Uncategorized Benjamin on 01 Apr 2009 04:20 am

Wege zum Ruhm (Stanley Kubrick, Deutschland/USA 1957)

Ganz klar eines der frühesten wirklichen Meisterwerke Kubricks, wobei ich die früheren Filme noch nicht gesehen habe, aber mit Wege zum Ruhm hat er auf jeden Fall einen großen Anti-Kriegsfilmklassiker geschaffen, der allgemein irgendwie recht wenig Beachtung findet. Mag wohl daran liegen, dass die Grabenkämpfe des 1. Weltkriegs nicht so “begeistern” können, wie die Schlachten des 2. Weltkriegs.

Dem französischen General Mireau wird eine Beförderung in Aussicht gestellt. Das einzige Hindernis, dass es vorher noch zu überwinden gilt, ist die Einnahme des Hügels 19, irgendein unbedeutender Fleck zwischen den deutschen und französischen Gräben. Doch die Männer aus der Einheit von Col. Dax (Kirk Douglas) kommen auf Grund des heftigen Sperrfeuers der deutschen nicht einmal aus ihren Gräben heraus. Mireau beobachtet das ganze aus sicherer Entfernung und ist erbost darüber, dass die Männer es nicht wenigstens versuchen. Er gibt der Artellerie den Befehl, auf den eigenen Graben zu schießen, um die Männer hervorzulocken. Doch der zuständige Grenadier verweigert die Ausführung des Befehls, solange er nicht schriftlich vorliegt. Mireau ist außer sich, da er seine Beförderung in Gefahr sieht und bringt exemplarisch drei Männer aus der Einheit wegen Feigheit vor dem Feind vor ein Kriegsgericht. In dem Schauprozess vertritt Col. Dax seine Männer, sieht aber schnell ein, dass er keine Chance hat. Das Gericht ist befangen, es gibt keine Anklageschrift und das Urteil steht eigentlich schon im Vorfeld fest, so dass die drei Männer zum Tode durch erschießen verurteilt werden. Der zuständige General Broulard erhält nach der Urteilsverkündung die Information über den Befehl Mireaus während der Schlacht. Aber verhindert er die Urteilsvollstreckung und somit eine große Ungerechtigkeit?

Der Film ist relativ kurz und sehr stringent. Nichts lenkt von der eigentlichen Handlung ab. Das Kubrick ein Meister des Inszenierens ist, beweißt er hier in mehreren Szenen, primär jedoch in der imposant inszenierten Finalszene sehr deutlich. Die Frau die am Ende als Deutsche ausgegeben wird und vor den Soldaten singt ist übrigens wirklich Deutsche und wurde ein Jahr später Kubricks Frau, was sie auch bis an sein Lebensende blieb.

5 von 5 Trommelwirbeln

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