Monthly Archive for "Juni 2008"



Uncategorized Benjamin on 28 Jun 2008

Kung-Fu Hustle (Stephen Chow, Hong Kong/China 2004)

Kung-Fu Hustl habe ich zum ersten Mal vor vier Jahren in einer Sneak in Göttingen gesehen. So wirklich was anfangen konnte ich damit damals nicht, ich wusste nicht so wirklich was ich von ihm halten sollte.

Vier Jahre später weiß ich das dafür um so besser. Kung-Fu Hustle ist eine einzige Hommage an all die asiatischen Kung-Fu und Martial Arts Filme, die seit den 70ern in und um Hong Kong und China entstanden sind. Absolut perfekt inszeniert ohne sich selbst zu Ernst zu nehmen und trotzdem nie ins lächerliche abzugleiten bietet dieser Import aus Südostasien Unterhaltung vom Feinsten. Der Film bedient sich der Kampfkunst der frühen Kung-Fu Filme, baut eine Atmosphäre auf, wie man sie aus guten Animes wie z.B. Chihiros Reise durch Zauberland kennt, greift die technischen Feinheiten von neueren asiatischen Filmen wie Hero oder Tiger & Dragon auf und lehnt sich stellenweise deutlich an Matrix an. Natürlich dürfen die verschiedensten Kung-Fu Kampfstile, verborgene Kung-Fu Großmeister und für Legenden gehaltene Fertigkeiten in diesem Martial Arts Feuerwerk nicht fehlen. Eindeutig mit komödiantischen Hintergrund angelegt, ist dies immer mehr als bloßer Slapstick, schlägt der Film aber dennoch sehr oft ernsthafte Momente an, und die ausgiebig enthaltenen Kampfszenen lassen jeden Jackie Chan Film alt aus sehen und erinnern eher wie schon erwähnt an moderne Klassiker wie Hero und Konsorten. Wer auch nur ansatzweise etwas für Martial Arts und asiatische Filme über hat, sollte sich diesen Film einmal ankucken. Als lockere, flockige Unterhaltung ist er wunderbar für jeden Männervideoabend zu empfehlen.

Uncategorized Benjamin on 28 Jun 2008

In 80 Tagen um die Welt (Michael Anderson, USA 1956)

Als Kind hatte ich das Hörspiel zu Jules Vernes phantastischer Geschichte und habe es sehr, sehr oft zum Einschlafen gehört. Die Geschichte des Phileas Fogg, der Mitte des 19. Jahrhunderts in einem englischen Reformklub mit den übrigen Mitgliedern um 20.000 Pfund wettet, dass es möglich ist, die Erde in 80 Tagen zu umreden hat auch heute noch wenig von ihrer Faszination eingebüßt. All die fremden, phantastischen Kulturen, die gerade zur damaligen Zeit noch viel von ihrem ursprünglichen Charakter hatten, verleiten einem leicht zum Träumen.

Der Film wird der literarischen Vorlage absolut gerechet und kleidet dieses Abenteuer in entsprechende Bilder und inszeniert die Reise wie eine einzige Abenteuerfahrt durch all die Länder und Kulturen. Dabei wird zwar so ziemlich jedes Klischee bedient, dass es so über die entsprechenden Länder gibt und in fast jedem Land begegnet man zunächst mal einer typischen Menschenansammlung wo getanz und gefeiert, aber der Film ist in den 50er entstanden. Gutes großes Kino funktioniert vor allem dadurch, dass man die Erwartungshaltung des Publikums erfüllt, was auch die einzige Erklärung für die alljährlich wiederkehrenden romantischen Komödien ist, die eigentlich objektiv gesehen total schlecht sind, aber die Leute wollen halt eine heitere Komödie sehen, wo sie eigentlich genau wissen, wie es ausgeht, genau das bieten ihnen solche Filme, und darum sind sie so erfolgreich. Und genau das ist auch ein Teil warum der Film damals so erfolgreich war. Die Menschen waren noch nicht so aufgeklärt wie wir es heute sind. Die fernen Länder waren noch mehr ein Faszinosum als sie es heute sind, absoluter voller Mythen und Legenden, exotisch, fremd, geheimnissvoll und faszinierend. Und mit genau diesen Erwartungen spielt der Film und erfüllt sie in Hülle und Fülle und oftmals auch mit langen, sensationell abgefilmten Landschaftsaufnahmen. Die Geschichte selbst ist eh klasse und den meisten bekannt, und wer sie noch nicht kennt, wird von der abenteuerlichen Reise, auf der Fogg immer wieder vor erwartete und unerwartete Schwierigkeiten gestellt wird auch sehr schnell angetan sein.

