Uncategorized Benjamin on 03 Okt 2007 04:47 pm
Alles auf Zucker! (Dany Levy, Deutschland 2004)
Henry Hübchen spielt Jacky Zucker, einen in die Jahre gekommenen Zocker, bei dem Zeit der Wende alles Berg ab gegangen ist. Mit seinem Bruder hat er seit über 40 Jahren kein Wort geredet. Damals waren seine Mutter und sein Bruder in Düsseldorf, um das Bein seines Bruders zu operieren, das ansonsten amputiert hätte werden müssen, als die Mauer gebaut und die Familie getrennt wurde. Seitdem hat Jacky kein Wort mehr mit seiner Familie geredet.
Jetzt ist er pleite und muss in einer Woche in den Knast, wenn er bis Montag nicht genug Geld auftreiben kann. Zum Glück finden die europäischen Billardmeisterschaften dieses Jahr in Berlin statt – das Preisgeld beträgt 100.000€. Dumm nur, dass genau zu diesem Zeitpunkt seine Mutter stirbt. Ihr Testament verlangt eine siebentätige Shiva, eine Art jüdische Totenwache, von der nur Krankheit oder Tod bewahren können, und eine Aussprache und Versöhnung mit seinem Bruder. Eine verzwickte Situation für Jacky, da er auf das Geld aus dem Turnier zwingend angewiesen ist und nicht weiß, wie hoch die Erbschaft sein wird, außerdem hat er keinerlei Interesse daran, sich mit seinem Bruder auszusöhnen
Überaschenderweise funktioniert der Film recht gut, die religiösen Konflikte, die im Trailer sehr im Vordergrund standen sind quasi nur Beiwerk und der Film ist recht flott inszeniert. Kein wirkliches Sahnestück, aber ein ganz netter Film aus deutscher Produktion. Kann man sehen, muss man nicht.
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