weiterhin mehrere Jahre zwischen den einzelnen Teilen vergehen lässt. So sind dann im Teil V, VI und VII 2003 – 2004 erschienen und das Epos war vollendet. Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich persönlich lieber das Risiko eingegangen wäre, dass das Werk unvollendet bleibt, und damit jeder in seiner eigenen Phantasie ein Ende erdenken kann, als dieses überhastete Vorgehen. Die Energie und Kreativität, die King aus den Pausen geschöpft hat, merkt man den einzelnen Teilen an, gerade bei Susannah merkt dann, dass dieser Bruch mit der bisherigen Vorgehensweise dem kreativen Schaffen nicht förderlich war.

King tritt in den letzten Bänden selbst in seinem Werk auf und spielt eine zentrale Rolle, redet manchmal sogar ganz vergnüglich im Plauderton mit dem Leser. Das ist dem Konzept der vielen Welten, die miteinander auf die eine oder andere Weise verbunden sind durchaus zuträglich und der Leser fühlt sich noch mehr als Teil dieser Welt. Aber es wirkt auch so, als würde er sich für sein überhastetes Vorgehen am Ende entschuldigen wollen, so wird dann auch die Formel “Ka ist ein Rad, dass sich ewig weiterdreht” so oft wiederholt, bis der Leser den Schluss der Geschichte auch als sehr passend hinnimmt. Und in der Tat, die Geschichte kann nicht anders enden. Der Weg ist das Ziel. Das traf niemals besser zu als für Rolands Reise zum Dunklen Turm. Der Schluss, den King gewählt hat, ist unversöhnlich, aber jeder andere Schluss wäre noch unversöhnlicher geworden. Zumindest so, wie sich die Geschichte in den letzten Teilen entwickelt hat. Kings Warnung am Schluss, dass man die Geschichte einfach an einer bestimmen Stelle ausklingen lassen soll, möchte man im Nachhinein am liebsten wahrgenommen haben, aber natürlich kann man nach jahrelangen Warten und tausenden von Seiten nicht ein Wort der Geschichte ungelesen lassen. King bot damit offenkundig einen Kompromiss zwischen offenem und unversöhnlichem Ende an. Aber damit irgendwer das offene Ende gewählt hätte, hätte King das andere nicht schreiben dürfen. Mehr fauler Kompromiss also, aber immerhin.

Wirklich bedauerlich fand ich, wie King die drei Hauptgegner Rolands am Ende dargestellt hat. Der Mann in Schwarz, der Scharlachrote König und Mordred. Mordred wurde über ein gesamtes Buch hindurch als Rolands gefährlichster und bösester Gegner aufgebaut, nur um dann auf gerade mal zwei Seiten abgehandelt zu werden. Der Scharlachrote König wird die ganze Zeit über als das personifizierte Böse und das wohl mächtigste Wesen in all den Multiversen beschrieben, wobei er auch erst in einem späteren Teil eingeführt wurde, aber in der finalen Schlacht wirft er nur mit fliegenden Handgranaten um sich und wird im wahrsten Sinne des Wortes aus der Geschichte ausradiert. Von all der Macht und dem Bösen dass dem Scharlachroten König eigentlich zugeschrieben wird, kommt leider nicht das geringste rüber. Der Mann in Schwarz hat auch kein wirklich rühmliches Ende, [SPOILER] er wird einfach von Mordred gefressen [/SPOILER], was ihm und seiner Rolle in allem sieben Bänden nicht ansatzweise gerecht wird. So glorreich und rühmlich die Abgänge der guten Charaktere waren, so wenig befriedigend gestaltet er die Abgänge der bösen, bzw. im Fall des Scharlachroten Königs, den ganzen Charakter selbst.  Das ist ein Punkt aus dem King wirklich deutlich mehr hätte herausholen müssen.

