Uncategorized Benjamin on 23 Sep 2008 05:48 am
Farm der Tiere (Joy Batchelor / John Halas, Großbritannien 1954)
Farm der Tiere war einer der ersten abendfüllenden Zeichentrickspielfilme die außerhalb Amerikas entstanden sind, und dürfte bis heute der politischste sein. Die Tiere auf einer Farm werden von ihrem Besitzer nicht gut behandelt und mit der Peitsche zu mehr Leistung getrieben. Die Tiere rotten sich zusammen und rebellieren gegen den Besitzer, vertreiben ihn von der Farm und betreiben sie schließlich eigenständig getreu dem Grundsatz “Alle Tiere sind gleich”. Aber die Schweine sind mit der größten Intelligenz gesegnet und ihre Arbeit wird sehr schnell das deligieren, die geistige statt die körperliche Arbeit. Und so kommt es dass einige Tiere gleicher sind als andere und die Schweine zunächst ein Rätesystem errichten und schließlich eine Dikatur nach stalinistischem Vorbild, deren Herrschaft noch schlimmer ist, als die ursprüngliche Herrschaft des Menschen, so dass es schließlich zu einer erneuten Rebellion kommt.
George Orwell erzählt in dem zugrunde liegenden Buch die Geschichte der jungen Sowjetunion nach, jeder Charakter im Buch bzw. Film ist eine Allegorie für einen Teil der russichen Geschichte bzw. der weltpolitischen Konstellation. Daher wäre der Film eigentlich Ideal für den Deutsch bzw. Geschichtsunterricht, da man jede Menge interpretieren kann. Der Film hält sich sehr eng am Buch, daher ist für Humor recht wenig Platz, der Film kommt sehr ernst daher, trotzdem habe ich ihn in meiner Kindheit recht oft im Fernsehen gesehen. Lediglich das Ende unterscheidet sich mit der zweiten Revolution von der Vorlage. Gerüchten zufolge soll hier der CIA seine Finger im Spiel gehabt haben. Kalter Krieg an allen Fronten.
Leave a Reply
You must be logged in to post a comment.