Uncategorized Benjamin on 09 Feb 2010 06:30 am

Die Bucht (Louie Psihoyos, USA 2009)

In Japan werden jedes Jahr in einer Bucht in Tajii über 20.000 Delfine zusmamen getrieben. Die schönsten Tiere werden rausgefisch und an Aquarien und Deflinshows verkauft, die anderen werden martialisch abgeschlachtet ,so dass sich das Wasser blutrot verfärbt und ihr Fleisch verkauft.
Dieses Prozedere war bisher nur gerüchteweise bekannt, wirkliche Belege oder gar Filmaufnahmen davon gab es nicht, da die japanische Regierung und die lokalen Ansässigen alles getan haben, um jegliche Beweise oder Dokumente darüber zu vertuschen.
Richard O’Barry war einer der Delfintrainer für die Fernsehserie Flipper. Als eine der Darstellerinnen in seinen Armen auf Grund der Gefangenhaltung im Delfinarium starb, wandte er sich von seinem Job ab und hat sich seitdem den Schutz von Delfinen zur Lebensaufgabe gemacht.
Dies führte zur Entstehung dieses Filmes, in dem gezeigt wird, wie es ihm gelingt, Aufnahmen von diesem Massaker zu machen. Zunächst wird gezeigt wie stark alle Interessierten bedrängt werden. Man wird laufend gefilmt, bedroht, laut angeschrien, die den Japaner sonst so heilige Intimzone von 30cm in die man bei ihnen selbst keines Film eindringen sollte, wird schamlos verletzt und man wird aufs heftigste provoziert. Sobald man sich davon einmal verleiten lässt kommt man sofort ins Gefängnis, wo man in Japan durchaus einmal 28 Tage grundlos festgehalten werden kann.
Im Oceans Eleven Style wird gezeigt, wie O’Barry sein Team von Spezialisten zusammen stellt, um den Einsatz zu planen, zu koordinieren und schließlich auch auszuführen. Das Massaker selbst nimmt letztlich nur einen kleinen Raum des Films ein und wird am Ende nur kurz gezeigt, aber das ist auch ganz gut so, da allein das gezeigte schon sehr martialisch und brutal ist. Dennoch ist dieser Film wichtig, da jetzt endlich belegt ist, was Tierschützer schon lange angeprangert haben,und die japanische Regierung ist unter Druck, diesem Massenmord an intelligenten Lebenwesen ein Ende zu setzen. Hoffentlich kann der Film in dieser Richtung etwas bewegen. Mit einem klassischen Dokumentarfilm hat das natürlich relativ wenig zu tun, aber dieser Mix von reißerischer Aufmachung und Fakten bzw. Bildern hat schon bei Michael Moore hervorragend und vor allem oscarreif funktioniert, auch wenn Moores Filme leider zum größten Teil nur Selbstinszenierung bzw. Mittel zum Zweck waren.

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