Die Verknüpfungen die King zu seinen anderen Werken zieht, gefallen mir. Der Dunkle Turm ist sein Hauptwerk, welches ihn unterbewußt immer beschäftigt hat, so dass Der Dunkle Turm selbst auf zahlreiche andere Werke verweist und in zahlreichen von Kings Werken Anspielungen auf den Dunklen Turm und Charaktere aus ihm vorkommen. Das erfreut natürlich die Leser, die die Bücher schon kennen, lädt zum anderen aber auch dazu ein, Bücher die man noch nicht kennt noch zu lesen. Ich werde auf jeden Fall demnächst Brennen muss Salem lesen.

Nun ist es vollbracht. Ich habe Roland auf seiner Reise zum Dunklen Turm bis zum letzten Kapitel begleitet und die Reise ist damit für mich abgeschlossen. Die fünf werden mir sicher noch lange nachhängen. Galt doch Der Herr der Ringe als unverfilmbar, so bin ich mir bei Der Dunkel Turm absolut sicher, dass er unverfilmbar ist, und wenn er je verfilmt werden sollte, der / die Film/e nie so gut werden können, wie es die Herr der Ringe Filme waren. Der einzige, der wirklich für die Rolle des Roland in Frage kommen würde, wäre Clint Eastwood, altersmäßig würde das denke ich so gerade eben noch hinhauen, aber bis eine Realisierung des (wohl sicherer irgendwann kommenden) Filmprojektes spruchreif sein würde, wäre Eastwood wohl leider schon entweder deutlich zu alt oder schon tot. Aber nun gut. Hielt ich der Herr Ringe doch bereits für den absoluten Höhepunkt in der Geschichte des Kinos, so könnte eine gelungene Umsetzung des Dunklen Turms, diesen noch übertreffen. Ich frage mich nur ernsthaft wie man diese Geschichte je verfilmen will. Daher bin ich um so gespannter, ob sich irgendwann irgendjemand dieses Mamutprojekt zutraut.

Uncategorized Benjamin on 27 Okt 2007

Enttarnt – Verrat auf höchster Ebene (Billy Ray, USA 2007)

Der Film basiert auf den realen Tatsachen rund um den kurz vor der Pensionierung stehenden FBI-Agenten Robert Hanssen, der verdächtigt wird, als Doppelagent für Russland zu arbeiten. Da die Verdachtsmomente gegen ihn auf illegal beschafften Dokumenten basieren, muss er auf frischer Tat beim Landesverrate ertappt werden. Zu diesem Zweck wird ihm der junge, zielstrebige FBI-Agent O’Neil zur Seite gestellt, der Hanssens Vertrauen gewinnen soll, um ihn schließlich enttarnen zu können.

Ein klasse Film, der bestens zu unterhalten weiß, obwohl man im Prinzip die ganze Geschichte vorher schon kennt, da sie auf einer realen Begebenheit basiert. Der Film dreht sich im Grunde ausschließlich um die beiden FBI-Agenten, ihre eigenen Lebensituationen und ihrer Beziehung zueinander, sprich, er wird in erster Linie von seinen Hauptdarstellern getragen. Ryan Phillipe und Chris Cooper vollbringen dies mit Bravour und schaffen den im Grunde sehr ruhigen Film über 110 Minuten lang spannend zu gestalten. Gerade Phillipe konnte mich dabei sehr überzeugen. Einigen mag er vielleicht aus Eiskalte Engel bekannt sein, generell zählt er eher zu den unbekannteren und unverbrauchteren Schauspielern. Auch wenn er trotzt seiner Mitte 30 eher wie Mitte 20 wirkt, liefert er enie wirklich überzeugende Darstellung seines Charakters ab und verleiht ihm viel Glaubwürdigkeit. Ein absolut sehenswerter Film, der trotzt seiner fast zwei Stunden auch in der Spätvorstellung nicht ein einziges Mal zu Gähnen verliehen hat. Es ist erstaunlich, wie seltsam es einem heutzutage vorkommt, wenn man Monitore in Büros sieht, die keine Flatscreens, sondern Röhrenmonitore sieht, dabei sind sie noch keine fünf Jahre Standard.

