Uncategorized Benjamin on 29 Mrz 2009 10:04 pm
Papillon (Franklin J. Schaffner, USA/Frankreich 1973)
Gefängnisfilme faszinieren mich momentan. Man stelle sich das vor: Man hinterzieht Steuern und kommt dafür 5 Jahre in den Knast. Klingt wie etwas ganz alltägliches, passiert ja ständig und ist was ganz normales. Aber was das für einen selbst bedeuten muss…. 5 Tage, 5 Monate, 5 Jahre, 50 jahre auf vlt. 10 m² leben müssen. Immer. Bis auf evtl. Rundgänge 24 Stunden am Tag in einer Zelle stecken. Nicht entscheiden können wohin man geht, eingesperrt sein … Absolut schrecklich. Ich möchte nie nie nie im Leben eingesperrt werden. Papillon setzt sich mit genau diesem Thema auseinander. Steve McQueen wird, seiner Aussage nach unschuldig, wegen Mordes zu einer Freiheitsstrafe verurteilt, ich weiß gar nicht mehr wie lang. Er kommt in einen Knast vor der Küste von Französisch-Neuginea, wo er natürlich versuche unternimmt zu fliehen, was ihn in zweijährige Einzelhaft bringt, wovon er mindestens 6 Monate in Dunkelhaft verbringen muss und absolut unterernährt wird. Doch sein Überlebenswille ist ungebrochen und sein Freiheitsdrang auch nach Jahren in der Haft ungebrochen. Alles in allem ein klasse Film, in dem Dustin Hoffman zeigt, dass Kleider eindeutig Leute machen … bzw. manchmal halt Brillen
Wer Filme mit der Thematik Knast, Ausbruch, Freiheit mag, dem sei dieser Film sehr ans Herz gelegt. Schön ist vor allem das die Charaktere eindeutig im Vordergrund stehen. Zwar erfährt man nicht wirklich viel über McQueens und Hoffmans Vorgeschichte, aber das Verhältnis der beiden, dass sich im Laufe der Jahre entwickelt ist sehr interessant zu beobachten, insbesondere in Hinblick auf das Ende.
4 von 5 Kokosnüssen
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