Uncategorized Benjamin on 29 Okt 2007 01:01 pm

Stellungswechsel (Maggie Peren, Deutschland 2007)

Stellungswechsel zeigt fünf Männer unterschiedlichster Art auf Identitätssuche. Florian ist Kolumnist für eine Frauenzeitschrift. Die Zeitschrift muss sparen, ergo wird zuerst der männliche Autor gefeuert. Zudem findet er heraus, dass seine Freundin, mit der er seit 10 Jahren zusammen ist, ihn betrogen hat.
Olli ist Besitzer des Ladens “Deutsche Feinkost”, ein Tante Emma Laden für Nahrungsmittel, der Mitten in München nicht laufen will. Er steht kurz vor der Zwangsräumung, da er mangels Kunden seinen Zahlungen nicht nachkommen kann.
Gy ist Mitte 30, hatte noch eine Beziehung, sondern nur zahlreiche Affären, versteht  nicht wirklich etwas von Frauen und haust wie ein 19 jähriger Student.
Lasse ist gerade mal 18 Jahre alt, verzweifelt auf der Suche nach einer Ausbildung oder einem Job, hat deswegen Probleme zu hause mit seiner Mutter und ist, obwohl er gut aussieht immer noch Jungfrau.
Giselher ist in den Fünfzigern, war über 30 Jahre berufstätig, zuletzt als Manager der für über 60 Angestellte verantwortlich war. Nach seiner Kündigung kann er nicht mehr weiter vermittelt werden, weil er zu alt ist. Er kommt nicht damit klar, auf einmal nutzlos zu sein, obwohl er noch voller Tatendrang ist.

Diese fünf Männer finden sich zusammen und beschließen sich selbstständig zu machen, um aus ihrer Misere herauszukommen und einen Escortservice für Frauen zu gründen, mit dem Namen “Deutsche Feinkost zum Anfassen”. Der Film zeigt die fünf, wie sie mit ihren Problemen klarkommen, wie sie die Idee entwickeln, den Escortservice zu gründen, und den schwierigen Start des ganzen Unternehmens.

Stellungswechsel ist unterhaltsam, verleitet oft zum Schmunzeln, selten zum Lachen und ist ein sanfter Herbstfilm aus deutschen Landen. Er bleibt dabei oft an der Oberfläche und hat auf Grund der Vielzahl an Charakteren keine Zeit diese wirklich tief zu beleuchten. Das Ende kommt dann auch ein wenig prompt und unverhofft. Alles in allem ein netter Film, der kein großer ist, aber durchaus nett.

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