Uncategorized Benjamin on 27 Okt 2007

Unleashed – Entfesselt (Louis Leterrier, Frankreich/USA/Großbritannien/Hong Kong 2005)

Jet Li spielt einen jungen Mann, der scheinbar wie ein Kampfhund abgerichtet wurde, und auf die Befehle seines Herrchens hin jeden Schuldner und Gegner mit bloßen Händen töten kann. Als bei einem Anschlag sein Chef und seine anderen Kumpanen ums Leben kommen, wird er von einem Blinden Klavierstimmer gespielt von Morgan Freeman und seiner Tochter aufgenommen. Die beiden führen den vollkommen Verhaltensgestörten nach und nach ins richtige Leben, bis auf einmal Lis alter Chef wieder auftaucht und sein Hündchen zurückhaben will.

Auch hier wieder das gleiche wie im letzten Film, der Zuschauer wird über das Warum und das Wie vollkommen im unklaren gelassen. Die Story entwickelt sich dann absolut vorhersehbar und auch so Elemente wie das Klavier, von dem Li so begeistert ist, sind irgendwie so absolute 0815-Symbole, die Tiefe vortäuschen wollen, wo gar keine da ist.

In irgendeiner Besprechung des Films hatte ich seinerzeit gelesen, dass Li sehr dankbar für die Hilfe Freemans bei seinen Dialogen war, und viele positive Erfahrungen aus der Zusammenarbeit gewonnen hätte. Ich frag mich allerdings bei welchen Dialogen, denn Li selbst spricht keine 200 Wörtzer im ganzen Film. Alles in allem ein Film für Fans die auf Martial Arts und generell stumpfe Actionfilme stehen, ansonten nicht weiter zu empfehlen.

Uncategorized Benjamin on 27 Okt 2007

Die Vorahnung (Mennan Yapo, USA 2007)

Mäßiger Zeitsprungfilm mit Sandra Bullock.  Sandra Bullock bekommt Besuch von einem Polizisten, der ihr mitteilt, dass ihr Mann gestorben ist. Als sie am nächsten Morgen aufwacht, liegt er allerdings wieder neben ihr, und hält den Vorfall nur für einen bösen Traum. Am nächsten Morgen ist das Haus voller Trauergäste, die ihr Beileid ausdrücken wollen. Allmählich beginnt sie zu begreifen, dass sie aus mysteriösen Umständen, in den Tagen der Woche hin und herspringt. Zunächst will sie alles daran setzen, ihren Mann irgendwie retten zu können, deckt jedoch nach und nach Geheimnisse über ihn auf, die sie zögern lassen…

Wieder mal nur ein mäßiger Bullock-Film, sie lebt glaube ich immer noch vom Ruhm aus Speed, wirklich viel großes kam danach nicht, von L.A. Crash mal abgesehen. Auch Die Vorahnung ist nicht gerade ein Aushängeschild. Als Zuschauer ist man die ganze Zeit ebenso verwirrt, wie Bullock es in dem Film selbst ist, und bekommt am Ende für das ganze Verwirrspiel leider sehr, sehr wenig geboten. Als Zuschauer darbt man in einem solchen Film nach einer Erklärung, um das ganze warum und wieso zumindest ansatzweise verstehen zu können. Bis auf die Aussage eines Priesters, dass es solche Phänomene in der Vergangenheit immer mal wieder gegeben zu haben scheint, bekommt man in dieser Hinsicht allerdings wenig befriedigendes.  Das wäre ja auch gar nicht so tragisch, wenn das ganze irgendwie einen Sinn oder eine überzeugende Botschaft hinterlassen würde, aber das Ende ist leider zutiefst unbefriedigend. Wirklich enttäuscht war ich allerdings dennoch nicht, da ich von vornerein nicht viel erwartet hatte. Wer einen guten Kinoabend erleben will, sollte einen anderen Film wählen.

Uncategorized Benjamin on 19 Okt 2007

Superbad

Super lustige Highschoolkomödie. Eindeutig an American Pie angelehnt, doch bei American Pie waren die angeblichen Looser in wirklichkeit doch coole Kerle und für ihre Rollen eindeutig zu alt. Bei Superbad sind die Looser auch wirkliche Looser, mit denen sich sicher millionen amerikanische Teenager identifizieren können. Sehr viel Situationskomik, teilweise die beste deutsche Synchro seit Jahren (“Den holst du!” – “Nö!”) ^^.

