Uncategorized Benjamin on 04 Okt 2007 04:27 pm
Science of Sleep – Anleitung zum Träumen (Michael Gondry, Frankreich 2006)
Nachdem Michael Gondry Eternal Sunshine On The Spottless Mind abgedreht und dafür hervorragendene Kritiken (u.a. auch von mir) geerntet hat, ist er wieder zurück nach Frankreich gekehrt und hat dort mit Science of Sleep einen Film gedreht, der, zumindest für mich, gänzlich in der Tradition von Amelie steht. Ein junger Graphiker hat sich als Kind schon Traumwelten gebaut und tut dies auch im Erwachsenenalter noch. Er stellt sich eine TV-Show vor, die in seinem Kopf spielt. Eines Tages zieht eine neue Nachbarin in sein Haus ein, und er beginnt sich mit ihr anzufreunden und verliebt sich in sie. Doch irgendwann beginnt er sich selbst zu mißtrauen und zweifelt, ob er sich ihre Liebe nicht nur eingeredet hat und entfernt sich schließlich von ihr. Der Film verbindet viele Elemente miteinander, Fantasy, Stop-Motion-Technik, bizarre Traumwelten, Lebenlust, Romantik und versucht mit den Phantasiewelten des Hauptcharakters das Gefühl von Amelie zu transportieren. Aber Science of Sleep kommt nie an das Gefühl ran, dass Amelie auszustrahlen vermochte. Es ist eben kein warmer Sonnenschein, der ein wohliges Gefühl hinterlässt, sondern wirkt fast wie bizarrer Alptraum, schlimmer noch als einer von David Lynch, mit einer erschreckend kühlen und unsymphatischen digital Optik. Ich geb zu, dies war mal wieder eine halbherzige Nebenbeisichtung, aber der Reiz, den Film nocheinmal mit voller Aufmerksamkeit zu sehen ist recht gering.
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