Uncategorized Benjamin on 14 Dez 2007 04:51 am
Hundstage (Sidney Lumet, USA 1975)
Zuerst bekommt ein Komplize kalte Füße und haut vom Überfall ab, dann ist der Tresor leer, und dann können die Mitarbeiterinnen nicht im Tresor eingesperrt werden weil sie Blasenprobleme und Klaustrophobie haben und schließlich ist die Bank von der Polizei umstell. Viel mehr kann bei einem Banküberfall nicht wirklich daneben gehen. Hundstage ist ein Vorzeigefilm des Heist-Genres. Ich fand es etwas seltsam, dass man einzelne Bankräuber vor der Bank hat rumlaufen lassen, ich bin mir sicher, heute wäre er direkt von Scharfschützen erschossen oder von einem SEK festgenommen worden, aber dieses Wissen habe ich auch nur aus Filmen, von daher kann es gut sein, dass man das gemacht hab um zu verhindern, dass der zweite Geiselnehmer durchdreht und Geiseln erschießt. Nach und nach kommt dann raus, wieso Sonny (Al PAcino) eine Bank überfallen wollte. Er ist schwul und hat einen transsexuellen Freund, dem er mit dem Geld eine Geschlechtsumwandlung bezahlen will. Klingt alles ziemlich abgefahren, aber die Story basiert auf einer realen Geschichte, die sich genau so, teilweise sogar noch abgedrehter als im Film zugetragen hat. Der Film ist nahezu kammerartig inszeniert und spielt sich im wesentlichen in der Bank und dem Platz vor der Bank ab. Er wird fast komplett von Al Pacino getragen, der die Rolle wunderbar ausfüllt. Der Film besticht durch eine eher ruhige, der Situation angepassten erzählweise und glänzenden Dialogen. Auf jeden Fall absolut sehenswert.
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