Vorher von überall her gehört, dass der Film wohl ganz gut sein soll, immer als ich mir durchgelesen habe, wovon der wohl so handelt hab ich mir gedacht, dass das bestimmt doch wieder nur irgendeine dumme Highschoolkomödie ist, aber nein, wir waren echt positiv überrascht, auch wenn so Dinge wie die Tanzmenstruationsflecken natürlich manchmal die Grenzen des guten Geschmacks überschreiten, so sind doch allein die beiden Cops, die mal so ganz anders sein, das Sehen mehr als wert :-)

Uncategorized Benjamin on 19 Okt 2007

K-Pax

Immer wieder faszinierender Film, bei dem man am liebsten Spacey und Bridges die ganze Zeit beim Reden zu hören würde. Der Film balanciert mit der Umsetzung seiner Thematik immer an der Grenze kitschig oder vollkommen abstrus zu werden, überschreitet sie aber nie und ist auf jeden Fall einer der besten Filme von Spacey.

Uncategorized Benjamin on 19 Okt 2007

Operation: Kingdom (Peter Berg, USA 2007)

Bericht kommt. Kurzfazit:

Langweiliger, starbesetzter, pseudopolitischer Actionfilm ohne wirkliche Aussage, dem man Manns Stil anmerkt aber leider die übliche Übereinstimmung von Inhalt und Form fehlt. Enttäuschend.

Uncategorized Benjamin on 13 Okt 2007

Sicko (Michael Moore, USA 2007)

Ob der Titel wohl zufällig Psycho ein wenig ähnelt? Keiner weiß es. Michael Moore nimmt diesmal das amerikanische Gesundheitssystem unter die Lupe, welches, laut Film, das einzig nicht kostenlose und nicht staatliche Gesundheitssystem der westlichen Welt ist. Es ist in der Tat erschreckend, wenn man sieht, dass ein Baby sterben muss, weil die Versicherung das Krankenhaus in das die Mutter es gebracht hat ablehnt und fordert, dass sie es in ein versicherungseigenes Krankenhaus bringt. Die Ärzte im ersten Krankenhaus weigern sich, das Kind zu behandeln und als die Mutter das Kind ins zweite Krankenhaus fährt, kann dort nur noch der Tot festgestellt werden.
Ein Mann sägt sich zwei Finger ab und im Krankenhaus muss er entscheiden, welchen er sich leisten kann: Mittelfinger 60.000$, Ringfinger 12.000$. Er entscheidet sich für den Ringfinger und der Mittelfinger wird entsorgt. Ein Ehemann und Vater eines Kindes erkrankt an irgendeiner Krebserkrankung und sein Bruder wäre der perfekte Spender, mit dem Krebs besiegt werden könnte. Die Rückenmarksspende wäre sehr teuer für die Versicherung, sie lehnt ab mit der Begründung, dass das ganze noch im experimentellen Stadium sei und lehnt die Spende ab. Drei Wochen später ist der Mann tot. Versicherungen stellen Ärzte ein, die Beförderungen und Prämien bekommen, wenn sie die meisten Gesuche ablehnen. Sie sind damit nicht verantwortlich für den Tot des Patienten, sondern lehnen nur eine Behandlung ab wird ihnen eingetrichtert.