In 80 Tagen um die Welt ist absolut glaubhaft und gekonnt inszeniert und sehr stimmungsvoll in Bilder gesetzt auch wenn der Film natürlich den Nachteil hat, dass er über 50 Jahre auf dem Buckel hat, und die erhaltenen Farbaufnahmen viel von ihrer Kraft und ihren Farben eingebüßt haben. Bei den Aufführungen damals hatten die Bilder sicher noch mehr Kraft und Intensität  und konnten einen noch mehr faszinieren als sie es heute können. Absolut sehenswerter Film und bitte aufpassen dass man nciht an die neu gedrehte Version von 2004 gerät, die mit Leuten wie Jackie Chan und Co sicher nicht ansatzweise an dieses Meisterwerk der 50er Jahre herankommt, dass einfach durch die Möglichkeiten seiner Zeit einen Charme entwickelt, den man heute nicht mehr nachstellen kann.

Uncategorized Benjamin on 27 Jun 2008

Hängt ihn höher (Ted Post, USA 1968)

Nach der Dollar-Trilogie kehrte Eastwood wieder nach Hollywood zurück, um seine Karriere dort weiter voran zu treiben. Ursprünglich wurde Sergio Leone zwar auch die Regie zu diesem Film angeboten, aber der war schon mit “Once upon a time…” beschäftigt.

Eastwood spielt hier einen Ex-Hilfssheriff, der von einer Gruppe von neun Männern gehängt wird, nachdem sie ihn ungerechtfertigterweise beschuldigen eine Viehherd gestohlen, und ihren vorherigen Besitzer ermordet zu haben. In einem Akt von Selbstjustiz hängen sie ihn, was er nur durch einen Zufall überlebt. Er wird erneut Marshall und macht sich auf die Suche nach seinen Henkern, um sie ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Anfangs ist er noch von Rachegelüsten getrieben, doch hält er sich an seine Pflichten als Gesetzeshüter und er erkennt nach und nach die Schwächen und Ungerechtigkeiten des Justizsystem in einem Land, dass noch keine wirkliche Nation ist.

Der Film ist deutlich angelehnt an die Spaghetti-Western Eastwoods, auch sein Charakter steht in deren Tradition, doch der Fokus wird hier mehr auf Recht und Gesetz und das Justizsystem als solches gelegt. Ein Territorium, das viermal so groß ist, wie die meisten damals bestehenden Bunedsstaaten verfügt über nur einen Richter, der über Leben und Tot, Recht und Unrecht entscheiden muss. Das Theme Selbstjustiz wird vor diesem Hintergrund aus mehreren Blickwinkeln betrachtet und endet mit einem starken Finale.

Ein sehr gut inszenierter Western mit einem erstklassigen Score, einem gut aufspielenden Eastwood und den passenden Landschaften im Hintergrund um die Geschichte glaubwürdig zu machen. Gerade in Western gibt es nicht viel was mich mehr stört als eindeutige Studiohintergründe, die einen total aus der Atmosphäre ziehen bzw. Kameraarbeiten, die so schlecht sind, dass man manchmal glaubt im Studio zu sein, obwohl man sich draußen in der Landschaft befindet. Der Film hat kaum schwächen, bietet sogar eine Entwicklung des Charakters und ausreichend Action. Kann man sich getrost ankucken, gerade wenn einem mal nach einem amerikanischen Spaghettiwestern ist.

Uncategorized Benjamin on 26 Jun 2008

Flucht vom Planet der Affen (Don Taylor, USA 1971)

Uncategorized Benjamin on 26 Jun 2008

Rückkehr zum Planet der Affen (Ted Post, USA 1970)

Uncategorized Benjamin on 26 Jun 2008

Im Zeichen des Bösen (Orson Welles, USA 1958)

Uncategorized Benjamin on 26 Jun 2008

Gorillas im Nebel (Michael Apted, USA 1988)

Uncategorized Benjamin on 26 Jun 2008

Romeo + Julia (Baz Luhrmann, USA 1996)

Wow … unbeschreiblich …. entweder man tut es als Kitsch ab, oder einem geht das Herz auf. Auf Grund meiner Theatervergangheit habe ich zahlreiche Bezüge zu der Story an sich und das Experiment die alte Geschichte in ihrer ursprünglichen Sprache in die heutige Zeit zu transferien macht nicht immer Sinn, aber immer Spass. Solche Filme sind einfach Baz Luhrmanns Spezialität, man fragt sich was er sich bei Australia gedacht hat. Wie dem auch sei, Romeo + Julia würde von mir einen blauen TV Movie Stern bekommen, und in dieser Kategorie wohl lange, lange Zeit an Position eins bleiben.

Uncategorized Benjamin on 25 Jun 2008

Solaris (Steve Soderbergh, USA 2002)

Das russische Orginal hab ich mir letztes Jahr im Sommer mal angetan und nach ca. 45 min in denen absolut rein gar nicht von Belang passiert ist gelangweilt wieder ausgemacht. Nun kam neulich das Remake von Soderbergh im Fernsehen und eins vorneweg: Es hat mir viel, viel besser gefallen.

