Abenteuerfilm &Humhrey Bogart &John Huston Benjamin on 05 Okt 2007 05:37 pm

Der Schatz der Sierra Madre (John Huston, USA 1947)

Ein weiterer Filmklassiker, der sich in die Reiher meiner gesehenen Filme einordnet. Wer den Film nicht kennt, kennt die Handlung mit Sicherheit aus einer Simpsons oder Eine schrecklich Nette Familie. Drei Taugenichtsse tun sich zusammen, um in den Bergen der Sierra Madre nach Gold zu suchen. Sie werden fündig und schürfen monatelang, bis sie meinen genug zu haben. Doch das Gold verändert sie. Sie beginnen sich gegenseitig zu mißtrauen, jeder hat Angst, dass der andere ihn um sein Gold bestehen oder gleich um die Ecke bringen will. Dazu kommen noch mexikanische Banditen und andere Abenteurer, die ihnen auf die Pelle rücken.

Der Film ist für die 40er Jahre Hollywoods, speziell die Nachrkiegsjahre recht untypisch. Zum ersten Mal konnte sich Huston gegen Warner durchsetzen und an Orignalschauplätzen in der staubtrockenen Wüste drehen, was die Leistungen der Darsteller realistischer werden lässt, wenn gleich man, wenn man diese Hintergrundinformation nicht hat, auch denken könnte, dass der Film im Studio gedreht wurde, viele der Szenen wirken so. Der Film hat eine eigentlich recht negatives Thema (Gier, Neid, Kapitalismus) und stellt dies auch sehr kritisch dar. Noch dazu hat er kein Happy End. Sowas sah man in diesen Jahren in Hollywood nicht oft.

Die darstellerischen Leistungen sind ausgezeichnet, allen voran Humphrey Bogart, der hier eine beeindruckende Charakterwandlung zeigt, die schließlich sogar im Wahnsinn mündet, aber auch die anderen Darsteller, etwa John Hustons Sohn Walter Huston und der alte Tim Holt überzeugen und passen perfekt zusammen.

Doch trotz dieser guten Elemente fehlt dem Film ein wenig herz. Er wirkt so staubtrocken wie die Wüste, in der er gedreht wurde, der Inszenierung fehlt irgendwie der richtige Pepp. Die ersten 30 Minuten in der sich die drei finden ziehen sich wirklich ganz schön und könnten zum Ausschalten verleiten. Danach wirds deutlich besser, acuh wenn man ständig das Gefühl hat, das alles schonmal gesehen zu haben. Hat man vermutlich auch, da zahlreiche der Figuren und Themen aus dem Film oft zitiert wurden, nicht nur in anderen Filmen sondern wie oben schon erwähnt auch in zahlreichen Serien. Dem Film fehlen für mich so ein wenig die Magic moments, die eindrucksvollen  Szenen, die einem im Gedächtnis bleiben und die aus einer sonst schon guten Handlung und Inszenierung noch herausstechen.

So bleibt unterm Strich ein hervorragender, zeitloser Klassiker, dem nur eine klitze kleine Kleinigkeit zum Meisterwerk gefehlt hat.

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