Das sind Berichte von Betroffenen, die erschüttern. Gewiss, im deutschen Gesundheitssystem ist auch nicht alles perfekt. Am Anfang des Films wird ein junges Mädchen gezeigt, das droht taub zu werden und ein Implantat für ein Ohr bewilligt bekommt, fürs zweite nicht, so dass sie auf dem Ohr auf jeden Fall taub werden wird. Sowas ist in Deutschland leider auch Standard und gerade im zahnmedizinischen Bereich haben wir seit einigen Gesundheitsreformen eine eindeutige Zwei-Klassen-Gesellschaft.
Aber das man bevor man zum Arzt geht seine Versicherung anrufen muss, um nachzufragen, ob sie die Untersuchung bewilligt und das man eine überlebendswichtige Herzoperation selbst bezahlen muss, weil die Versicherung sich weigert zu zahlen, das gibt es hier nicht und wenn, dann ist es ein tragischer Unglücksfall bei dem viele Komponenten zusammen kommen. Zumindest habe ich noch nicht gehört, dass in Deutschland jemand sterben musste, weil die Versicherung nicht zahlen wollte. Sowas wäre in meinen Augen Mord und ich kann nicht nachvollziehen, wie ein Arzt sich weigert einen verlorenen Finger anzunähen oder ein sterbendes Baby zu behandeln, so dass es stirbt. Ich würde in einem solchen System sofort meinen Beruf wechseln. Diese Berichte von betroffenen sind die starke Seite des Films, vor allem, weil Moore selbst sich hier ziemlich zurückhält und nicht durch selbstdarstellung negativ auffällt.
Schließlich besucht Moore Frankreich und Großbritannien und gibt sich jedesmal völlig überrascht, wenn Leute die aus dem Krankenhaus kommen ihm erzählen, dass sie gerade keine Rechnung bekommen haben, und nichts zahlen mussten. So wie er die staatlichen Gesundheitssystem der europäischen Staaten darstellt, sind sie sicher auch nicht, ein ElDorado und absolut gemeinnütziges Paradies, auch hier wird profitorientiert gedacht und es hat sicherlich zahlreiche Schwächen und Ausnahmen. Aber dennoch will Moore den Amerikanern wohl in erster Linie zeigen, dass ein staatliches Gesundheitssystem funktioniert, da den Amis von allen Seiten eingetrichtert wird, dass ein staatliches Gesundheitssystem zwangsläufig zum Sozialismus führen muss, und sich die allgemeine Gesundheitsversorgung deutlich verschlechtern würde. In den USA läuft politsch so ziemlich alles übers Geld und die großen Versicherungskonzerne lassen sich die Beibehaltung des momentanen Systems einiges kosten, so dass jede Komission oder jeder Ausschuss der an Plänen zur Änderung des momentanen Systems ziemlich schnell von den Versicherungen gekauft werden würde, so dass es keine wirklich Aussicht auf Änderung geben wird.
So sucht Moore nach Gründen für das Debakel und er macht es sich leider ziemlich leicht und schiebt Richard Nixon die Schuld in den Schuhe, womit das ganze gerade Mal 30 Jahre zurückliegen würde. In Wirklichkeit reichen die Wurzeln des ganzen aber viel weiter zurück, der späteste Ansatzpunkt wären die Arbeitskämpfe der Mittelklasse in den 50er Jahren, wo man für mehr Lohn und bessere Sozialleistungen gekämpft hat und sich schließlich dafür entschieden hat, das Angebot für mehr Lohn anzunehmen udn auf die geforderten Sozialleistungen zu verichten. Forscht man weiter wird man sicherlich noch viele andere Ursachen finden, aber soweit geht Moore leider nicht.
Auch der Ausflug nach Kuba am Ende des Films, der einige 9/11 Helfer zeigt, die an Folgeerkrankungen leiden, in den USA aber keine Unterstützung bekommen. Zunächst versucht Moore nach Guantanamo Bay zu gelangen, um in den dort für die Terroristen vorhandenen medizinischen Einrichtungen Hilfe für die 9/11 Helfer zu finden, muss dann aber Reisaus nehmen und findet die Hilfe schließlich auf Kuba selbst, wo die Ärzte alle kostenlos behandeln und ihnen Medikamente mitgeben, für die sie in den USA 120$ bezahlen müssten, auf Kuba kosten sie gerade mal fünf Cent.
Das ist dann der Mooretypische Teil bei dem er Selbstdarstellerisch in Erscheinung tritt. Sicherlich ist so eine Behandlung nicht für alle Kubaner typisch, immerhin hat man vorher im Film eine Statistik gesehen, die das US-Gesundheitssystem weltweit auf Platz 32 anordnet und zwei Plätze weiter unten stand Kuba.
Aber erschreckend ist es trotzdem, dass den Terroristen eine erstklassige 24 Stunden rund um die Uhr medizinische Betreuung zugestanden wird, während Helfer, US-Bürger jahrelang an den Folgeerscheinungen leiden müssen.

