Uncategorized Benjamin on 12 Sep 2008 04:01 am
Fahrenheit 9/11 (Michael Moore, USA 2004)
Ein krasser Film der an Amerika zweifeln lässt. Man weiß ja wie weit her es mit Moores Genauigkeit bei der Darstellung von Fakten ist, aber das meiste wird wohl stimmen. Das Bush die Wahl in Florida und damit die gesamte Wahl eindeutig verloren hat, aber dennoch als Präsident vereidigt wurde ist wohl das größte Desaster das Amerika passieren konnte. Das die Amis ihn auch noch wiedergewählt haben, wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben. Die Ansichten die die Republikaner vertreten sind sowas von altbacken und reaktionär, man kann nicht fassen, dass 50% der Amerikaner sich damit identifizieren. Immerhin hat Moore in diesem Film erkannt, dass er sich gar nicht selbst groß in Szene setzen muss, sondern Bush am besten einfach selbst reden lässt um ihn in kein gutes Licht zu rücken. Aber natürlich fehlen diese selbstinszenatorischen Szenen hier auch vereinzelt nicht, aber was solls. Moore kann halt nicht aus seiner Haut. Auf jeden Fall ein absolut sehenswerter und eindrucksvoller Film, für den sogar eigens die Oscarregeln geändert wurden, laut denen Filme vor der Oscar Verleihung nicht im Fernsehen gezeigt werden dürfen. Moore wollte allerdings unbedingt die Wiederwahl von Bush verhindern und zeigte den Film somit im November 2004 schon im Fernsehen, worauf die Academy die Regeln für Dokus änderte und Moore somit bei der Oscarverleihung antreten konnte. Mit einem Einspielergebnis von über 200 MioUS$ ist Fahrenheit 9/11 bisher die erfolgreichste je gezeigte Doku. Moore dreht derzeit an einem neuen Film der 2009 ins Kino kommen soll, allerdings ist noch nicht bekannt worum es dabei geht.
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