Uncategorized Benjamin on 09 Feb 2008 03:02 pm
Der Krieg des Charlie Wilson (Mike Nichols, USA 2007)
Tom Hanks ist ja schauspielerisch schon eine Größe, aber hier wird er von dem grandiosen Phillip Seymour Hoffman eiskalt an die Wand gespielt. Da hilft Hanks nur seine Larger-Than-Life-Präsenz um da mithalten zu können. Der Film ist absolut klasse und für einen Politikfilm außergewöhnlich unterhaltsam. Erzählt wird die Geschichte Charlie Wilsons, ein einfacher Kongressabgeordneter, dessen größte politische Leistungs es war, viermal wiedergewählt zu werden. Ansonsten führt er ein ziemliches Lotterleben in Hollywood und sucht sich seine Sekretärinnen nach der größe ihrer Brüste aus, da man ihnen Tippen ja beibringen kann, Titten wachsen lassen aber nicht. Auch Whiskey um 10.00 morgens ist für ihn nichts ungewöhnliches. Bis eines Tages ein Fernsehbericht eines engagierten Reporters über Afghanistan seine Aufmerksamkeit erregt. Die Sowjets sind gerade in das Land einmarschiert und niemanden interessiert es. Wilson sieht hier die Möglichkeit den Kalten Krieg gegen die Russen indirekt voranzutreiben und den Afghanen zu helfen, um den Russen einen empfindlichen schlag zu versetzen. Allerdings hat er auch ein wirkliches Interesse am afghanischen Volk, nachdem er einige Male im Land war und sich von der Situation der Bevölkerung persönlich überzeugt hat. Er schafft es sogar einen Pakt zwischen Israel, Pakistan, Arabian und einigen anderen zu tiefst verfeindeten Ländern zu schmieden, um die Afghanen zu unterstützen und den Russen einen Schlag zu versetzen.
Allein P-S. Hoffmans Darbietung ist ein Sehen des Films wert, ich hab ihn zweimal im Kino gesehen und war beide Male bestens unterhalten. Auf jeden Fall einer meiner erklärten Lieblingsfilme und daher eine uneingeschränkte Empfehlung von mir. Passt auch gut zu jedem Videoabend.
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