Letztlich bleibt ein gemischter Eindruck. Wie jeder Moorefilm ist auch dieser Film wieder überaus unterhaltsam und Leute mit einer antiamerikanischen Grundhaltung werden sich in ihren Ansichten bestärkt fühlen. Und nach dem Moorefilmen bekommt man nicht wirklich gerade Lust in den USA zu wohnen. Immerhin ist es nicht unwahrscheinlich dass ein Arbeitloser (Roger & Me) der auf der Straße sitzt und keine Zukunft mehr sieht, sich jemanden, mich, wahllos raussucht und anschießt (Bowling for Columbine) und man dann nicht mal behandelt wird und stirbt, oder lebenslang als Krüppel rumlaufen muss, weil man in der falschen Versicherung war, bzw. der Sachbearbeiter seine Quote noch nicht erreicht hat (Sicko). Geht man dann auf die Straße, um gegen diese Mißstände zu protestieren, wird man als Bedrohung der nationalen Sicherheit eingestuft und wandert in den Knast (Fahrenheit 9/11).  Auf jeden Fall verleiten die Filme einen, sich etwas intensiver mit dem amerikanischen System auseinander zu setzen, denn wenn das mooresche Bild stimmen würde, wären die USA ein Land, das hinter der Fassade absolut kaputt und das kränkeste und verrückteste der westlichen Welt wäre. Und in der Tat fragt man sich wirklich, ob es nicht im Grunde egal ist, wer im Weißen Haus sitzt und in Wirklichkeit die großen Unternehmen alles bestimmen und darauf bedacht sind, dass alles so läuft, wie sie es sich vorstellen und einige tausend Amerikaner in Reichtum schwelgen, während Millionen von ihnen in Armut und Angst leben. Bei solchen Gedanken bekommt man ein wenig Angst, weil dies der unabdingliche Weg der Demokratie und des Kapitalismus zu sein scheint und es nur noch eine Frage der Zeit zu sein scheint, bis es auch hier in Deutschland soweit ist.
Ok, das waren jetzt einge recht private Gedanken, die mir nach dem Film gekommen sind, aber

vlt. liefert es ja mal wieder ein wenig Anlass zur Diskussion.

Uncategorized Benjamin on 10 Okt 2007

Planet Terror (Robert Rodriguez, USA 2007)

Mit Planet Terror hat Robert Rodriguez wohl den imposantesten Zombiefilm des Jahrzehnts geschaffen. Der Film ist ein bunter Genre Mix vom Actionfilm über den Film Noir, Erotic,  schwarze Komödie, Martial Arts und mündet schließlich in einem nicht zur ruhe kommenden Zombiefilm.
Die Goreeffekte sind so überaus gelungen, dass einem teilweise schon schlecht werden kann, sowas hab ich selten in einem Film gesehen. Quentin Tarantino ist mal wieder einer sehr passenden kurzen Rolle mit einem starken Abgang zu sehen. Rose McGowan Auftritt mit dem Maschinengewehr als Holzbeinersatz kommt zwar recht spät, dafür aber gewaltig.

Die sozialkritischen und gesellschaftsbezogenen Untertöne, die die starken Horrorfilme vergangener Jahre vom Romero, Carpenter und Salkow deutlich hatte, fehlen hier vollkommen bzw. man muss schon wirklich suchen und gut interpretieren können, um sie zu finden. Das ist ein wenig schade, denn wenn der Film hier auch noch eine Botschaft transportiert hätte dann wäre er wahrlich ein Meisterwerk.

