Billy Cristal &Komödie &Meg Ryan &Romanze Benjamin on 05 Okt 2007 08:03 pm
Harry und Sally (Rob Reiner, USA 1989)
Die meisten Hollywoodromanzen sind doch eher klischeehafte, stereotype Geschichten ohne viel Herz, selbst wenn sie noch so sehr durch gezielte Effekte Romantik heraufbeschwören. Selbst wenn man sie gut findet, wie ich z.B. Notting Hill, dann kann man sie doch irgendwo in dieses Schema einordnen.
Harry und Sally ist da anders. Die beiden lernen sich nach dem Collegeabschluss auf einer Autofahrt nach New York kennen, wo sie darüber reden, dass nach Harrys Meinung Männer und Frauen nie Freunde sein können, weil immer das sexuelle zwischen ihnen stehen würde, und jeder Mann gerne mit der Frau mit der er befreundet ist schlafen würde, und er sie, auch wenn es eine platonische Freundschaft ist, nie rein platonisch sehen kann, sondern er mit ihr schlafen würde, wenn es sich ergeben würde.
Danach verlieren die beiden sich aus den Augen, bis sie sich ein paar Jahre wieder treffen und trotz ihrer damligen Schwierigkeiten anfreunden und schließlich sogar die besten Freunde werden. Beide stecken in Beziehungen, sind kurz vorm heiraten, und nach jeder Krise ist der eine für den anderen da. Doch schließlich zeigt sich, dass Harrys Theorie sich bewahrheiten muss…
Die beiden Hauptdarsteller Billy Crystal und Meg Ryan ergänzen sich prächtig. Das Drehbuch liefert ihnen tolle Dialoge und bietet einiges an recht subtiler Situationskomik die sich einem manchmal auch erst zwei Sekunden später erschließt. Auch wenn der Film sehr kritisch mit Beziehungen und deren Problemen umgeht, so zeigt er doch, dass diese Probleme es wert sind, gemeistert zu werden, wenn zwei Menschen sich wirklich gefunden haben. Eine sehr unterhaltsame Liebeskomödie, mit einer legendären Szene, die später in Spaceballs parodiert wird.
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