Es ist ein durchaus interessanter Film über Liebe, Erinnerungen, die Überlagerung von Traum und Erinnerung und das Mensch sein an sich. Er betet dem Zuschauer allerdings nicht viel vor und auch wenn der Film quasi keine Action hat und nur von seinen Dialogen lebt, die aber auch sehr behutsam eingesetzt werden. Der Film lebt von seinen vom Regisseur selbst hervorragend abgefilmten Bildern und dem sehr geschickten Überleiten vom Traum bzw. den Erinnerungen in die Wirklichkeit, so dass eine schwer beschreibbare Wirkung auf den Zuschauer entsteht. Auch wenn der Film sehr stimmungsvoll ist, auf seine sehr ruhige weise, ist mir das ganze dann doch ein wenig zu abstrakt und zu inhaltsleer, als das er mich wirklich hätte überzeugen können.

Uncategorized Benjamin on 17 Jun 2008

Stauffenberg (Jo Baier, Deutschland 2004)

Uncategorized Benjamin on 16 Jun 2008

Planet der Affen (Franklin J. Schaffner, USA 1968)

Uncategorized Benjamin on 16 Jun 2008

Airport (George Seaton / Henry Hathaway, USA 1970)

Aiport gilt gemeinhin als Begründer des Katastrophenfilmgenres. Dafür lässt sich der Film aber erstaunlich viel Zeit, bis es zur Katastrophe kommt. Kurz zusammengefasst lässt ein Wahnsinniger an Bord einer Boeing eine Bombe hochgehen, wodurch das Flugzeug zur Notland auf einem verschneiten Flughafen gezwungen wird, auf dem einzige Landebahn, auf der eine Landung möglich wäre, durch ein steckengebliebenes Flugzeug versperrt wird.

Mit Dean Martin und Burt Lancaster spielen zwei zur damaligen Zeit absolute Superstars die Hauptrolle in diesem Film, dem man zwar einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen kann, der aber dennoch kein cineastischer Höhepunkt ist. Aber man darf ihn sicher nicht an heutigen Maßstäben messen, da er, wie gesagt, ein ganz neues Genre begründete und Universal dieses Erfolgskonzept in den 70ern mit teilweise immer gewagteren Ideen fortsetzte. Der Film lässt sich ziemlich viel Zeit mit der Einführung seiner Figuren, so dass die eigentliche Katastrophe und deren weitere Folgen, lediglich den zweiten Teil der eigentlich Handlung ausmachen. Actionfans mag das langweilen, dieses Konzept hat auf jeden Fall zur Folge, dass man zu den betroffenen Personen eine Beziehung aufgebaut hat, und es nicht einfach nur Menschen an Bord eines Flugzeugs sind, sondern personen die wir kennen und deren Schicksal uns nahegeht. Wobei es sicher falsch wäre, dem viel übermäßigen Tiefgang zuzusprechen. Er war zu seiner Zeit mehr als erfolgreich und fast für ein Duzend Oscars nominiert, wovon er immerhin einen für die beste Nebenrolle gewinnen konnte. Für die beiden männlichen Hauptdarsteller hat sich der Film allerdings auch gelohnt, da jeder von beiden 10% Beteiligung vom Einspielergebnis als Zusatzgage erhielt, und 7 Mio$ waren für die damalige Zeit eine schöne Stange Geld. Alles in allem in relativ unterhaltsamer Film, der bedingt durch die technischen Mittel der späten 60er heute eher einen ziemlich trashigen Eindruck hinterlässt.

Uncategorized Benjamin on 07 Jun 2008

4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage (Cristian Mungiu, Rumänien 2007)

Absolut hochkarätiges Sozialdrama aus Rumänien. Hat glaube ich den Goldenen Bären 2007 gewonnen und das vollkommen zurecht. Die fatalen Auswirkungen der Diktatur werden im absoluten Mikrokosmos gezeigt und dadurch gewinnt der Film deutlich. Abtreibungen sind in Rumänien des Jahres 1987 verboten, was junge schwangere Frauen, die eigentlich gar nicht schwanger sein dürfen in erhebliche Probleme versetzt. Der Film stellt in diesem Zusammenhang die Grundfrage “Wie weit würdest du für einen Freund gehen?”, da nicht die schwangere Gabita im eigentlichen Zentrum des Films steht sondern ihre Freundin Otillia, die alles organisiert und auf Grund der Naivität von Gabita oftmals in einem schier unlösbaren Dilemma steckt. Leider schon viel zu lange her, dass ich den Film gesehen habe, als das ich wirklich noch etwas inhaltliches schreiben könnte, aber der Film ist einfach große Klasse, wenn gleich auch relativ unscheinbar, aber er erzeugt seine Spannung und Dramatik in den ruhigen Momenten, in denen die Kamera ruht und etwas in den Charakteren vorgeht, was wir nicht wissen, aber nur erahnen können. Im kleinen ein ganz ganz großer Film

Uncategorized Benjamin on 07 Jun 2008

Der Himmel über Berlin

Uncategorized Benjamin on 07 Jun 2008

Funny Games U.S. (Michael Haneke, USA/Großbritannie/Frankreich/Österreich 2007)

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