So ist es in erster Linie eine Zombietrashkomödie, aber das auf hohem Niveau.  Selten sind 102 Minuten so schnell vergangen wie mit Planet Terror, selten dieses Jahr im Kino hat man sich so gut unterhalten gefühlt.  Schon der Faketrailer zu Machete vor dem Film hat einen gut eingestimmt. Es bleibt zu hoffen, dass Rodriguez den Film wirklich umsetzt. Schade, dass die anderen Fake-Trailer wie z.B. zu Werwolwomen of the SS nicht gezeigt wurden, aber die kann man sich bei Youtube & Co ansehen. Und dass Rodrigues seine International Pictures Firma mit einem R.I.P. Logo aussstattet ist auch sehr passend für einen Horrorfilmregisseur :-) Das schöne bei dem Film ist auch, dass man sich nie sicher sein kann wer jetzt in der nächsten Szene stirbt und eine Gewissheit, dass ein lieb gewonnener Charakter auch bis zum Ende überlebt ist nicht gegeben, zahlreiche Hauptcharaktere sterben, auch ganz zum Schluss noch. Manche Szene wie die mit den abgeschnittenen, in einem Glas aufbewahrten Hoden u.ä. sind sicherlich manchmal jenseits der Grenze des guten Geschmacks, aber das macht der Film mit seinen zahlreichen schwarzhumorigen Szenen wieder wett. Für Actionfans defintiv zu empfehlen und für Zombiefans dürfte an diesem Streifen kein Weg vorbei führen. Ich wollte ihn erst nicht kucken, da mich Tarantinos Streifen doch schon etwas enttäuscht hat, aber ich bin auf jeden Fall froh, ihn doch im Kino gesehen zu haben. Man muss zwar festhalten, dass Tarantinos Film mehr den Anspruch hatte, ein Kunstwerk zu sein, als der von Rodriguez, aber mir persönlich hat Rodriguez Beitrag zu diesem Grindhousedouble deutlich besser gefallen als der von Tarantino, auch wenn der Zuschauer über seine 113 Minuten wirklich rein gar nichts abverlangt und die Story hier eigentlich nur dazu dient, die zahlreichen Action- und Splatterszenen miteinander zu verknüpfen.
Daumen hoch Mr. Rodriguez, dass war bisher der beste von mir gesehene Film von ihnen.

Dustin Hoffman &Oscar Best Picture &Tom Cruise Benjamin on 08 Okt 2007

Rain Man (Barry Levinson, USA 1988)

Grandiose Darstellung eines Autisten durch Dustin Hoffman. Hat er dafür eigentlich einen Oscar bekommen? Ich weiß es nicht, aber verdient hätte er ihn. Tom Cruise hält sich ganz wacker daneben kann aber nicht wriklich mithalten. .

Cruise spielt den Sohn eines Reichen Vaters. Nach dessen Tod hält er seine Geldsorgen für gelöst, doch das Geld erbt sein Bruder. Sein Bruder? Er wusste nicht mal dass er einen hat.  Also beschließt er ihn aufzusuchen und nachzusehen, wer da sein Geld einheimst. Er muss feststellen, dass sein Bruder (Hoffman) Autist und in einem Pflegeheim wohnt, er wird mit all dem Geld also nie wirklich etwas anfangen können und es hat auch keinen Wert für ihn. Cruise nimmt ihn mit auf eine Tour durch die USA. Dabei lernen sich die ungleichen Brüder kennen. Cruise sieht sich mit den Problemen im Umgang mit einem Autisten gegenüber und Hoffman schöpft schließlich vertrauen zu der ihm eigentlich gänzlich unbekannten Person. Schließlich bemerkt Cruise die außergewöhnlichen Fähigkeiten seines Bruders, der ein Phänomenales Gedächtnis hat und ein Rechengenie ist, so dass er beschließt, das ganze zu ihrem Vorteil zu nutzen und sein Geld in Las Vegas zu vermehren.

Wie gesagt, es ist weniger die Story noch das Verhältnis der beiden Brüder, was den Film ausmacht, sondern die sehr überzeugende Darstellung eines Autisten durch Dustin Hoffman, Definitiv ein Film den man gesehen haben sollte und herzerwärmende Werbung für mehr offenheit gegenüber Leuten die “Anders” sind.

