Wikipedia.de: Prinzessin Giselle lebt im Land Andalasia in der Fantasiewelt, sehnt sich nach der wahren Liebe und nach einem Prinzen. Als Prinz Edward sie vor einem Troll rettet, beschließen die beiden, am nächsten Morgen sogleich zu heiraten. Edwards Stiefmutter, Narissa, müsste allerdings ihren Thron aufgeben, sollte ihr Sohn heiraten und so verbannt sie Giselle aus Andalasia ins New York der Gegenwart.
Dort begegnet Giselle dem Scheidungsanwalt Robert und seiner Tochter Morgan. Sie verliebt sich in Robert, obwohl dieser mit Nancy, einer Designerin verlobt ist. In der Zwischenzeit kommt Edward nach New York, um Giselle zu retten, gefolgt von Nathaniel, der von Narissa geschickt wurde, um Edward davon abzuhalten. Schließlich kommt auch Narissa selbst, die Giselle töten möchte, weil Nathaniel versagt hat.
Auf dem “König & Könginnen”-Ball kommt es zum Showdown, bei dem Giselle Robert vor Narissa rettet, die sich in einen Drachen verwandelt hat. Nancy und Edward erkennen, dass sich Giselle und Robert ineinander verliebt haben und fliehen nach Andalasia, um dort ihrerseits zu heiraten. Giselle bleibt bei Robert in New York und sie lebten glücklich und zufrieden.
Es gab noch nie einen Film gegeben, der es geschafft hat mir über seine komplette Laufzeit von immerhin 107 Minuten ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Selbst der zauberhafte Film Die fabelhafte Welt der Amelie hat dies nicht geschafft, doch bei Verwünscht wurde das Lächeln von Minute zu Minute breiter. Der Film ist einfach Kitsch pur und das ist gut so. Ein Märchen erzählt in der realen Welt. Disney at it’s best. Es gab schon ewig keinen Disneyfilm der mir so ausgesprochen gut gefallen hat. Er spielt mit allen nur denklichen Klischees und Disney gibt sich sehr selbstironisch, und dennoch geht nie das Gefühl des Films verloren. Amy Adams Naivität als Giselle ist so dermaßen überzeugend gespielt, dass man ihr die zukünftige Prinzessin abnimmt und ihr auch einfach alles glaubt, was sie erzählt. Kaum zu glauben, dass sie schon 33 ist, so dermaßen süß und naiv spielt sie, und das ist in diesem Falle sogar mal ein Kompliment. Und wie so oft in den guten alten Disneyfilmen sind die Gesangseinlagen die Höhepunkte des Films, so als erster das “Aufräum-Lied”, wo Giselle feststellen muss, dass man immer offen sein muss, neue Freundschaften zu schließen, gefolgt von der wunderbar inszenierten, mitreißenden und herzerwärmenden Parade im Park und schließlich dem Finale des Films, ganz disneytypisch natürlich ein Ball, auf dem sich Prinzessin und “Prinz” ihrer Liebe endlich bewußt werden. Das das dramatische Ende mit der Hexe in Anlehnung an King Kong auf dem Dach eines Hochhauses dann sehr kurz und sinnfrei ausfällt, ist absolut verziehen und auch gut so, denn im Grunde interessiert das gar nicht, man möchte einfach nur Giselle und Robert zusammen sehen.
Der perfekte Weihnachtsfilm für die ganze Familie, der jede Generation, jedes Alter und jedes Geschlecht gleichermaßen anspricht und zu gleich meine neue Nr. 1 2007. Da mag es zahlreiche Filme geben, die tiefer gehen, die sowas wie Inhalt und spannenden, menschliche und glaubwürdige Charaktere haben, aber Verwünscht geht, zumindest bei mir, einfach mitten ins Herz und sorgt für ein warmes, ein gutes Gefühl, so dass man im Abspann sitzt und insgeheim hofft, dass der Film einfach gleich nochmal gezeigt wird, wenn man sitzen bleibt. Schade, dass wir in der Spätvorstellung saßen. Aber den Film habe ich sicher nicht das letzte Mal im Kino gesehen.
Wer den Glauben an die Liebe verloren hat, der wird nach diesem Film zumindest ein wenig naive Hoffnung schöpfen. Und gerade in der Liebe ist eigentlich keine Hoffnung je naiv. Jedem, der nicht total gegen Disneyfilme ist, der Filme mag, die herzerwärmend sind und ein gutes Gefühl vermitteln, und der gerne mit einem Lächeln in einem Film sitzt und das Kino gerne in ausgelassener Stimmung verlässt, sei geraten sich unbedingt Verwünscht anzukucken, und am besten im Kino. Denn Kino ist das Größte und Verwünscht ist ganz, ganz großes Kino. Zumindest sehr, sehr schönes =)