Uncategorized Benjamin on 03 Okt 2007 11:18 pm
88 Minuten (Jon Avnet, USA 2007)
Irgendwie schade, dass Al Pacino auf seine alten Tage nur noch in Durchschnittsrollen in Durchschnittsfilmen zu sehen ist. In diesem Jahrzehnt gabs noch keinen hochkarätigen Film mit ihm, in dem er an den glanz alter Tage anknüpfen konnte. Der letzte wirklich gute Film war The Insider meiner Meinung nach.
Auch 88 Minuten ist letzlich wieder nur als Durchschnittskost zu bezeichnen. Der Thriller spielt größtenteils in Echtzeit. Pacino spielt hier einen Forensischen Analytiker des FBI, auf dessen Aussagen hin auch schonmal Menschen zum Tode verurteilt werden. An dem Tag, an dem “sein” zuletzt verurteilter Serienkiller hingerichtet werden soll , erhält er unvermittelt einen Anruf, in welchem ihm eine verzerrte Stimme mitteilt, dass er noch 88 Minuten zu leben hat…
Al Pacino liefert hier ganz eindeutig eine brauchbare Vorstellung ab, aber weder die Story, noch der Charakter besitzen irgendeine Tiefe. Spannung mag trotz der Echtzeitstruktur und des Kampfes gegen die Uhr nie aufkommen, da die Bedrohung immer unsichtbar und nie greifbar ist. So ist die Auflösung auch sichtlich konstruiert und der spannendste Moment des Filmes kommt nachdem der Haupstrang eigenltich schon aufgeklärt ist. Der beste Echtzeitfilm ist meiner Meinung nach immer noch Before Sunset. Mal schaun ob von Pacino demnächst noch was kommt, im neuen Jahrtausend kam von den Legenden De Niro und Pacino leider noch nicht viel herausragendes.
Leave a Reply
You must be logged in to post a comment.