Drama &Flucht &Rassimus Benjamin on 01 Okt 2007 03:06 pm
Flucht in Ketten (Stanley Kramer, USA 1958)
Ein Gefangenentransporter verunglückt und kommt von der Straße ab, was den beiden Sträflingen, gespielt von Tony Curtis und Sidney Poitier, die Möglichkeit zur Flucht gibt. Das einzige Problem dabei: Sie sind durch eine schwere Eisenkette aneinander gebunden, der eine ist ein Schwarzer, der andere ist ein Weißer und das Rassismusproblem steht zwischen ihnen. Zunächst sind sie sich spinnefeind, doch ihr Schicksal kettet sie im wahrsten Sinne des Wortes aneinander, so dass sie gezwungen sind, zusammen zu arbeiten und an einem Strang zu ziehen. Und in den Stunden, in denen sie ausruhen und rasten, gibt jeder ein wenig von sich Preis, so dass der andere lernt ihn besser zu verstehen und sich in seine Situation hinein zu versetzen Der Hass zwischen ihnen keimt zwar immer und immer wieder auf, aber dennoch werden die beiden Männer letzlich Freunde, die sich gegenseitig nicht im Stich lassen, selbst nachdem ihre Ketten gesprengt sind, und sie frei wären, auf eigene Faust das Weite zu suchen.
Ein klasse Film aus den Fünzigern, in dem die Story eindeutig im Vordergrund steht. Gezeigt werden nicht nur die beiden Flüchtlinge, auch ihre Verfolger werden beleuchetet, die sich größtenteils aus Rassisten zusammen setzen, den das Leben der beiden nicht mehr Wert zu sein scheint als das eines Tieres. Die Rassenfrage ist auch immer eine Geschichte über Zivilcourage und die Fähigkeit, über seinen eigenen Schatten zu springen. Schön ist, dass hier der Schwarze nicht wie sonst oft gesehen als Unschuldslamm dargestellt wird, sondern dass er selbst auch jede Menge Dreck am Stecken hat und somit nicht nur der Weiße, sondern auch der Schwarze seine eigenen Vorurteile zunächst abbauen muss, bevor sich beide aufeinander zu bewegen können.
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