Uncategorized Benjamin on 27 Okt 2007 02:24 am
Enttarnt – Verrat auf höchster Ebene (Billy Ray, USA 2007)
Der Film basiert auf den realen Tatsachen rund um den kurz vor der Pensionierung stehenden FBI-Agenten Robert Hanssen, der verdächtigt wird, als Doppelagent für Russland zu arbeiten. Da die Verdachtsmomente gegen ihn auf illegal beschafften Dokumenten basieren, muss er auf frischer Tat beim Landesverrate ertappt werden. Zu diesem Zweck wird ihm der junge, zielstrebige FBI-Agent O’Neil zur Seite gestellt, der Hanssens Vertrauen gewinnen soll, um ihn schließlich enttarnen zu können.
Ein klasse Film, der bestens zu unterhalten weiß, obwohl man im Prinzip die ganze Geschichte vorher schon kennt, da sie auf einer realen Begebenheit basiert. Der Film dreht sich im Grunde ausschließlich um die beiden FBI-Agenten, ihre eigenen Lebensituationen und ihrer Beziehung zueinander, sprich, er wird in erster Linie von seinen Hauptdarstellern getragen. Ryan Phillipe und Chris Cooper vollbringen dies mit Bravour und schaffen den im Grunde sehr ruhigen Film über 110 Minuten lang spannend zu gestalten. Gerade Phillipe konnte mich dabei sehr überzeugen. Einigen mag er vielleicht aus Eiskalte Engel bekannt sein, generell zählt er eher zu den unbekannteren und unverbrauchteren Schauspielern. Auch wenn er trotzt seiner Mitte 30 eher wie Mitte 20 wirkt, liefert er enie wirklich überzeugende Darstellung seines Charakters ab und verleiht ihm viel Glaubwürdigkeit. Ein absolut sehenswerter Film, der trotzt seiner fast zwei Stunden auch in der Spätvorstellung nicht ein einziges Mal zu Gähnen verliehen hat. Es ist erstaunlich, wie seltsam es einem heutzutage vorkommt, wenn man Monitore in Büros sieht, die keine Flatscreens, sondern Röhrenmonitore sieht, dabei sind sie noch keine fünf Jahre Standard.
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