Uncategorized Benjamin on 08 Okt 2007

Der Clou (George Roy Hill, USA 1973)

Wieso der Film seine ganzen Oscars bekommen hat kann ich zwar nicht nachvollziehen, muss wohl an der schwachen Konkurrenz in dem Jahr gelegen haben, aber trotzdem ist es ein netter, kleiner Film, über ein paar Trickbetrüger, die sich mit dem Falschen angelegt haben und nun mächtig Ärger bekommen. Im großen Stil versuchen sie nun ihn mit ienem gefakten Wettbüro übers Ohr zu hauen, und der ganze Film dreht sich darum. Dabei ist es weniger der Inhalt, vielmehr diein Akte aufgeteilt Inszenierung und die gezeigte Männerfreundschaft die besticht. Das Ambiente, die Ideen, das Tempo des Films, das zieht einen einfach an und man hat auf jeden Fall hinterher das Gefühl, einen netten kleinen Film gesehen zu haben. Vielmehr konnte ich dem Film dann aber doch nicht abgewinnen.

Action &Vampire &Wesley Snipes Benjamin on 08 Okt 2007

Blade (Stephen Norrington, USA 1998)

Blade gehört zu den Filmen, die wir damals in der Schule in der 11. Klasse in Freistunden in unserem Klassenzimmer gesehen haben, womit er für mich zu einem Kultfilm meiner Jugend avancierte. Dementsprechend verklärt ist meine Sicht des Films und ich kann ihn noch schwerer als sonst objektiv bewerten.

Wesley Snipes spielt Blade, den Daywalker. Seine Mutter wurde von einem Vampir gebissen während sie mit ihm Schwanger war. Dies führte dazu, dass Blade ein Hybrid wurde, der alle Stärken der Vampire geerbt hat, aber keine schwächen bis auf eine: die Gier nach Blut, welche er aber mit einem Serum unterdrücken kann, so dass er nicht über Menschen herfallen muss. Tageslicht, Knoblauch, Silber können ihm nichts anhaben, während er deutlich stärker als normale Menschen ist und auch die enormen Regenerationsfähigkeiten der Vampire geerbt hat.

Da ihm ein Vampir seine Mutter genommen hat, hat er es sich zur Lebensaufgabe gemacht, die Vampire zu jagen und zu bekämpfen. Die Vampire sind ihrerseit organisiert und leben in unsere Gesellschaft integriert, etwa in dem sie Nachtclubs betreiben, in einer eigenen Gesellschaft und fühlen sich den Menschen überlegen. Einer von ihnen, Frost, will ein uraltes Ritual durchführen, wofür er dass Blut des Daywalkers benötigt und die Mitglieder des Hohen Rates der Vampire opfern muss, wovon Blade ihn abhalten will, da er durch dieses Ritual zu einem Superwesen mit übermenschlichen und auch übervampirlichen Fähigkeiten werden würde, dass eine Gefahr für die gesamte Menschheit darstellen würde.

Für mich ist Blade einer der besten Actionfilme überhaupt. Die Action ist größtenteils handgemacht und besteht in direkter Mann gegen Mann bzw. Daywalker gegen Vampir Konfrontation und die wenigen CGI-Effekte sind zwar billig gemacht, stören aber nicht wirklich. Die Anfangsszene mit der Tanzparty im Schlachthaus, bei der auf einmal aus den Deckenventilen Blut herabregnet ist sicher eine der einprägsamsten des Films (keine Ahnung ob sie aus einem anderen Film zitiert wurde).  Wesley Snipes selbst sieht aus, als würde er direkt einem Leni Riefenstahl Film entspringen und wirkt hier noch frisch und lebendig im Gegensatz zum zweiten Teil, wo er schon etwas träge wirkt. Wer auf der Suche nach einem guten, unterhaltsamen Actionfilm ist, dessen Story nicht nur lose Actionszenen verbindet, der ist mit Blade gut beraten

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