Uncategorized Benjamin on 01 Apr 2009 02:44 am
Die Wilden Zwanziger (Raoul Walsh, USA 1939)
Sehr guter Film, der die Zeit der Prohibition in Amerika und die anschließende große Depression unter dem Deckmantel eines Gangsterfilms zeigt. Dabei ist er in meinen Augen weniger ein Gangsterfilm, als vielmehr ein sozialkritischer Film. Die Männer werden nicht zu Gangstern weil sie es wollen, sondern weil sie auf Grund der Umstände dazu gezwungen sind. Es geht um drei amerikanische Soldaten, die sich im ersten Weltkrieg in einem Granatkrater kennenlernen. Als der Krieg vorbei ist kehren sie nach Hause zurück, doch sie müssen feststellen, dass sich die Welt daheim weiterbewegt hat, während sie in Frankreich für die Demokratie gekämpft haben. Es gibt keinen Job und von Glanz des Heldentums ist auch wenig zu spüren. Als die Prohibition kommt ist das die Chance für sie und schon bald machen sie alle mit ilegalen Alkohol das große Geld, doch das Ende der Prohibition kommt und auch der Schwarze Freitag bringt sie bald wieder dorthin zurück, wo sie direkt nach dem Krieg waren.
Wirklich ein ordentlicher Film, bei dem mir der Hauptdarsteller allerdings nicht sonderlich gut gefallen hat, und auf jeden Fall ein Film bei dem man sehr schnell sehr deutlich merkt dass Synchronisation nicht immer toll ist. Defintiv ein Film für Filmliebhaber, aber nicht zwingend etwas für jedermann. Aber Leute die gerne gute Filme gucken, die einfach eine interessante Geschichte erzählen werden sich schwer tun, den Film nicht zu mögen.
Sehr cool fand ich übrigens im Abspann die Idee unter den Namen der Darsteller die Namen der Synchronsprecher einzublenden. Sollte man heute auch wieder einführen.
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